J. Edgar

  • Informationen zum Film
  • J. Edgar

  • Originaltitel:
    J. Edgar
    Genre:
    Krimi, Biographie, Geschichte, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    20.01.2012
    Kinostart Deutschland:
    19.01.2012
    Kinostart USA:
    11.11.2011
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt
  • J. Edgar hatte über Jahrzehnte alles für sein Land getan, nur um eine Person zu werden die geliebt und geehrt wird. Hoover gründete 1912 eine professionelle Polizeieinheit, die bis heute für Schlagzeilen sorgt. Das FBI unter J. Edgars Führung war für die Festnahme von Al Capone verantwortlich. Zudem war er durch die Todesmeldungen von Bonnie & Clyde in aller Munde. Seine Vorgehensweise galt als konsequent, und seine Feinde ließ er bis zum letzten Atemzug verfolgen. Trotz seiner Erfolge schaffte es J. Edgar nicht, dass ihn sein Land liebt. Er wurde respektiert, aber er erlangte nie die Popularität, die er sich wünschte. Die Politik, und all die Personen im Scheinwerferlicht achteten Hoover, denn von einem Jeden kannte er diverse Geheimnisse, die er geschickt zu benutzen wusste. Aber auch er selbst hatte ein Geheimnis, jenes er bis zum Tode im Jahre 1972 verbarg. J. Edgar Hoovers Homosexualität wurde bis heute nicht endgültig bewiesen.


    „THE BLOOD IS ON YOUR HAND EDGAR“

  • Filmkritik
  • Vor allem im letzten Jahrzehnt wurde es modern, einen Film über berühmte Persönlichkeiten zu inszenieren. Da sich qualitative Biopics ( Biographic Pictures ) aus finanzieller Sicht meistens lohnen, sind sie gegenwärtig zum fixen Bestandteil in der Kinolandschaft geworden. Nun hat sich die einstige Ikone der amerikanischen Macho Schauspieler, und mittlerweile zur Legende gewordene Clint Eastwood einem solchen angenommen. In seinen jungen Jahren startete Clint seine Laufbahn als Filmregisseur vermehrt mit Western. EIN FREMDER OHNE NAMEN ( 1973 ), DER TEXANER ( 1976 ), PALE RIDER ( 1985 ) und ERBARMUNGSLOS ( 1992 ) sind nur einige Stationen in seiner Filmographie. Danach öffnete Clint sein Spektrum und inszenierte auch in andere Richtungen. Lobenswert erwähnt könnten an diesem Punkt Werke wie MYSTIC RIVER ( 2003 ), MILLION DOLLAR BABY ( 2004 ), DER FREMDE SOHN ( 2008 ) und GRAN TORINO ( 2008 ) werden, die allesamt mit gewichtigen Preisen ausgezeichnet wurden. Zuletzt drehte Clint Eastwood mit HEREAFTER – DAS LEBEN DANACH einen Film, der in Europa fälschlicherweise zu wenig Beachtung bekam.


    „BASED ON A TRUE STORY“


    Eastwoods Stil hat sich in den letzten Jahren etabliert. Seine filmische Sprache ist eine sehr dezente, und eine behutsame Ruhige geworden. Oft schreibt der Hollywoodstar auch den Soundtrack für seine Produktionen selbst. Auch hier geht der 71 Jährige sehr sorgfältig mit jeden einzelnen Ton vor, sodass seine Musik als minimalistisch bezeichnet wird. Aber wie kaum ein anderer Filmemacher schafft damit Clint eine eindringliche Stimmung und sorgt mit seine Licht und Schattenspiele ein enormes Flair. In J. EDGAR bleibt er seiner Stilistik absolut treu. Detailliert und mit Fingerspitzengefühl löst er den etwas trockenen Stoff eines Mannes, der geliebt und verehrt werden wollte. Wieder sind es seine typisch kahlen Farben und die exakte Beleuchtung die den Kinogänger in die typische Welt eines Clint Eastwood entführt.

    Es ist eine logische Folge, dass ein jeder Film von der Hollywoodlegende im Kampf um den begehrten Oscar mitmischen wird. Aber welche Kategorien hätten den goldenen Kerl auch wirklich verdient. Aus subjektiver Sicht hat die Sparte MAKE UP die größten Chancen. Es ist unglaublich wie realistisch die Maskenbildner aus einem Leonardo DiCaprio einen über 70 jährigen J. Edgar Hoover zaubern können. Aber auch das Make Up für seinen besten Freund Clyde ( Armie Hammer ) und seiner Sekretärin Miss Gandy ( Naomi Watts ) sind von allererster Güte. Obwohl die Konkurrenz bei den MÄNNLICHEN HAUPTDARSTELLER in diesem Jahr enorm ist, könnte auch Leonardo DiCaprio hier ein gewichtiges Wörtchen mit plaudern. Der Schönling bietet als J. Edgar Hoover seine beste Performance seit WHAT`S EATING GILBERT GRAPE. Und für den wurde er schließlich mit einem Oscar belohnt. In den Kategorien REGIE und BESTER FILM wird Clint Eastwood mit Sicherheit nominiert. Ob er sich gegen seine Gegner auch durchzusetzen vermag, bleibt eher zweifelhaft.


    J. EDGAR HOOVER hat das FBI über viele Jahrzehnte geleitet. Daher war es den Verantwortlichen nicht möglich in der Lauflänge von 137 Minuten alles Essenzielle unterzubringen. Viele wichtige Stationen auf Hoovers Lebensweg wurden zwar detailliert geschildert. Einiges aber wurde nur peripher behandelnd, und Unzähliges so gut wie nicht erwähnt. Was aber dieser Produktion gelang ist ein Gefühl zu übermitteln. Und zwar jenes welches J. EDGAR in den Momenten verspürt in denen er bemerkt, dass er niemals die Ehre und die Popularität erlangen wird, die ihm aus seiner Sicht gebührt. Bei diesen Sequenzen handelt es sich ohne Zweifel um die stärksten und intensivsten Augenblicke im Film.

    Fazit:
    Clint Eastwood hat mit J. EDGAR HOOVER wieder ein qualitativ hochwertiges Produkt abgeliefert. Wenn sich dieses Biopic auch dank den immens vielen Dialogszenen, und den schon erwähnten trockenen Stoff ein wenig lang anfühlt, so verliert er das Wesentliche nie aus den Augen. Clint`s Stilistik ist und bleibt mit das Beste was Hollywood zu bieten hat.


    J. Edgar Hoover:
    „Ich muss Ihnen nicht sagen, dass das Vermächtnis eines Mannes oft auf etwas beruht, was man nicht sieht.“
  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Bestellen bei:
    Jetzt auf Amazon bestellen

BILDER ZUM FILM

Komentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Userkritiken

Userkritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Clint Eastwood zählt zu den ganz grossen in Hollywood. Und dies nach einer langjährigen Kariere wohl auch zurecht. In den 50er Jahren begann er mit der Schauspielerei. Sein erster grösserer Film war Tarantula, in dem er einen kleinen Auftritt hatt...

Weiterlesen...

geschrieben am 24.01.2012 um 10:38

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 7,6/10 | Wertungen: 13 | Kritiken: 1

Anzeige

Weitere Trailer

Anzeige