Der Ja-Sager

  • Informationen zum Film
  • Der Ja-Sager

  • Originaltitel:
    Yes Man
    Genre:
    Komödie, Romanze
    Produktionsländer:
    USA, Australien
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    20.02.2009
    Kinostart Deutschland:
    19.02.2009
    Kinostart USA:
    17.12.2008
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt
  • Carl versteckt sich vor dem Leben. Tag ein, Tag aus erdrückt ihm die ewig gleiche Routine, an die er sich aber schon längst gewöhnt hat. Als er aber sogar die Feier anlässlich der Hochzeit seines besten Freundes verpasst, kündigt auch dieser sein Verhältnis mit dem Pessimisten. Wachgerüttelt von dem schockierenden Akt entschließt Carl ein Seminar zu besuchen, welches sein Leben verändern würde. Die „Sekte“ um dem optimistischen Terrence Bundley hat sich einem Wörtchen gänzlich verschrieben: JA. Carl müsse nun zu jeder Möglichkeit, die sich für ihn eröffnet Ja sagen. Eine tief greifende Entscheidung, die Freude, Trauer und vor allem Leben bringt …
  • Filmkritik
  • YES – It’s the new No


    Ein Mensch, der sich weigert zum Leben Ja zu sagen, kann überhaupt nicht leben. Der Grad von diesem ist vielmehr ein verlängerter Sterbeprozess. Die Komödie Yes Man verwandelt nun einen jener „No-Men“, jener Deserteure des Kampfes gegen den Tode, in einen wahren Menschen. In Jim Carrey.

    In den letzten Jahren ist es ein wenig still um das Genie der Grimassen geworden. Hat Carrey zu Beginn seiner Karriere in den 90ern gerade durch die Gabe der Verbiegsamkeit seines Gesichtes große Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, negiert er in den letzten Jahren die Existenz jener Blödelkomödien fast gänzlich. Der Comedian stolzierte mit erhobenem Haupte durch die Gänge der Tragödie. Er hatte es satt, aufgrund seines komödiantischen Talents als Unterdarsteller angesehen zu werden. Er bewies mit Filmen wie Eternal Sunshine of the Spotless Mind oder The Man on the Moon, was für eine bombastische Schauspielkapazität hinter dem Gummigesicht verborgen liegt. Gekonnt verbindet er sein komödiantisches Geschick mit einer dramatischen Gestik und Mimik. Zwar zeigte er hierauf in dem skurrilen Lemony Snicket's A Series of Unfortunate Events erneut sein charmant groteskes Talent, doch auch diese Performance war weit entfernt von den kultigen Anfängen. Mit Yes Man meldet er sich in der Tradition von Der Dummschwätzer und Co zurück. Und sein Spiel hat nicht ein Fünkchen von der charmanten Skurrilität in den letzten Jahren einbüßen müssen. Die Odyssee des Ottonormalverbrauchers zu einem optimistischen Lebensenthusiasten ist eigentlich Jim Carrey auf den Leib geschrieben worden. Seine Dummheiten und Missgeschicke bringen, ohne dabei in ein abgrundtiefes Niveau zu verfallen, auch den letzten Zuschauer zum Lachen. Gerade in dieser Atmosphäre, dem Kinosaal, ist Der Ja-Sager einfach nur perfekte Unterhaltung: Gummigesicht Carrey schneidet jede erdenkliche Grimasse und bringt das gesamte Auditorium zum ekstatischen Wiehern. Die eine Reihe steckt die Nächste an. Der Nachbar steckt den Seinigen an. Und Jim Carrey steckt sowieso alle an. Ein wunderbares Lacherlebnis.

    Dass Carrey nicht im Alleingang jene gigantische Freude in dem Zwerchfell der Zuschauerschaft hervorrufen kann, ist spätestens seit der misslungenen Pseudokomödie Fun with Dick and Jane bekannt. Es war klar: Ein Routinee müsse her, der vermag auch die Albernheiten des Protagonisten auf das Zelluloid zu bannen. Die Produzenten entschieden sich für den Komödienexperten Peyton Reed. Jener Regisseur bewies schon in seiner Sixty-Screwball-Komödie Down with Love und der komödiantischen Romanze The Break-Up, dass unentdecktes Potential in seinen Bildern schlummert. Gerüstet mit einem charmanten Drehbuch, eine Riege der witzigsten Darstellern – vom genialen Terrence Stamp bis hin zu der britischen Zooey Deschanel – und natürlich mit dem King of Comedy besteigt er den Olymp des Humors – zumindest versucht er eben jenes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der Aufstieg ist steil und hart und Carrey kann nicht den ganzen Film auf seinen Schultern bis zu der Spitze tragen. So nimmt das Werk ab und an den gemütlicheren Umweg über einen Klischee-Pfad: Erleichterung für den Einfallsreichtum – Belastung der Originalität. So wird der packende Spaß von den Winden der Stereotypien immer wieder aufgehalten und aus der saukomischen Orgie der Lachmuskeln bleibt ein sehr witziger Film mit Jim Carrey übrig.

    Fazit:
    Jim Carrey is back! Nachdem das Grimassengesicht schlechthin leicht aus seinem Lieblingsgenre gerutscht war, meldet sich The King of Comedy in seinem Königreich zurück. Yes Man ist ein amüsanter Spaß, der ein wenig an Originalität leidet, aber dessen Protagonist mit seinen gekonnten Narrenheiten und einigen grotesken Einfällen den Zuschauer auf den Boden spielt. Tränen lachend wird er sich auf diesem wälzen. Spaß pur !
  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
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