The Road

  • Informationen zum Film
  • The Road

  • Originaltitel:
    The Road
    Genre:
    Thriller, Abenteuer, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    08.10.2010
    Kinostart Deutschland:
    07.10.2010
    Verleiher Österreich:
    Stadtkino
    Verleiher Deutschland:
    Central Filmverleih
  • Inhalt

  • In naher Zukunft ist unsere Welt eine andere, eine erschreckende Welt geworden. Nur wenige haben die Apokalypse überlebt. Die gesamte Tierwelt und alle Pflanzen wurden mit einem Schlag unserer Erde entzogen. Die letzten Überlebenden haben längst all ihre Vorräte aufgebraucht. Und brauchbares Holz für kalte Wintertage gibt es längst keines mehr. So entschließt sich der Vater wegen der anstehenden kalten Jahreszeit, gemeinsam mit seinem Sohn, das eigene Heim aufzugeben und Richtung Süden zu wandern. Treibstoff gibt es ebenfalls keinen mehr, und so bleibt den beiden Verbliebenen nichts übrig als ihre Reise zu Fuß anzutreten. Doch der lange Weg entlang der Küste birgt immense Gefahren in sich. Wegen dem fehlenden Lebensmittel wurden viele Überlebende zu Kannibalen, die nichts und niemanden fürchten um an ihr Fleisch zu gelangen. Der Vater ist in Besitz einer Pistole um sich und seinen Sohn so gut wie möglich zu schützen. Allerdings sind zwei Patronen die letzten, die er noch zur Verfügung hat. Möglicher Weise könnte er auch damit einen endgültigen Schlussstrich ziehen, und die Waffe gegen sich selbst und seinem Sohn richten….
     
  • Filmkritik

  • “Everything depends on reaching the coast. I told you I would do whatever it takes.“

     
    THE ROAD zeigt eine Welt in der ein lohnendes Leben fragwürdig erscheint. Über die Jahre haben sich die Lebensumstände drastisch verändert. Hoffnung auf einen besseren Lebensstandart liegt nur im Ziel ein etwas wärmeres Gefilde zu erreichen. Die Hoffnung, wieder eine normale Nahrung aufzunehmen, oder einen dahingehenden Wiederaufbau betreiben zu können, stirbt mit jedem Tag ein Stückchen mehr. Die Kraft hat sie schon längst verlassen, nur der Überlebensdrang hat den Beiden noch kein abruptes Ende gesetzt. Der Vater verschleiert wegen seinem Sohn diese Ausweglosigkeit, und gibt sich daher doch etwas positiver als sich der Allgemeinzustand darstellt. Trotz der widrigen Lebensumstände kommt noch hinzu, dass ihr Leben in jeder Sekunde in Gefahr ist. Denn viele Überlebende haben sich zusammengeschlossen um nach Nahrung zu suchen. Die ausweglose Situation hat sie längst zu Kannibalen gemacht, und so gehen sie sehr wohl auch auf Menschenjagd. Dass ein kleiner Junge für sie ein gefundenes Fressen wäre, kann als Tatsache angesehen werden.

    “How many people do you think are still alive? In the world? Not very many.“


    Regisseur John Hillcoat stößt den Zuseher ohne jegliche Vorkenntnisse mitten ins Geschehen. Er lässt nur in den ersten Sekunden des Filmes eine Farbenpracht, wie wir sie kennen, erstrahlen. Aber sofort wird man mit der kläglichen Existenz konfrontiert, die konsequent durch das Programm führt. Lange Einstellungen und ebensolche Dialogsequenzen geben THE ROAD zusätzlich seine besondere Wirkung. Der Zuseher wird im Verlauf dieses Filmes immer mehr mit seiner ausweglosen und daher depressiven Stimmung erdrückt. Und, so wie die Protagonisten keinem Happyend begegnen, verlieren auch wir uns in einer bedrückten Schwermut. Diese Zeilen müssen, auch wenn sie pessimistisch klingen mögen, unbedingt positiv aufgenommen werden. Denn so schwer THE ROAD auch auf den Schultern lastet, und wie sehr er auch auf das Gemüt schlägt, so kraftvoll und unvergesslich bleiben seine Bilder. Dieses futuristische Drama ist mit einer tief greifenden Realistik behaftet, und erhebt auf exorbitante Weise den Finger der Moral. Wie lange bleibt man Mensch wenn er langsam verhungert, und ab welchen Stadium dürfen die “ normalen “ Attitüden abgelegt werden, um tierische Triebe nach außen zu kehren. Die Verantwortlichen verweisen sehr deutlich auf diese Thematik ohne aber den eben Benannten auf die Schuldigen zu zeigen.

    “We are not gonna quit. We are gonna survive this.“


    Seien wir doch mal ehrlich. Für viele Filminteressierte war Viggo Mortensen doch bislang bloß der Typ aus der HERR DER RINGE Saga. Viele wissen gar nicht in welch hervorragenden Produktionen er mitwirkte. Einen bleibenden Eindruck hinterließ der 52 Jährige New Yorker, nur um zwei Beispiele aufzuzählen, in David Cronenbergs A HISTORY OF VIOLENCE und EASTERN PROMISES. Zweiterer brachte ihm sogar eine Nominierung bei den Oscars ein. Aber trotzdem sein Bekanntheitsgrad wegen der “ Hobbit Trilogy “ wuchs, und er sein Status seit den Cronenberg Produktionen einer A Kategorie zuordnen kann, wird seine Performance in THE ROAD diejenige sein, die der Kinofan für immer im Gedächtnis behalten wird. In John Hillcoats THE ROAD spielt Viggo Mortensen die Rolle seines Lebens! Dabei gebraucht es keine großen Mimiken, oder ein theatralisches Overacting. Es sind auch keine waghalsigen Stunts oder Actionsequenzen, in dem Viggo sein Talent beweisen kann. Vielmehr sind es die kleinen Dinge die berühren und seine Schauspielkunst im hellen Licht erstrahlen lassen. Hier wird zu keine Millisekunde sichtbar dass ein Darsteller agiert, ein Schauspieler seine Rolle nur spielt. Man glaubt ihm alles was er sagt, wie er blickt, und nicht zuletzt, wie er lebt. Es gibt eine Handvoll Künstler, die diese Kunst so realistisch zur Schau stellen können und seinem Charakter in jener Art seinen Atem einhauchen. Viggo Mortensen gehört dank THE ROAD mit zur absoluten Elite in dieser Branche!


    Fazit:

    THE ROAD gibt einen erschüttenden Einblick wie es realistisch gesehen, nach der Apokalypse aussehen könnte. Der Film stellt die Frage nach der Sinnhaftigkeit in einer Welt zu existieren, in der alles Lohnenswerte von uns gegangen ist. Des Weiteren thematisiert dieses Drama moralische Grundsätze, die in derartigen Situationen durchaus gestellt werden. Insgesamt Ist THE ROAD simpel ausgedrückt ein ganz großes Kino. Es vermittelt Gefühle die in dieser Intensität nur ganz selten verspürt werden. Die Bildgewalt und seine Stilisierung drücken exakt jene Stimmung aus, die dem Zusehenden vermittelt werden soll. THE ROAD ist das genaue Gegenteil von einem Good Feel Movie, aber trotz allem einer der gesehen werden muss, und danach garantiert nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen ist.

    THE ROAD startet am 23. Dezember 2010 in Österreich mit einer einzigen Kopie. Weitere Informationen inklusive Beginnzeiten findet ihr unter www.stadtkinowien.at
  • Wertungen
  • Story
    4,5
    Musik:
    4,0
    Anspruch:
    4,5
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
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Userkritiken

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Sehr düsteres, postapokalyptisches Gesellschaftsdrama, welches auf dem Bestseller Corman McCarthys ("No Country for old Men") beruht.

Düster ist die Geschichte, düster ist auch die Inszenierung, es herrschen dunkle, gräuliche Farben vor, die ...

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geschrieben am 12.10.2012 um 20:22

Endzeitfilme sind immer wieder mal ein Besuch im Kino Wert. So hatten es letztens gleich ein paar von diesen Filmen. Book of Eli, mit einem wunderbaren Denzel Washington in der Hauptrolle. Auch die Kulisse wie die Story konnte durchaus überzeugen. S...

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geschrieben am 25.07.2011 um 14:03

Der Weltuntergang, wurde schon oft verfilmt.


Ein Vater mit seinem Sohn reist durch eine zerstörte Welt. Er versucht ihn auf ein Leben in einer Postapokalypse vor zu bereiten.


„The Road“ ist ein sehr Düsterer und Melancholischer Film, ...

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geschrieben am 24.07.2011 um 20:07

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ø Wertung: 8,3/10 | Wertungen: 16 | Kritiken: 3

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