A Serbian Film

  • Informationen zum Film
  • A Serbian Film

  • Originaltitel:
    Srpski film
    Genre:
    Thriller, Erwachsene, Horror, Drama
    Produktionsland:
    Serbien (Republik)
    Produktionsjahr:
    2010
  • Inhalt
  • In der Vergangenheit konnte Milos als Pornostar gutes Geld verdienen. Diese Zeiten sind jedoch vorbei, da er seit seiner Hochzeit mit Maria gesitteter und völlig monogam lebt. Ein mittlerweile fünfjähriger Sohn namens Stefan entsprang aus ihrer Zweisamkeit. Nur ohne Verdienst kann man keine Familie ernähren. Als eine ehemalige Berufskollegin Layla vom finanziellen Desaster erfährt, stellt sie den Arbeitslosen einen Job in Aussicht. Er solle sich mit dem einflussreichen Porno Mogul Vukmir treffen. Dieser ist auf der Jagd nach neuen Möglichkeiten, und sucht dafür den geeigneten Darsteller. Als sich die beiden zum ersten Mal begegnen bietet der Porno Regisseur Vukmir seinen kommenden Schauspieler ein Angebot an, jenes kaum abgelehnt werden kann. Milos mitsamt seiner Familie soll bis ans Ende ihres Lebens finanzielle Unterstützung bekommen, sodass sie ein sorgenfreies Dasein fristen können. Milos würde diesen Vertrag sofort unterschreiben, wäre da nicht ein kleiner Haken. Er darf vorab als Darsteller nichts vom Inhalt erfahren. Dadurch würde seine Performance intensiver und ehrlicher. Wegen der drohenden Armut entschließt sich Milos widerwillig den Vertrag zu unterzeichnen….

  • Filmkritik
  • Horrorfreaks bezeichnen ihn als Film, auf den sie in diesem Jahr am sehnsüchtigsten gewartet haben. Gegner werden ihn, schon bevor sie ihn überhaupt gesehen haben, ultimativ vernichten. Der Unterschied, so haben wir es gelernt, ist zwischen Kunst und Schund nur sehr gering und des Öfteren schwer erkennbar Nun, was ist dran an den zahlreichen Gerüchten die vorab in diversen Filmforen kursieren. Was kann A SERBIAN FILM wirklich. Steckt tatsächlich eine Idee dahinter, oder kann er gar politisieren? Oder will er, wie es viele schon besser wissen, nur provozieren? Die Verantwortlichen haben sich beim realisieren dieses Werkes mit Sicherheit etwas dabei gedacht. Der politische Aspekt und auch der realitätsnahe Alltag in Serbien hängt wie ein Damokles Schwert über dem Gesamten. Reine Provokation, nur um so ihren Film zu vermarkten, kann also ausgeschlossen werden. Ist es also Kunst? Ist es begründbar warum hier reihenweise Tabus gebrochen werden? Wir werden es hier an Ort und Stelle ergründen.

    Regisseur Srdjan Spasojevic ist ein völliger Neuling in der Filmszene. A SERBIAN FILM ist sein Erstlingswerk als Filmemacher, Drehbuchautor und Produzent. Und egal ob dieser Film “gefällt” oder ob man ihn nach dem Sehen verdammen wird. Aufgefallen ist er damit auf jeden Fall. Aufsehen hat er mit seinem Debütfilm erlangt wie kein Anderer zuvor. A SERBIAN FILM ist eine Gradwanderung von einem kritischen Statement, der sowohl auf politische Diskrepanzen, als auch auf die finanzielle Misere, in welche das Land gegenwärtig steckt, hinweist, bis hin zum absoluten Schund, der alle moralische Schranken umschifft. Hier wird vor nichts halt gemacht. Das Auge des Betrachters wird Dinge beobachten, das es in Filme jeglicher Art noch nicht gesehen hat. Das Gefühl bleibt aber, sogar bei den abscheulichsten Szenen, auf der Strecke. Die Sequenzen sind derart kalt inszeniert, sodass das Gezeigte auf dem gefühlsmäßigen Bereich versagt. Als Monica Belluci in IRREVERSIBLE minutenlang vergewaltigt wird, zog dem Betrachter ein Schauer über den Rücken, so unangenehm war das Hinsehen. In SALO hält diese schwer drückende Sinnesempfindung über die gesamte Lauflänge an. In A SERBIAN FILM werden die ungemütlichen Stellen ohne bleibenden Eindruck zur Kenntnis genommen. Für das Auge ist das Gezeigte zugegeben schrecklich. Für den Gemütszustand kann diese Aussage nicht getätigt werden.

    Aus stilistischer Sicht gibt es für ein Produkt dieser Preisklasse wenig zu bemängeln. Die Kamera weist sich als durchaus nützlich aus und wählt je nach Intensität seinen Rahmen. Der Schnitt fällt in eine ähnliche Kategorie, wenngleich hier ein paar Fehler mehr erkennbar waren. Der Soundtrack hingegen ist schwer verdaulich und nur etwas für Technofreaks. Am besten kann sich die Beleuchtung in Szene setzen. Hier wird mit wenig Licht und viel Schatten so etwas wie Atmosphäre erschaffen. Die Darsteller agieren ebenfalls auf einen beachtlichen Niveau. Bleibt es am Regisseur hängen, den man seine Unerfahrenheit ansieht. Zwar hat er es geschafft wegen der tristen Lage in seiner Heimat ein Zeichen zu setzen. Und zudem wirkt A SERBIAN FILM trotz allem kritisch. Aber mit seinem “Unter allen Umständen auffallen, egal um welchen Preis” hat er sich selbst ins Fleisch geschnitten.

    Fazit:

    Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Dieser Erkenntnis werden sich jene unterziehen, die schon ihre Vorschußlorbeeren ausgebreitet haben. Denn egal wie schlimm etwas zum Ansehen ist. Wenn es kaum berührt, dann hat man letztendlich seine Wirkung falsch eingesetzt, und mit Sicherheit vieles nicht richtig gemacht.

  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    1,0
    Unterhaltung:
    1,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Bestellen bei:
    Jetzt auf Amazon bestellen

Komentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Userkritiken

Userkritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Geiler Streifen für Fans der härteren Gangart.
Macht aber nur Uncut 'Sinn', den Cut ist "SAW" härter.

7,00/10

geschrieben am 22.02.2013 um 13:37

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 6,4/10 | Wertungen: 21 | Kritiken: 1

Anzeige

Anzeige