My Week with Marilyn

  • Informationen zum Film
  • My Week with Marilyn

  • Originaltitel:
    My Week with Marilyn
    Genre:
    Biographie, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    20.04.2012
    Kinostart Deutschland:
    19.04.2012
    Kinostart USA:
    23.12.2011
    Verleiher Österreich:
    Luna Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Ascot Filmverleih
  • Inhalt
  • THIS STORY DESCRIBES A MIRACLE


    Obwohl die Eltern strikt dagegen sind, möchte der frischgebackene Oxford Absolvent unbedingt zum Film. Aber nicht als Darsteller, viel lieber wäre ihm eine Arbeit hinter der Kamera. Um es einfach seiner Familie zu beweisen, und zu zeigen dass er es auch ganz alleine schaffen kann, stellt sich Colin Clark ( Eddie Redmayne ) bei einer angesagten Produktionsfirma vor. Zu Beginn wird er ignoriert, aber eben durch seine Hartnäckigkeit für Sir Laurence Olivier ( Kenneth Branagh ) tätig zu werden, schafft es der Dreiundzwanzigjährige einen kleinen Job als dritter Regieassistent zu ergattern. Am Filmset von DER PRINZ UND DIE TÄNZERIN wird der fleißige junge Mann immer mehr ins Geschehen involviert. Auch die Hauptdarstellerin Marilyn Monroe ( Michelle Williams ) hat ein Auge auf Colin geworfen. Obwohl sie mit ihrem Gatten Arthur Miller ( Dougray Scott ) erst kurz verheiratet ist, und sie mit ihrem Engagement als Darstellerin genug um die Ohren hat, umgibt sich Marilyn viel lieber mit  dem hübschen Neuling. Aber auch Colin, der mit der Ankleidungsgehilfin Lucy ( Emma Watson ) etwas am Laufen hat, ist nicht abgeneigt mit einem Star wie Marilyn Monroe etwas Zeit zu verbringen. Es folgt für ihn eine Woche mit Marilyn, die er in seinem Leben nie mehr vergessen wird.

  • Filmkritik
  • ES GESCHAH NACH EINER WAHREN BEGEBENHEIT


    Im Sommer 1956 reiste der Hollywoodstar Marilyn Monroe zum ersten Mal auf die britische Insel. Grund der Reise war Sir Laurence Olivier, der einen Filmmagneten für sein neuestes Projekt brauchte um seiner eigenen Karriere als Filmemacher und Darsteller wieder den nötigen Schups zu geben. THE PRINCE AND THE SHOWGIRL entstand damals unter fragwürdigsten Umständen. Denn Marilyn Monroe zeigte sich am Set wenig interessiert. Zu den Dreharbeiten kam sie entweder viel zu spät oder gleich gar nicht. Sie konnte sich keinen Text merken, und ihre Schauspielerei war von keiner professionellen Natur. Colin Clark kam tatsächlich frisch aus Oxford und jobbte während seines sechsmonatigen Aufenthalts am Filmset als einfacher Produktionsassistent. Konsequent schrieb er seine Erlebnisse in ein Tagebuch, welches er 40 Jahre später unter dem Titel THE PRINCE, THE SHOWGIRL, AND ME veröffentlichte. Dieses Buch beinhaltet im Wesentlichen die Probleme am Set, sowie seine Erlebnisse als kleiner Anges  tellter. Die sechs wichtigsten Tage in seinem Leben fehlten aber, und waren im Buch nicht vorhanden. Erst Jahre danach enthüllte Colin mit der intimen Fortsetzung MY WEEK WITH MARILYN die wahre Geschichte seiner magischen Woche.


    Sir Laurence Olivier: „I think directing a movie is the best job ever created, but Marilyn has cured me of ever wanting to do it again.“


    Regisseur Simon Curtis ist ein Filmemacher der in seinem Schaffen knapp 20 Produkte inszenierte. Trotzdem ist MY WEEK WITH MARILYN sein Debüt als Kinoregisseur. Wie dies möglich ist? Simon arbeitete bislang ausschließlich für das Fernsehen und investierte sein Können in Mini Serien und TV Movies. Simon konnte sich glücklich schätzen als er die Rechte bekam, immerhin liebte er Colins Memoiren. Ihm schwebte sofort eine ausgewogene Geschichte vor, die verschiedene Genres wie dramatische, komödiantische, sowie musikalische Elemente beinhalten. Für die Hauptrolle war Michelle Williams die absolut erste Wahl. Sie selbst hatte Zweifel ob sie der Rolle überhaupt gewachsen ist. Aber Simon zerstreute ihre Vorbehalte, indem er der Schauspielerin erklärte, dass der Film im Gesamten nicht nur um ihre Person handelt, sondern auch andere Charaktere einen wesentlichen Beitrag leisten müssen.


    MY WEEK WITH MARILYN wird den Vorstellungen des Regisseurs durchaus gerecht. Alle wichtigen Kriterien erfüllt dieser leichte Film mit seinen ernsten Momenten mit Bravour. Im Grunde wird dieser Film als eine Komödie gezeigt, der aber in den speziellen Sequenzen durchaus auch als Drama durchgehen könnte. Die musikalischen Teile hätte das Werk eigentlich gar nicht gebraucht, aber da es so gut zu Marilyn passt, stören jene Passagen auch nicht wirklich. MY WEEK WITH MARILYN schafft es hinter die Schablone dieser großen Künstlerin zu blicken, und stellt diese Kultfigur dadurch in ein ganz anderes Licht. Wir wussten im Grunde alle, dass Marilyn nicht die Ikone war, als welche sie in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. Aber wie verletzlich sie war, und wie wenig sie ihrem Status gerecht werden konnte, dies zeigt dieser Film auf eine qualitativ hochwertige Weise. Auch wird deutlich dass Marilyn am Höhepunkt ihres Schaffens sehr mit Drogen oder Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, und  „Verlässlichkeit“ für sie ein Fremdwort war.


    „Why do the people I love always leave me?“


    Obwohl Filmemacher Simon Curtis die Verantwortung von Michelle Williams etwas nehmen wollte, steht und fällt MY WEEK WITH MARILYN mit ihr. Die Schauspielerin macht vor allem in den Passagen, indem sie die „schwache Marilyn“ spielen musste, hervorragend. Die andere Seite aber, indem die starke und der Sachlage gerechte werdenden Marilyn zum Vorschein kommt, da wirkt Michelle ein wenig so, als wäre die zu spielende Person etwas zu groß geraten. Vielleicht hat man hier auch nur die „echte“ Marilyn zu sehr im Kopf, und die Übertragung auf die Schauspielerin funktioniert dadurch nur bedingt. Aber des Öfteren bekommt man das Gefühl, dass sich Michelle beim Dreh selbst nicht ganz so sicher war. Trotzdem, und trotz aller Umstände darf diese Performance als erstklassig angesehen werden, wenngleich ein Oscar für die beste weibliche Hauptrolle, immerhin ist Michelle nominiert, ein wenig zu viel des Guten wäre. 


    Zählt man die positiven Dinge in einem Absatz zusammen, dann kommt der Zuseher auf ein schönes Endergebnis. Neben der maßgebenden Leistung der Protagonistin muss als allererstes die grandiose Handhabung des restlichen Ensembles genannt werden. Vor allem Kenneth Branagh als Sir Laurence Olivier hat sich die ebenfalls erhaltene Oscar Nominierung mehr als verdient. Aber auch Eddie Redmayne als Colin, Julia Ormond als Vivien Leigh oder Judi Dench als Sybil Thorndike tragen gewinnbringend zum Gesamten bei. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass die Filmmusik von Conrad Pope auf einfühlsame Weise mit der Thematik umgeht. Die Klavierpassagen, diese werden im Übrigen von Lang Lang gespielt, unterstreichen vor allem die sensiblen Seiten des Films. Alexandre Desplat hat ebenfalls seine Finger mit im musikalischen Spiel. Er komponierte „Marilyn`s Theme“ extra für diesen Film. Über den Memoirenschreiber Colin Clark und den Filmemacher Simon Curtis wurde schon genug geschrieben. Beide sind mi  t ihrem Schaffen für den schönen Erfolg mitverantwortlich.


    Fazit:


    MY WEEK WITH MARILYN ist kein Film der mit einer Schwere behaftet ist. Vielmehr zeigt sich dieses Werk mit einer ungeahnten Leichtigkeit, und wird mit Sicherheit auch von Komödien Liebhabern gemocht. Simon Curtis hat bei seinem Kinofilmdebüt alles richtig gemacht. Er konnte mit dem Tagebuch vieles anfangen und hat dem Ganzen eine schöne Atmosphäre gegeben. Seine Darsteller durften dieser Produktion ebenfalls ihren Stempel aufdrücken. Michelle Williams läuft in den meisten Sequenzen zur Höchstform auf. Nur in wenigen Fällen ist ihre Unsicherheit ein wenig spürbar. Dies sollte aber kein Hinderungsgrund sein MY WEEK WITH MARILYN auszulassen. Dieses Werk sollte wegen den schönen Bildern, den nicht weniger attraktivem Flair, und den schon besprochenen Argumenten auf jeden Fall im Kino konsumiert werden.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 3 | Kritiken: 0

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