Ich bin Nummer Vier

  • Informationen zum Film
  • Ich bin Nummer Vier

  • Originaltitel:
    I Am Number Four
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart Österreich:
    17.03.2011
    Kinostart Deutschland:
    17.03.2011
    Kinostart USA:
    18.02.2011
    Verleiher Österreich:
    Walt Disney Studios
    Verleiher Deutschland:
    Walt Disney Studios
  • Inhalt

  • John sieht aus wie der perfekte Junge von nebenan. Doch genau das ist er nicht. Er kommt vom Planeten Lorien, welcher kurz vor seiner Geburt zerstört wurde. Insgesamt konnten neun Kinder noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Zum derzeitigen Standpunkt lebt John mit seinem Beschützer Henri versteckt an der Küste Floridas. Doch als er einen brennenden Schmerz an seinem Bein verspürt ist es an der Zeit zu fliehen. Durch jeden neuen Schmerz am Bein bleibt eine Narbe. Und jede Narbe beweist den Flüchtigen dass wieder ein ehemaliger Bewohner des Planeten getötet wurde. Bislang zählt er drei solcher Wundmale. Und er ist Nummer Vier! So schnell sie können packen John und Henri ihre Habseligkeiten zusammen und fliehen in eine unbekannte Zukunft. Dicht auf ihren Fersen sind bösartige Mogadoris, die ihre Aufgabe in der Vernichtung der neun Überlebenden sehen. Mit neuen Identifikationen taucht der Überlebende samt Aufpasser im relativ kleinen Städtchen Ohio unter. Nur langsam können sich die beiden ihrer Lage einigermaßen sicher sein. Bekanntschaften zu schließen oder gar neue Freunde zu finden fällt unter dieser Belastung schwer. Doch das ändert sich allmählich als John an seiner neuen Schule die hübsche Photographin Sarah kennenlernt.
  • Filmkritik

  • Wenn der Interessierte die Filmographie des Regisseurs D.J. Caruso durchblättert, wird er erkennen dass der Filmemacher nach mehreren Episoden für diverse TV Serien sehr wohl auch Filme für Erwachsene inszenierte. THE SALTON SEA aus dem Jahre 2002, TAKING LIVES ( 2004 ), oder TWO FOR THE MONEY ( 2005 ) mit Al Pacino in der Titelrolle, stammen aus dieser Zeit. Es muss ein Umdenken stattgefunden haben, denn ab DISTURBIA ( 2007 ), dem DAS FENSTER ZUM HOF für Jugendliche, dreht D.J. Produktionen für die etwas jüngere Zielgruppe. Auch EAGLE EYE ( 2008 ) schlägt in die gleiche Kerbe. Wieder wurde ein Produkt für Kinogeher unter 18 Jahre gemacht. Nun, und dies dient wohl zum endgültigen Beweis, kommt mit I AM NUMBER FOUR ein Film in die Kinos, der perfekt zur TWILIGHT Generation passt. Schließlich soll der neuentdeckte Markt auch ziemlich ertragreich sein. Nur leider hat das Team um D.J. Caruso wohl die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn die rund 60 Millionen Dollar teure Produktion schaffte es in den Staaten nicht über die 50 Millionen Marke.

    „Wenn man eine normale Lebenssituation in einer Mythologie aus einer anderen Welt verankert und dazu noch einen entrechteten Charakter hat, der sich nach Liebe und einem normalen Leben gleichermaßen sehnt, dann entsteht dadurch ein Mix aus all jenen verschiedenen dramatischen Elementen, die einen aufregenden Film ausmachen.“ – D.J. Caruso, Regisseur

    Auch Produzent Michael Bay war, nachdem er das Skript zum ersten Mal las, hin und weg von der für ihn interessanten Geschichte. Außerdem sollte es ein neuartiger Dreh in einem klassischen Konzept werden. Nun, nach dem Betrachten von ICH BIN NUMMER VIER wird sich vermutlich bei vielen ein zwiespältiges Gefühl einstellen. Denn im Grunde wurde dieser Film solide inszeniert. Aber trotzdem stimmt irgendetwas nicht, sodass ein unwohles Gefühl bleibt. Zunächst entwickelt sein Inhalt jedoch einen gekonnten Spannungsbogen der eine unheimliche Stimmung in das Gesamte bringt. Auch der weitere Verlauf der ersten Stunde bleibt für die Zielgruppe ein kurzweiliger Thriller, der im Grunde wenig falsch macht. Aber allmählich schleicht sich ein Verdacht ein der sich in weiterer Folge bestätigen wird. Als sich der Protagonist vom fremden Stern immer mehr der Photographin nähert, merkt man die Parallelen zur TWILIGHT Saga. Die Ähnlichkeiten des Konzepts werden immer mehr deutlich. Zudem führt auch der Inhalt in die gleiche Schiene. Denn diese Story ist, so sieht es zumindest aus, für mehrere Teile gemacht. So gesehen gibt es auch keinen wirklichen Schluss. Viel zu erkenntlich wird, dass man auf gute Einspielergebnisse gehofft, und die Verantwortlichen es somit ihrem großen Vorbild nachgemacht hatte.

    Zwar hatten die Geldgeber satte 60 Millionen zur Verfügung gestellt. Diese finanziellen Mittel wurden aber vor allem in die relativ gelungenen Effekte gesteckt. Da blieb nicht mehr viel um namhafte Hollywoodgrößen zu engagieren. Dieses Problem wurde geschickt umschifft, indem sie neben den einzigen „Namen“ Timothy Olyphant ( HITMAN ) einige frische Talente in die Besetzungsliste nahmen. Alex Pettyfer als John gilt schon jetzt als ein aufstrebender Darsteller in Amerikas Filmmetropole. Er ist in Besitz eines markanten Gesichtes und wird vermutlich in der Zukunft die Frauenherzen im Sturm erobern. Dianna Agron, sie verkörpert Sarah, ist als Quinn Fabray in GLEE zu sehen. Teresa Palmer als Nummer 6 konnten Filminteressierte schon in THE SOCERER`S APPRENTICE bestaunen. Gemeinsam ergeben sie einen gelungenen Cast und beweisen, dass nicht unbedingt teure Namen von Nöten sind.

    Fazit:
    Leider hat man als Kinobesucher während des Sehens immer das Gefühl dass etwas nicht stimmt. Und dies obwohl der Film im Gesamten gut funktioniert, manchmal richtig spannend, meist unterhält, und immer kurzweilig bleibt. Vielleicht sollten die Verantwortlichen nicht so viel Konzepte abkupfern, und beginnen eigene Brötchen zu backen. Mit „weniger“ auf das junge Zielpublikum blicken und eventuelle Fortsetzungen außeracht lassen, hätte man vermutlich wesentlich mehr erreicht. So bleibt ein solide gemachter Thriller übrig, den man wegen den recht guten Effekten und den sehenswerten Drehorten schon auf großer Leinwand verfolgen sollte.

  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
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Userkritiken

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Teenie-Alien-Romantik-SciFi mit netten Effekten, guter Action, jedoch kein Genre-Highlight. Eine Fortsetzung wünsche ich mir jedoch trotzdem.

geschrieben am 08.04.2012 um 12:28

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ø Wertung: 7,4/10 | Wertungen: 12 | Kritiken: 1

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