Giallo

  • Informationen zum Film
  • Giallo

  • Originaltitel:
    Giallo
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsländer:
    USA, UK, Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    2009
  • Inhalt

  • Wenn über Turin die Finsternis herein bricht, fährt ein scheinbar unauffälliges weißes Taxi durch die Gegend. Es hält nicht Ausschau nach Gäste die gegen Bezahlung von A nach B gebracht werden wollen. Vielmehr sucht der mysteriöse Lenker nach attraktiven weiblichen Opfern, die er zu sich nach Hause entführen, verunstalten, und danach töten will. Als Celine, ein hübsches langhaariges Model, nach getaner Arbeit so schnell wie möglich in ihr Hotel will, schließlich ist ihre ältere Schwester gerade in der Stadt angekommen, ist sie auf der Suche nach einem Taxi. Und ein scheinbar unauffälliges weißes Fahrzeug hält vor dem wartenden Model und gewährt ihr Eintritt. Schnell bemerkt Celine, dass der Weg bestimmt nicht zur ihrem Zielpunkt führt. Erst versucht sie auf den Lenker einzureden. Als zu ihrem Leidwesen keine Reaktion seitens des Fahrers kommt, und die Richtung noch immer die Falsche ist, erkennt Celine, dass ihre Chancen zu fliehen nicht gerade gut stehen. Als Linda vergeblich auf ihre Schwester wartet, beschließt sie bei der heimischen Polizei eine Vermisstenanzeige zu tätigen. Schnell wird sie an einem Mann verwiesen, der sich schon seit geraumer Zeit mit einem Serienmörder beschäftigt. Inspektor Enzo Avolfi lauscht den verzweifelten Worten der älteren Schwester. Als sie ein Telefonat erwähnt, das Celine aus einem Taxi geführt hatte, wurde er hellhörig. Schnell bringt er diese Ausführungen mit seinem Fall in Verbindung, und ihm wird klar das sein Serienmörder wieder zugeschlagen hat.

  • Filmkritik

  • In Genrekreisen zählt Regisseur Dario Argento spätestens seit PROFONDO ROSSO ( 1975 ) als der Stilist unter den Filmschaffenden. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, die in den 70ern und 80ern vermehrt auf Gewalt setzten, war Darios Engagement im künstlerischen Bereich zu finden. Mit seinem Farbenspiel, der klaustrophobischen Atmosphäre, und den unverkennbaren Klängen von Lieblingsband Goblin, wurden Werke wie TENEBRE, PHENOMENA oder OPERA zu unvergesslichen Klassikern. 1977 begann sich Dario Argento einer Thematik zu widmen, die eine Geschichte über drei Mütter aus dem 11. Jahrhundert erzählt. In SUSPIRIA ( 1977 ) startet die Trilogie mit der Ersten, der ältesten der drei Mütter; Mater Suspiriorum ( Mutter der Seufzer ). Bereits drei Jahre später inszeniert Dario mit INFERNO ( 1980 ) Teil Zwei, die sich mit der Jüngsten und gleichzeitig grausamsten aller Mütter beschäftigt; Mater Tenebrarum ( Mutter der Finsternis ). Weitere, unglaubliche 17 Jahre später wurde der Dritten, der Schönsten im Bunde, die Ehre zuteil. MOTHER OF TEARS ( 2007 ) behandelt die Geschichte von Mater Lachrynarum ( Mutter der Tränen ). Dario Argento schloss eine weitere Fortsetzung, die den Umgang aller drei Mütter beleuchten soll, nicht aus. Auch ein Prequel wird zu dieser Materie vermutet.

    Diese obige Einleitung wurde der MOTHER OF TEARS Kritik entnommen um noch einmal zu verdeutlichen, mit welchem Mann wir es hier zu tun haben. Welch unglaubliche Klassiker ein Dario Argento in seinem langjährigen Schaffen ans Tageslicht brachte. Doch diese Zeiten des Glanzes sind lange vorüber. Spätestens mit dem letztem Werk ( MOTHER OF TEARS ) verspielte er bei seinen Fans jeglichen Kredit. Nun versucht sich der in die Jahre gekommene „Altregisseur“ mit GIALLO nochmals, um an vergangene Erfolge anzuschließen. Und um eines sofort vorwegzunehmen. Den Versuch, einen brauchbaren Horrorfilm abzuliefern, kann der Zuseher des Öfteren erkennen. Bei Zeiten taucht wieder ein Hauch von Atmosphäre anno dazumal auf. Und so verworren und schlecht inszeniert wie MOTHER OF TEARS ist GIALLO ebenfalls nicht. Aber auch wenn eine kleine Steigerung zu erkennen ist, darf der Betrachter noch lange von keinem „guten“ Film sprechen. Zu viele Fehler sind in der Umsetzung des schon schwachen Drehbuchs vorhanden. Das filmerische Niveau befindet allerhöchstens auf einem Level mittelmäßiger TV Produktionen. Der Umgang mit den Darstellern klappt nur oberflächlich. Dies führt dazu, dass namhafte Akteure wie Adrien Brody oder Emanuelle Seigner eher befremdlich als professionell wirken. Zudem tritt ein Umstand in Kraft der niemals vorfallen sollte, aber in GIALLO des Öfteren vorkommt.

    Die unfreiwillige Komik ist ein stichhaltiges Indiz für einen mäßigen Film. Denn, wenn es ein Regisseur nicht schafft seine Vorstellungen zu realisieren, und seine Szenen „anders“ auf den Betrachter wirken als sie sollten, dann hat der Filmemacher etwas Grundlegendes vermasselt. So geschehen in Dario Argentos GIALLO. Wenn eine Geisel, welche bloß die Hände vor dem Bauch und zudem an den Beinen gefesselt ist, es nicht versteht aufzustehen, um an eine der Scheren und Messern zu gelangen, die zahlreich im Raum liegen. Wenn ein Psychopath beim Foltern wegen seinen Locken und rotem Stirnband extrem an RAMBO erinnert. Und wenn nicht zuletzt die Nebenrollen mit völlig unbegabten Darstellern gespickt werden, dann tritt diese unfreiwillige Komik auf. Der Filmliebhaber, der Dario einst sehr verehrte wird sich bei Sichtung dieser Szenen nicht wohl fühlen. Ein Mitleidgefühl plus ein Fremdschämen könnten sich einstellen.

    Die inszenatorische Handhabe sollte nicht weiter erwähnt werden. Die Kamera versteht ab und an sein Handwerk. Hierbei wurde sich etwas dabei gedacht. Ungewöhnliche Einstellungen, die zwar spärlich gesät aber trotzdem vorhanden sind erzeugen eine horrorähnliche Stimmung, die GIALLO im Gesamten nicht zur Gänze versinken lassen. Auch die Licht und Schattenspiele der Beleuchtung funktioniert ganz gut. Von Farbenspiele früherer Argento Werke sind wir aber noch weit entfernt. Der Soundtrack dagegen passt sich das Niveau des Regisseurs an. Sie erzeugt kaum so etwas wie Atmosphäre und erinnert ebenfalls an eine herkömmliche TV Produktion. Das Skript kann getrost als ein absolutes Desaster eingestuft werden.

    Fazit:

    Als Liebhaber alter Dario Argento Klassiker bleibt zu hoffen dass der Altmeister nun zur Rente geht, oder es noch einmal schafft einen soliden Horrorfilm aus dem Hut zu zaubern. Zweiteres sollte angesichts dieser zwei letzten Werke aber eher angezweifelt werden.

  • Wertungen
  • Story
    1,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    2,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
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ø Wertung: 2,3/10 | Wertungen: 3 | Kritiken: 0

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