Leaves of Grass

  • Informationen zum Film
  • Leaves of Grass

  • Originaltitel:
    Leaves of Grass
    Genre:
    Komödie, Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart USA:
    17.09.2010
  • Inhalt
  • Der Philosophie Professor Bill Kincaid ( Edward Norton ) ist auf der Universität ein allseits gefragter Mann. Auch den Frauen ist sein geschickter Umgang mit den Worten nicht verborgen geblieben. Jung und Alt lieben einfach den sympathischen Kerl. Aufgewachsen in Oklahoma führt er abseits seiner Familie, die er im Zorn verlassen hat, ein sorgenfreies Leben. Bis er eines sonnigen Tages die Nachricht vom Tod seines Bruders erfährt. Brady Kincaid ( Edward Norton ), der den Drogen nie abgeneigt war, soll ermordet worden sein. Obwohl Bill seinen Zwillingsbruder schon Jahre nicht mehr gesehen hat, entschließt er nach Hause in seine alte Heimatstadt zu fliegen. Kaum angekommen wird er mit dem eigentümlichen ländlichen Leben konfrontiert. Bolger ( Tom Blake Nelson ), Bradys bester Kumpel, holt den Professor vom Flughafen ab und chauffiert ihn nach Hause. Überraschung, der Bruder ist gar nicht tot. Der hat es mit diesem tragischen Vorwand geschafft Billy endlich wieder bei sich zu haben. Aber es scheint ihm nicht um familiäre Belange zu gehen. Vielmehr braucht er ihn als Bodydouble für einen Coup. Brady hat so enorme Schulden beim Paten, welche er in seinem verkorksten Leben nie mehr zurück bezahlen kann. Daher überlegte Brady Alternativen, und beschließt in Endeffekt Pug Rothbaum ( Richard Dreyfuß ) zu töten. Dazu braucht er aber seinen Zwilling. Denn dieser soll hierbei als Alibi dienen, und zur Zeit des Mordes sichtbar in der Stadt bleiben. Erst verweigert Billy seine Mithilfe. Aber schon bald wird er erfahren, dass man Brady keinen Wunsch abschlagen kann…

  • Filmkritik
  • Wem der Name Tom Blake Nelson geläufig ist, der wird ihn unweigerlich mit Schauspielerei in Verbindung bringen. In knapp 50 Filmproduktionen hat dieser bereits mitgewirkt. In Filmen wie DONNIE BRASCO ( 1997 ), O BROTHER, WHERE ART THOU ? ( 2000 ), MINORITY REPORT ( 2002 ), MEET THE FOCKERS ( 2004 ) oder THE INCREDIBLE HULK ( 2008 ) durfte er sein Konterfei präsentieren. Als Filmemacher ist Tom weitaus weniger bekannt, obwohl es sich hier immerhin schon um die sechste Arbeit handelt. Für die Massen werden EYE OF GOD ( 1997 ), KANSAS ( 1998 ), O ( 2001 ), THE GREY ZONE ( 2001 ) oder HASKETT`S CHANCE ( 2006 ) unbekannt sein, aber die Kritiker wissen seine Tätigkeiten wohl zu schätzen.

    Will man LEAVES OF GRASS einem Genre unterordnen, könnten unter Umständen Schwierigkeiten auftreten. Viele “ Elemente” aus einer Komödie, einer Love Story, eines Unterhaltungsfilms, sowie eines Drogen und Gangsterfilm, als auch Teile aus einem Thriller, beinhaltet dieses Werk. Die Dialogsequenzen plus die daraus entstehende Situationskomik, lassen erkennen, dass sich der Regisseur hier ein wenig an die Coen Brüder orientiert. LEAVES OF GRASS beweist Humor, ist ein wenig überdreht und völlig skurril. Das umschweifende vorstädtische Flair, die etwas naiv dargestellten Ortsansässigen, und nicht zuletzt die mit Countrysongs ausgestattete Filmmusik, tragen wesentlich zur wohltuenden und “ländlichen” Stimmung bei.

    Edward Norton, der in LEAVES OF GRASS gleich beide Brüder verkörpert, trägt mit Leichtigkeit dieses Produkt. Er beweist wieder einmal dass er zu den Großen des Filmbusiness gehört. Die Rolle als Uni Professor wurde eher konventionell angelegt. Den Part als rauschgiftsüchtiger und mit Drogen dealender Hinterwäldler mit einer “speziellen” Aussprache, war mit Sicherheit wesentlich schwieriger zu bewerkstelligen. Hier kann der Betrachter vollends sein Talent konsumieren. Für Kinobesucher die den Film im Original sehen werden, denen sei gesagt, dass nur die perfekt englisch sprechenden Zuseher alles verstehen werden. Der Slang der beizeiten in Oklahoma benützt wird, zusammengesetzt mit dem schnell gesprochenen Wort, kann ehrlich gesagt, nicht von dieser Welt sein.

    Obwohl dieser Streifen mit Edward Norton ausreichend besetzt wurde, konnten noch weitere namhafte Darsteller ihre Schauspielkunst zeigen. Beginnend mit dem Regisseur des Filmes, der sich selbst ein größere Nebenrolle zugesprochen hat. Tom Blake Nelson spielt als Bolger einen der Ortsansässigen aus voller Überzeugung. Genüsslich in einer wirklich feinen Rolle darf Richard Dreyfuss den Paten Rothbaum verkörpern, der vordergründig viel für die Stadt tut, aber im Geheimen die Fäden der Kriminalität zieht. Melanie Lynskey, welche als Rose in TWO AND A HALF MEN zu einer gewissen Berühmtheit kam, darf sich als Freundin von Brady agieren. Und nicht zuletzt mimt Susan Sarandon die Mutter der Zwillinge. Schade dass gerade für sie das Drehbuch nichts Bewegendes zu bieten hatte.

    LEAVES OF GRASS ist, wenn der Zuseher alles Revue passieren lässt, ein wirklich witziger Unterhaltungsfilm geworden, der durch die vorstädtische Gegend einen besonderen Touch bekommt. Zudem hält er in seiner Geschichte einige Überraschungen parat, mit dem so manche beim Sehen nicht rechnen werden. Tatsächlich erinnert der Film während den Dialogszenen an diverse Filme der Coen Brothers, was ja immerhin auch ein Qualitätsnachweis darstellt. Und zuletzt beweist Regisseur Tom Blake Nelson dass er als Filmemacher mindestens ebenso überzeugen kann, wie als Schauspieler.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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