Frozen - Eiskalter Abgrund

  • Informationen zum Film
  • Frozen - Eiskalter Abgrund

  • Originaltitel:
    Frozen
    Genre:
    Thriller, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2010
  • Inhalt
  • Dan Walker und Joe Lynch kennen sich schon seit Geburt, und sind seit jenen Tagen beste Freunde. Vieles ihrer knapp bemessenen Freizeit wird mit Gemeinsamkeit gestaltet. Dazu zählt auch der regelmäßige Ausflug zum Mount Hamilton, auf dem ihre Tauglichkeit mit Schiern intensiviert werden soll. Die gemeinsame Freude wird mit Dans Mitbringsel ein wenig getrübt. Denn Parker, die kontrollsüchtige Freundin, ist reine Anfängerin. Und den Hügel hinab überwindet sie mehr im Liegen als auf dem Brett. So ist es weniger erstaunlich dass es die Drei nur auf vier Abfahrten gebracht haben, als allmählich die Dämmerung einbricht. Nur noch einmal hinauf um ein letztes Mal den Hang hinunter zu düsen. Lynch, Dan und letztendlich auch Parker überzeugen den unterbezahlten Sesselliftverantwortlichen, dass er die drei freundlich Fragenden noch einmal mit dem Lift nach oben lässt. Los geht’s, hineingesetzt und mit Tempo beginnen sie ihr letztes Abenteuer. Sie können nicht ahnen, dass dieser Sessellift Minuten später aus unerklärlichen Gründen abgeschaltet wird, und sie einige Meter über der Schipiste für die die nächsten Stunden, wenn nicht Tage hilflos hängen werden…

  • Filmkritik
  • Leave the chairlift or freeze to death.


    Die Aussichten auf eine Rettung sind nicht gerade rosig. Der Strom, der den besetzten Lift nach oben bringen sollte, wurde durch den letzten noch verbliebenen Mitarbeiter abgeschaltet, noch bevor die Protagonisten einen sicheren Boden unter den Füßen haben. Die Dämmerung ist der unendlichen Finsternis gewichen. Die Kälte ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil ihrer misslichen Lage. Was tun, wenn man viele Meter über der Piste hängt, und weit und breit keine Menschen mehr zu sehen sind. Hilfeschreie verebben in der gewaltigen Natur. Abzuwarten, und positive Gedanken an eine mögliche Rettung zu hegen, das wäre naiv. Selbst etwas dagegen zu unternehmen, sich der brenzlichen Situation nicht vollkommen zu ergeben, das ist die Devise der drei mutigen Protagonisten. Geht sich ein Sprung nach unten aus? Wären die durch den Sturz entstehenden Wunden zu groß um in das rettende Tal zu gelangen? Und wie sieht es oben aus? Könnte man sich über das tragende Stahlseil zu einem Metallträger hanteln?

    Regisseur Adam Green spinnt über das Gesamte eine durchaus interessante Geschichte. Er lässt sich, und uns dem Publikum Zeit, die drei Charaktere wirken zu lassen. Allmählich und auf talentierte Weise schafft es der 35 jährige Amerikaner mit Dramatik die essenziellsten Stellen zu markieren. Jene Sequenzen sind intensiv, spannend, und erklären die hohe Altersfreigabe. Die Gefahren entspringen nicht aus hungrigen Monstern, blutleeren Zombies, oder aus tagscheuen Vampiren. Nein, hier ist die Natur mit all seinen natürlichen Einflüssen der eigentliche Gegner. Und dieser Widersacher kann ohne geringste Mühe mit all jenen miesen Gestalten mithalten.

    Leider, möglicher Weise ist dieser Aspekt auf die geringe Budgetierung zurückzuführen, schleichen sich einige mächtige Logiklöcher ein. Ohne vom Verlauf zuviel zu verraten zu wollen. Aber man wäre mit ein wenig Nachdenken mit Sicherheit auf Lösungen gestoßen, die für einen positiveren Ablauf gesorgt hätten. Der Besucher wird sich diese Frage nach den Fehlversuchen der Titelhelden fragen, warum man es nicht auf andere Weisen versucht hätte. Die fehlende Kreativität seitens der Drehbuchschreiber dahingehend, schmälert doch den Gesamteindruck. Also, will der Betrachter mit einem guten Gefühl diesen Film verlassen, kann dieser Tipp mitgegeben werden. Bloß während dem Zusehen nicht mitdenken. Sich einfach von der intensiven Dramatik, und nicht zuletzt von der gewaltigen Natur berieseln lassen, dann steht ein kleiner, und ein meist gutgemachter Thriller ins Haus.

    Hmmm, smell that mountain air. You know what it smells like?... Cancer


    Harmonisch gestaltet sich die darstellerischen Leistungen der Protagonisten mit der handhabe des Regisseurs. Hervorzuheben sind die wirklich gut eingesetzten Perspektiven der Kamera und der exakt passende Soundtrack. Ein weiterer Pluspunkt kann eben wegen den geringen finanziellen Mittel gar nicht hoch genug angerechnet werden. Denn sehr viel Zeit verbringen die Hauptdarsteller sehr gedrängt auf dem Sessellift. Und trotz dieser Enge die keinerlei Möglichkeiten bieten, entstehen interessante Dialoge, die nicht langweilig werden. Dazu passt auch die Mischung mit den Versuchen sich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Die Abgewogenheit zwischen den langsamen, und mit Dialogen behafteten Szenen, und den intensiven schnelleren Passagen ergeben ein rundes Gesamtes.

    Fazit:

    FROZEN wird es kaum in die Bestenlisten des Jahres aufscheinen. Aber ist man Wagnisse allgemein nicht abgeneigt, und versucht es mal und an mit einem Film, von dem man bis dato noch nichts gehört hat, dann ist FROZEN vermutlich die richtige Wahl.
  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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Ein kleiner GeheimTipp^^ ...wirklich Spannend und gut gemacht ... 8/10 Pkt!

geschrieben am 11.12.2011 um 22:35 Uhr #1

 

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ø Wertung: 7,2/10 | Wertungen: 13 | Kritiken: 5

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