96 Hours

  • Informationen zum Film
  • 96 Hours

  • Originaltitel:
    Taken
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller
    Produktionsländer:
    Frankreich, USA, UK
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    20.02.2009
    Kinostart Deutschland:
    19.02.2009
    Kinostart USA:
    30.01.2009
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Inhalt

  • Oft stand Bryan Mills ( Liam Neeson ) während seiner Berufstätigkeit “ IN THE LINE OF FIRE “. Weil der Job sehr zeitintensiv war, und seine Ehe auch wegen den Umständen zerbrach, gab er ihn auf um mehr für seine, bei der Mutter lebenden Tochter da zu sein. Während der beruflichen Karriere sind den Ex-Beamten viele Verbrecher untergekommen. Daher sorgt er sich immens um seine Tochter und übertreibt in seiner Vorsicht. Eines Tages lädt Töchterchen Kim ihren Vater in ein Cafe ein. Fröhlich über das Wiedersehen erfährt Bryan während des Gespräches, dass sie mit einer Freundin eine kulturelle Reise nach Paris plant. Erst verweigert der sorgvolle Vater die Absichten. Aber als die ehemalige Gattin, Kims Plänen Nachdruck verleiht, lässt sich Bryan erweichen und gibt nach. Aber er stellt so manche Bedingung die Kim, ohne lange nachzudenken, annimmt. Als sie aber schon das erste Zugeständnis, das sofortige Anrufen nach der Landung, nicht einhält, versucht der sorgenvolle Vater seinen Sprössling zu erreichen. Als die Tochter in dem gemieteten Apartment abhebt, und einen heiteren Ton anschlägt, scheint seine Welt noch in Ordnung. Unter dem Gespräch aber kippt dieses, denn Kim sieht aus dem Badezimmerfenster, dass ihre Freundin von irgendwelchen Männern gekidnappt wird. Bryan befiehlt ihr sich sofort unter einem Bett zu verstecken, und gibt ihr eindringlich zu verstehen, dass sie das Handy nahe zum Boden legen soll. Schon bald haben die Männer auch Kim gefunden und in ihre Gewalt gebracht. Als der Ex-Agent Atemgeräusche aus dem Telefon hört, ist er sich sicher einen Entführer am anderen Ende der Leitung zu haben. Es folgt folgender Monolog:

    "Ich habe keine Ahnung wer Du bist. Ich weiß auch nicht was Du willst. Wenn Du auf ein Lösegeld aus bist, muss ich Dich enttäuschen: ich habe kein Geld. Was ich aber habe, sind ein paar ganz besonders ausgeprägte Fähigkeiten, die ich mir in einer langen Karriere in der Unterwelt zugelegt habe. Fähigkeiten, die mich für Leute wie Dich zu einem Albtraum machen. Wenn Du meine Tochter jetzt frei lässt, soll’s das gewesen sein. Ich werde nicht nach Dir suchen, ich werde Dich nicht verfolgen. Aber wenn nicht, dann werde ich nach Dir suchen und ich werde Dich finden. Und ich werde Dich töten." ( Bryan Mills )

    Darauf vom Delinquenten nur ein abgehaktes “ GOOD LUCK “ zu vernehmen ist bevor die Leitung abrupt getrennt wird.


  • Filmkritik

  • Da der Regisseur Pierre Morel wegen seinem Status als Neuling noch nicht so interessant erscheint, verweisen wir auf den wesentlich bekannteren Mann der hinter der Produktion steht. Luc Besson, seines Zeichens Meisterregisseur von Filmen wie SUBWAY ( 1985 ), THE BIG BLUE ( 1988 ), NIKITA ( 1990 ), LÈON ( 1994 ), THE FIFTH ELEMENT ( 1997 ), ANGEL-A ( 2005 ) und der ARTHUR AND THE MINIMOYS Trilogie ( 2006 - 2010 ), verringert seine Tätigkeiten als Filmemacher um das Augenmerk auf das Schreiben von Drehbücher, und das produzieren diverser Filme zu legen. Und um den Übergang zu den beschreibenden Film zu finden ist Luc in 96 HOURS für Skript und das Finanzielle zuständig. Das als Schauplatz des Geschehens Paris gewählt wurde ist somit auch verständlich.

    Mit 96 HOURS, so der “ deutsche “ Titel, im englischen Original besitzt er den wesentlich besseren Namen TAKEN, ist den Verantwortlichen ein richtiger Überraschungscoup gelungen. Der Film stellt sich als zielstrebig, spannend, und absolut konsequent vor. Fast könnte man einen Vergleich in Sachten Intensität mit Bessons LÈON schließen, wenngleich der Weg dahin noch ein langer wäre. Aber dennoch bietet 96 HOURS dahingehend Unterhaltung pur. Die Geschichte die der Film beinhaltet ist nicht neu, Mel Gibsons KOPFGELD würde sich anbieten. Aber das attraktive Paris und der wesentlich brutaler vorgehende Hauptdarsteller verleihen ein differenzierteres Flair. Luc Besson bindet auch einen wichtigen Aspekt mit ins Programm, in dem er das immer aktuelle Thema Menschenhandel mit einbezieht.

    Obwohl es sich hier um eine rein französische Produktion handelt, wurden für die wichtigsten Charaktere, Hollywooddarsteller gewählt. Liam Neeson blüht in der Rolle als sorgenvoller Vater und zielstrebiger Ex-Agent auf, wenngleich ihn sein Part nicht überfordern kann. Aber seine rigorose Vorgehensweise und Kaltblütigkeit versetzen den Besucher in Erstaunen. Fast agiert er wie ein John McLane aus DIE HARD, dem ein Kugelhagel auch nichts anhaben konnte. Als ehemalige Gattin des Protagonisten stellt Ex-Bondgirl Famke Janssen ihr bekanntes Gesicht zur Schau. Sicher kann ihre Performance als solide bezeichnet werden, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt sie mit ihrem Schauspiel mit Sicherheit nicht. Das gilt auch für Maggie Grace, bekannt aus vielen LOST Folgen, deren Rolle als Tochter aus gutbürgerlichen Haus sie auf die gleiche Ebene setzt. Interessant nur das Maggie als 25 jährige Frau durch ihr junges Erscheinungsbild ohne Mühe eine 17 Jährige spielen kann.

    96 HOURS ist kein Werk jenes über die Schauspieler funktioniert. Auch ist es keines das man als Regiefilm bezeichnen könnte. Aber es ist mit Sicherheit eines welches durch seine Art unterhält. So manche Logiklöcher sollte man nicht zu ernst nehmen, und sich einfach amüsieren lassen. Der Film geht gut 90 Minuten ein ungeheures Tempo und bleibt ebenso lang spannend. Die Essenz Realismus dem das eigentliche Grundthema unterliegt, regt möglicherweise nach dem Film ein wenig zum Überlegen an. Diese Konstellation, addiert mit einer Brise französischen ( Besson ) Ambiente, ergibt einen durchaus sehenswerten Thriller.


  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
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Userkritiken

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Das Folgende habe ich mal bewusst überpitzt-provokativ formuliert.

3/10

Die drei Pünktchen gibts für den einen oder anderen nett choreographierten Shootout bzw. Kampfszene und die ordentliche Leistung Neesons. Wobei, dass sich so ein Charak...

Weiterlesen...

geschrieben am 12.10.2012 um 20:12

Ohne allzu große Erwartungen ging ich damals ins Kino um 96 HOURS zu sehen. Zeitgleich lief der Polit-Thriller "The International" mit Clive Owen und Naomi Watts und aus irgendeinem Grund beschloss ich, diese beiden Filme in eine Schublade zu stecke...

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geschrieben am 09.10.2011 um 16:30

Kritik: 96 Hours ist bis jetzt der schwächste Rachefilm, den ich je gesehen habe. An sich ist der Handlungsstrang gut aufgebaut und die Action- und Kampfszenen sind richtig geil. Aber ich hab mir bei so vielen Filmen gedacht: What the Fuck? Wie dumm...

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geschrieben am 24.07.2011 um 21:48

Jason Bourne als Famiien Vater.

Ein Ex-Spion, geschieden, einsam und alleine. Seine Tochter will nach Paris fliegen, er ist eigentlich dagegen, lässt sie aber dann doch fliegen. Sie wird entführt und er macht sich auf sie zu retten.

„Taken ...

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geschrieben am 24.07.2011 um 19:03

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ø Wertung: 8,4/10 | Wertungen: 77 | Kritiken: 4

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