Headhunters

  • Informationen zum Film
  • Headhunters

  • Originaltitel:
    Hodejegerne
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller
    Produktionsländer:
    Deutschland, Norwegen
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    13.04.2012
    Kinostart Deutschland:
    15.03.2012
    Kinostart USA:
    27.04.2012
    Verleiher Österreich:
    Filmladen
    Verleiher Deutschland:
    NFP
  • Inhalt
  • HEADHUNTER = ein qualifizierter Mitarbeiter einer Agentur, der für eine Firma den bestmöglichen Angestellten findet.


    Roger Brown ist einer, wenn nicht der erfolgreichste Headhunter seines Landes. Um seine Meinung reißen sich die größten internationalen Firmen. Daher verdient der nur 1,68 Meter kleine Mann relativ gut. Aber um das 30 Millionen Kronen teure Haus, sowie seine um einen Kopf größere Ehefrau zu finanzieren, dafür ist das Gehalt dann doch zu wenig. So ist Roger in Besitz eines Zweitjobs, der allerdings eher im Hintergrund ausgeführt werden muss. Während der Einstellungsgespräche der zukünftigen Arbeitnehmer, fragt er geschickt nach den Wertgegenständen, die sich in deren Häuser befinden. Und gemeinsam mit einem Angestellten der größten Sicherheitsfirma bedienen sie sich am Eigentum dieser Personen, die in diesem Moment gerade ihr Vorstellungsgespräch in der vorgeschlagenen Firma führen. Roger erkennt, dass selbst diese illegalen Errungenschaften letztendlich nicht reichen, um sein Luxusleben auf Dauer aufrecht zu erhalten. Daher sucht er und Ove, der Typ aus der Security, nach einem Coup, welcher das Leben der beiden mit einem Schlag von allen Sorgen befreit. Kaum Ausschau gehalten, kommt Clas ins Spiel. Dieser wird bei Roger vorstellig, weil er sich in einer großen Firma als Geschäftsführer sieht. Nebenbei erwähnt dieser, dass er in Besitz eines alten Gemäldes ist, dessen Wert er als wirklich hoch einschätzt. Nachdem Roger sich über das Bild schlau gemacht hat, und er so nebenbei erfährt, dass er dafür 100 Millionen Kronen bekommen könnte, schlägt er zu. Es scheint als hätte Roger und Ove ausgesorgt, jedoch haben sie die Rechnung ohne Clas gemacht…

  • Filmkritik
  • „Wait, let`s start at the Beginning“


    Es kommt nicht gerade häufig vor, dass Filme aus dem hohen Norden unsere Kinosäle erreichen. Aber dass die MILLENIUM Trilogie dies möglich gemacht hat, viele Onlineseiten berichten in diese Richtung, davon kann nicht im Geringsten die Rede sein. Nur wegen der Übersättigung aus Hollywood kommen die urbanen Kritiker auf die Gedanken, dass ein Stieg Larsson die Pforte für nordische Werke öffnete. Aber überlegen diese Schreiblinge, dann müssen sie sich eingestehen, dass Filmemacher wie Thomas Vinterberg, Aki Kaurismäki, Lars von Trier, Anders Thomas Jensen und viele mehr, uns bereits seit Jahrzehnten mit qualitativ hochstehenden Filmen aus den verschiedensten Genres versorgen, und die MILLENIUMS Trilogie nur weitere Werke waren, die unsere Breiten erreichten. Daher kann es womöglich sein, dass die Produktionsfirma von HEADHUNTERS mit VERBLENDUNG etc. werben, um auch eine Zuschauerschaft für ihren Film zu bekommen. Wirklich von Belangen sind diese Meinungen oder Werbestrategien für uns aber nicht.


    „Sounds like something from a Movie“


    Um die Tatsache aufzugreifen, dass wir hier einen Actionthriller aus Norwegen sehen, dann werden wir schnell erkennen, dass wir kein „handelsübliches“ Werk vorgesetzt bekommen. In diesem Fall ist vieles anders, als wir ansonsten sehen. Und sind wir mal ehrlich. Durch die massenhaft erhaltenen Produktionen aus der Glammerwelt sind wir offensichtlich den westlichen Stil gewohnt. Durch die vielen 08/15er werden wir abgestumpft. Und anfänglich verwundert es einen, wenn der Handlungsablauf in HEADHUNTERS nicht so gestaltet wird, wie wir es erwarten. Auch die Zeichnung der Charaktere im Skript geht konträre Wege, und von der Optik des Gesamten mal ganz abgesehen. So erlebt der Zuseher Dinge die ihm fremd sind.


    „We have a Mark“


    HEADHUNTERS ist ein Film den Freunde des „eigenwilligen“ Geschmackes wohlwollend aufnehmen werden. Das Drehbuch wird durch alle Drehungen und Wendungen unvorhersehbar. Aber „konfus“, wie viele nationale Kritiker dieses Wort in ihren Beschreibungen gebrauchen, „konfus“ ist HEADHUNTERS zur keiner Zeit. Im Gegenteil; nach jeder vergangenen Minute wird der Ablauf logischer und nachvollziehbarer. Zudem werden gegen Ende die noch nicht gänzlich augenscheinlichen und fragwürdigen Sequenzen erklärt, sodass auch das noch so abgestumpfte Publikum keine Fragen mehr haben sollte. Letztendlich besitzt die Produktion den Trumpf, dass sie sein Produkt mit einem gewissen Humor versieht, welcher nicht in den Dialogen zu finden ist, sondern viel mehr in der Geschichte birgt. Einzig das Finale entspricht nicht dem Gesamten. Dieses passt wegen dem „Hollywoodende“ so gar nicht zum Rest.


    Fazit:


    Der Hauptcharakter des Roger Brown könnte sogar aus der Feder eines Quentin Tarantino stammen, so abgehoben und überzeichnet ist diese Figur. Das Drehbuch bedient sich ähnlicher Raffinessen, und ändert gewollt und häufig aus Laune die Richtung. Nie darf sich der Betrachter sicher sein, HEADHUNTERS durchschaut zu haben. Denn immer wenn dies der Fall ist, schlägt Morten Tyldums Werk zu, und überrascht erneut. Schön wieder einen Film zu sehen, der so gar nicht in das sonst handelsübliche „Schema F“ passt.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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Userkritiken

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"Headhunters" gilt als Geheimtipp unter den jüngsten, schwarz-humorigen Filmen aus Skandinavien. Jedoch hat er auch beinharte Konkurrenz von mittlerweile Klassikern wie "In China essen sie Hunde"; "Adam's Äpfel"; "Dänische Delikatessen" oder "Flic...

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geschrieben am 16.11.2015 um 18:41

Das die Norweger, Dänen und Schweden mit kleinem Budget gute Filme abliefern können haben sie schon oft bewiesen. Auch dieses Jahr haben sie wieder einen guten Streifen gedreht. Mit ihrem typischen nordischen Humor. So betrat die Filmcrew 2011 auch...

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geschrieben am 18.08.2011 um 10:12

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ø Wertung: 8/10 | Wertungen: 14 | Kritiken: 2

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