Star Trek

  • Informationen zum Film
  • Star Trek

  • Originaltitel:
    Star Trek
    Genre:
    Action, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2009
    Kinostart Österreich:
    08.05.2009
    Kinostart Deutschland:
    07.05.2009
    Kinostart USA:
    08.05.2009
    Verleiher Österreich:
    Paramount Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Paramount Pictures International
  • Inhalt
  • Ein mysteriöses, finsteres Ungetüm taucht aus heiterem Himmel in der dunklen Leere des Weltraums auf. Dieser mechanische Gigant verlangt Persönlichkeiten, die bis zu diesem Zeitpunkt keineswegs solche waren. Niemand kennt jenen gesuchten vulkanischen Diplomat und dessen modernes Raumschiff. Brachial verfolgt der unerbitterliche Nero, Kapitän jenes Monstrum, seinen Rachefeldzug – doch ist dabei der Geschichte Jahre voraus. In diesen Minuten wird erst ein gewisser James Tiberius Kirk geboren, der noch nicht ahnen sollte, was für eine Legende er werden würde. Zwanzig Jahre nach diesen Ereignissen trifft ein Vulkaner mit menschlichem Blut auf jenen wilden Unhold. Ratio trifft auf den ungezügelten Trieb. Spock auf Kirk …
  • Filmkritik
  • Nach über 40 Jahren Kultstatus, nach 5 verschiedenen Serien und 10 Filmen ist es nun endlich soweit: Von Fernsehgenie J. J. Abrams inszeniert erfahren die Fans der Kultreihe Star Trek endlich, wie alles begann. Trekkies dieses Universums, vereinigt euch!

    You know, traveling through time, changing history... that's cheating.


    J. J. Abrams ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Nachdem der Fernseh- und Filmemacher mit Alias seinen ersten großen Hit landen konnte, wurde er schnell zu einer Ikone der globalen Medienlandschaft. Doch was sich der zweifache Emmy-Gewinner hier vornahm, sprengt sichtlich sein bisheriges Schaffen. In ähnlicher Manier, wie der Titelheld seines neuesten Werks die Geburt mitten in der größten und letzten Schlacht seines Vaters erlebt, widerfährt auch dem Mythos dieses Science-Ficiton-Epos ein radikalen Anfang. Er ist schnell, wild und brachial. Längst vergessen sind die Tage der braven Standkamera, welche die glatten, schönen Fassaden der Enterprise in Szene setzten. Mit Star Trek gelang Abrams sicherlich sein bisher bestes, filmisches Werk. Die neue Enterprise ist nicht mehr jenes Gebilde aus blitzblank geputzten Requisiten, denen man ihre Irrealität förmlich ansehen kann. Nun geht es in dieser Galaxis richtig schmutzig zu. Die Maschinenräume des Raumschiffs erinnert nun an ein Fabrikgelände, die Raumschlachten sind nicht mehr bloße Schachspiele und auch die Hülle des Gefährts hat schon manch eine Schramme abbekommen. Doch am meisten überzeugt der Regisseur mit seiner Stilistik selber. Hart und unerbittlich sprengt der Visualist die Szenerie in seine Fragmente. Insbesondere die raue Lichtgestaltung lässt das Herz eines jeden Filmzuschauers in die Höhe springen. Die roten Warnsignale schneiden die Leinwand in Zwei. Das scharfe Blau durchdringt das Medium bis in seine Einzelteile. Der Film braucht kein plakatives Blutspritzen, ihm genügen die feurigen Lichtstrahlen, um eine Gewaltorgie der Sonderklasse zu suggerieren. Stilistisch ist Star Trek ein freudiges, visuelles Fest der Sinne. Doch, um dieses ferne Ziel zu erreichen, geht der Regisseur wortwörtlich über Leichen. Jene Statisten der diegetischen Schlachten sind uns herzlichst egal, aber am Straßenrand jenes harten Weges findet sich der wesentlich traurigere Verlust: Die ihren Wunden erlegene Logik. Keineswegs werfe ich dem Filmemacher hier vor, die Regeln der naturwissenschaftlichen Realität in Escher-Manier nach seinem Geschmack zu krümmen und drehen. Immerhin lebt das Genre per se von den Übertretungen jeglichen Gesetzmäßigkeiten. Doch die Eigenschaft, welche Abrams schon in seiner Drehbucharbeit zu Armageddon unter Beweis stellte, wird in Star Trek zum Programm erhoben. Der Regisseur will nicht eine kausale Handlung schildern, als er vielmehr regelrecht die Dramatik seiner Geschichte provoziert. Von der ersten Minute an wünscht sich der Regisseur Tragik und Herzzerreißen, eckt in jeder Sekunde an der Gefühlswelt des Zusehers an. Mancher Auditoriumsbesucher wird dieses erzwungene theatralische Getue mögen, doch vernichtet sich Abrams hier schlussendlich die Möglichkeit einen Geniestreich des Genres zu schaffen.

    Doch dies ist nur Meckerei auf hohen Popcornnivaeu. Abrams’ Star Trek ist in erster Linie eines: Ein genüsslicher Fanboy-Film für seine riesige Anhängerkultur. Eine Referenz jagt die Nächste. Gerade die Schauspieler sind einfach nur erstklassig für dieses Verfahren eingesetzt worden. Zachary Quinto, der dem jungen Vulkaner Spock seinen Körper leiht, ist eine wahre Offenbahrung. Äußerlich und auch in seiner Gestik und Mimik sind der Schauspieler und seine Präsenz in dem Film eine einzige Hommage an die kultige Darstellung von Leonard Nimoy, dem der gewiefte Filmemacher gerne das letzte Wort verleiht. Die meisten der anderen Darsteller müssen sich hinter dieser wahren Größe reihen. Sie werden zu humorvolle Staffagen in einem Re-Enactment des Kults, um den Geist jener Reihe wiederzuerwecken. Selbst der scheinbar zunächst in den Vordergrund gestellte Protagonist, dargestellt von Chris Pine, kann niemals jene auratische Ausstrahlung von Quinto entwickeln. Ein Grund, warum teilweise auch das dramatische Duell zwischen Kirk und Spock dazu verdammt ist schlussendlich in den Sand zu laufen – aber im Gegenzug der Humor der pfiffigen Dialoge bei dem Zusammenspiel ins Unermessliche treibt. Die Freude des Fans erreicht dann schließlich seinen Höhepunkt, wenn in den Credits die unendlichen Weiten des Weltraums an dem Zuschauer vorbeiziehen und langsam vertraute Klänge das Gehör erreicht. Die Freudentränen kullern aus den funkelnden Fanäuglein.

    Fazit:
    Der einfallsreiche Abrams erfindet mit Star Trek zwar den Warp-Antrieb nicht neu, jedoch gelingt ihm ein sehr unterhaltsames Sci-Fi-Spektakel, welches besonders das Fanherz in den neunten Galaxis-Himmel katapultiert.

    Live long, and Prosper.
  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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„Der Weltraum unendliche Weiten…“ Wir alle kennen wohl dieses Zitat und wie es weiter geht. Doch lange Zeit war es still im Kino um die Abenteuer einer Crew der Enterprise. Doch 2009 gab es einen neu Anfang. Die Abenteuer von Kirk und Spock un...

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geschrieben am 09.05.2013 um 11:17

STAR TREK - niemals war ich interessiert, was diese Filme anbelangt. Ich fand die Figuen irgendwie immer lächerlich und da Science Fiction allgemein kein Genre ist, mit dem ich mich stark beschäftige weil es mich nicht sonderlich interessiert, sind...

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geschrieben am 17.08.2011 um 10:29

J. J. Abrams hat sich bei seinem "Star Trek" Film größte Mühe gegeben, ihn sowohl für Fans als auch für Neueinsteiger interessant zu machen. Der Film beginnt mit Kirks Geburt, zeigt dann Kirk und Spock als Kinder und geht erst dann zu den gewohn...

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geschrieben am 25.07.2011 um 01:18

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ø Wertung: 8,4/10 | Wertungen: 34 | Kritiken: 3

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