Das Gesetz der Ehre

  • Informationen zum Film
  • Das Gesetz der Ehre

  • Originaltitel:
    Pride and Glory
    Genre:
    Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    23.01.2009
    Kinostart Deutschland:
    22.01.2009
    Kinostart USA:
    24.10.2008
  • Inhalt

  • Es ist Tradition das jeder Tierney Spross ein New Yorker Polizist wird. Darauf achtet Francis Tierney sr. ( Jon Voight ), Kommandant des Manhattan Departements, genau. Auf Ray ( Edward Norton ) ist der Vater besonders stolz, nennt er ihn doch des Öfteren “ The Brain “. Rays älterer Bruder Francis Tierney jr. ( Noah Emmerich ) hat neben den gefährlichen Dienst noch eine hoffnungslos krebskranke Frau namens Abby ( Jennifer Ehle ) zu pflegen. Und zuletzt versieht der Ehemann von Megan Tierney, verheiratete Eagan ( Lake Bell ), ebenfalls als Cop den Dienst. Doch Jimmy Eagan ( Colin Farrell ) ist im Gegensatz der Tierneys unbeherrscht, kompromisslos und außer Kontrolle.

    Als vier Polizisten während eines Einsatzes hinterhältig ermordet wurden, bittet Francis sr. seinen Sohn Ray die Ermittlungen zu führen. Erst winkt er ab um schließlich widerwillig den Fall zu übernehmen. Er fühlt sich dabei nicht wohl in seiner Haut, schließlich waren sein Schwager und sein Bruder als Befehlsführer der Toten mit involviert. Zu Beginn sieht sich Ray mit einer Routineuntersuchung konfrontiert. Während einer Razzia bei Drogendealer kam es also zu dem dramatischen Schusswechsel, in dem die vier Gesetzeshüter ihr Leben ließen. Umso tiefer er aber in den Fall taucht, umso verwirrender verhält sich die Sachlage. Als Ray erfährt, dass die Verbrecher kurz vor der Razzia von einem Polizisten aus eigenen Reihen gewarnt wurden, nimmt der Verlauf eine dramatische Wendung.


  • Filmkritik

  • Bislang stehen in der Filmographie des Regisseurs Gavin O`Connor Werke wie AMERICAN STANDOFF ( 1994 ), COMFORTABLY NUMB ( 1995 ), TUMBLEWEEDS ( 1999 ) und MIRACLE ( 2004 ). Das sind von den Namen her nicht unbedingt Filme, die der Kinoliebhaber auf großer Leinwand gesehen hat. Trotzdem hat er den Zuschlag für das Projekt bekommen. Hauptgrund für diesen Umstand ist mit Sicherheit jener, das Gavin gemeinsam mit Joe Carnahan ( Regisseur von SMOKIN` ACES ) für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Warum Gavin O`Connor auf die Idee kam, über eine Polizistenfamilie zu schreiben, ist folgender. Er stammt selbst aus einem Zweig, in denen die meisten männlichen Mitglieder als Cop ihren Dienst versehen. Daher weiß er selbst am besten, was “ dem Gesetz dienen “ bedeutet. Und den Zusammenhalt innerhalb einer Familie kennt er ebenfalls bestens aus der Eigenen.

    Der Filmemacher bietet nichts innovatives, aber bodenständiges. Gavin bringt ein Produkt auf den Markt, welches jede Menge Realismus und Nähe in sich birgt. Stilistisch ist PRIDE AND GLORY, so im englischem Original, ebenfalls ansprechend anzusehen. Seine Farben hält er meist in matten und rauen Tönen. Ein Blaustich ist des Öfteren ebenfalls zu erkennen. Leider wird Gavin von den “ bösen “ Filmemachern unserer Zeit angesteckt, denn verfällt er auch in dieses, - zu nah mit der Kamera am Geschehen zu drehen. Daher sind schnellere Sequenzen manchmal nicht exakt zu erkennen. Insgesamt betrachtet ist DAS GESETZ DER EHRE kein Film der in die Hall of Fame einziehen wird. Aber wegen seiner Ehrlichkeit zu den Sympathischen seines Genres zählt.

    Obwohl anerkannte Darsteller die Besetzungsliste zieren, können wir nicht unbedingt von einem Schauspielerfilm sprechen, da der Inhalt keine Helden zulässt. Auch die Dialoge werden so angeordnet, dass die Personen nicht herausragen können. Speziell Colin Farrell trifft diese Tatsache am meisten. Seine Performance wirkt, bis auf die finale Szene unterfordert, ja fast unscheinbar. Aber als Team funktionieren Edward Norton, Jon Voight. Colin Farrell und Noah Emmerich richtig gut. Fast wie eine Familie um wieder zum Hauptthema zu gelangen. Am Ende dieses Problems angekommen wird erwähnt, dass man beim Durchlesen des Staraufgebots, vor dem Betrachten des Films, die Erwartungshaltung wesentlich höher angelegt hatte. Und deshalb wird mit der Erkenntnis unweigerlich ein leicht fahler Geschmack haften bleiben.

    Im technischen Bereich gibt es wenig zu bemängeln. Bis auf die bereits erwähnte zu nahe Kamera, ist jedes Gebiet im überdurchschnittlichen Niveau zu finden. Der Schnitt setzt die Tempoveränderungen perfekt in Szene. Das Licht wird dem Genre Krimi insofern gerecht, weil die Verantwortlichen einige Stellen in dunkleren Räumen, oder auch während der Nacht, filmten. So entstand eine oft düstere Atmosphäre. Der Soundtrack ist von professioneller Natur, wenngleich er sich nie in den Mittelpunkt drängt. Zuletzt bleibt noch das Skript zu erwähnen. Obwohl in den Dialogszenen diverse Mängel erkennbar sind, ist die Geschichte als solches durchaus interessant. Der Inhalt des Drehbuches bietet selbst für 130 Minuten genug Stoff, sodass keine Langeweile entstehen kann.

    Fazit.

    Bei DAS GESTZ DER EHRE hat man im Gesamten betrachtet, mehr richtig als falsch gemacht. Trotzdem wäre bei einem spezielleren Regisseur und einem originelleren Dialogschreiber, wesentlich mehr möglich gewesen. Trotzdem ist ein Kinobesuch für Liebhaber von Kriminalfilmen empfehlenswert.


  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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