In 3 Tagen bist du tot 2

  • Informationen zum Film
  • In 3 Tagen bist du tot 2

  • Originaltitel:
    In 3 Tagen bist du tot
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    Österreich
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    25.12.2008
    Verleiher Österreich:
    Alegro Film
  • Inhalt
  • 18 Monate sind nach den schrecklichen Ereignissen in Ebensee vergangen. Nina ( Sabrina Reiter ), mit Mona ( Julia Rosa Stöckl ) die einzige Überlebende einer Clique, verließ fluchtartig jenen Ort an den sie noch heute wie traumatisiert zurückdenkt. Ein psychopathischer Mörder hatte ihre besten Freunde auf drastische Weise reduziert. In der Gegenwart lebt Nina in Wien, ganz in der Nähe der Donauinsel. Sie arbeitet tagsüber in einen Plattenladen und feiert nächtens gerne mit den neu gewonnenen Kumpels. Als sie nach einer durchgefeierten Nacht schlaftrunken im Bett liegt klingelt ihr Telefon. Auf ihren Display erscheint jener Name, den sie aus bekannten Gründen seit eineinhalb Jahren ignoriert. Mona ist am anderen Ende mit zitternder Stimme erkennbar. “ Nina, bitte hilf mir, schnell ! “, waren ihre Worte, bevor die Leitung unterbrochen wurde. Nina versucht vergeblich einen Rückruf, denn nur ein Besetztzeichen klingt durch das Telefon. Als sie am darauf folgenden Morgen einen erneuten Versuch startet, und die Nummer nicht mehr zu existieren scheint, beschließt sie an jenen Ort zurückzukehren, der sie in Angst und Schrecken versetzt hatte. In Ebensee angekommen erfährt Nina, das Mona zurück in ihren Geburtsort, nach Tirol gegangen sein muss. Und so tritt auch sie die weitere Reise an um ihre ehemalige, scheinbar wieder in Not geratenen Freundin, zu helfen. Die Spur führt sie zu einem Gasthof, der von entfernten Verwandten von Mona geführt wird. Da die Wirtschaft etwas außerhalb des Ortes am Berg liegt, hat das blonde Mädel noch einen beschwerlichen Weg vor sich. Noch ahnt Nina nicht, dass der Hügel im Gegensatz zu dem was sich dahinter versteckt, keine Gefahren verbirgt.

  • Filmkritik
  • Obwohl der Titel IN 3 TAGEN BIST DU TOT mit einer 2 endet, hat der Film im eigentlichen Sinne nichts mit einer der üblichen Fortsetzungen am Hut. Denn Regisseur Andreas Prochaska nahm die Geschichte des Originals bloß als Anlass um daran anzuhängen. Der Inhalt des zweiten Teiles ist völlig neu und eigenständig. Hier treibt sich kein bestialischer Killer mehr herum, um im “ Zehn kleine Negerlein Prinzip “ den Opfern ihr Leben zu stehlen. Hier wird vorerst niemanden, auf so unappetitlich wie möglich, der Garaus gemacht. Im ersten Drittel befindet sich die Fortsetzung, wegen der erlebten Vergangenheit der Protagonistin, vorrangig in einem Drama. Im mittleren Teil gerät er gemäß dem Spannungsbogen zu einem Thriller. Und erst im letzten Kapitel wird IN 3 TAGEN BIST DU TOT 2 zu dem, was ein Horror Genre als solches vorgibt. Der Gruselfaktor ist dank dem Konzept im richtigen Moment präsent. Und auch die Entschlüsselung ist nach reichlicher Überlegung ( Ein Hinweis ist in der Inhaltsangabe versteckt ) richtig ausgeklügelt. Hier stellt sich so etwas wie ein “ SIXTH SENSE Effekt “ ein. Wenn der Eindruck der Lösung nicht unbedingt zündet, dann liegt der Umstand mit Sicherheit nicht am Drehbuch, sondern an der Umsetzung einer österreichischen Low Budget Produktion. Und wenn die finanziellen Mittel fehlen, lassen sich nun mal die Dinge schwieriger realisieren als ursprünglich geplant.

    Im übrigen sieht es der Regisseur ziemlich ähnlich. Er wollte das Erreichte nicht zerstören, in dem er mit einem inhaltsähnlichen Sequel bloß die Geschichte ausreizt. Im Original galt es ein amerikanisches Genremuster auf eine österreichische Kleinstadt zu projizieren. Andreas Prochaska ist es in weiterer Folge wichtig zu beweisen, dass es sich bei IN 3 TAGEN BIST DU TOT nicht um eine Eintagsfliege handelt, und zudem bei einer Fortsetzung eine neue und eigenständige Geschichte auch für nationale Verhältnisse funktionieren kann. Dabei setzt er seine Szenerie in ein Element, das für diverse Sportarten herhaltet, sich jedoch in Spielfilme nur ganz selten zeigt. Und für den eingebundenen Schnee bietet das kalte Tirol in der Winterzeit die optimale Lösung.

    Während sich der erste Teil noch dem Slasherfilm im herkömmlichen Stil zuordnet, wirkt das Sequel durch die differente Gliederung eindringlicher und verstörender. Nach der interessanten Eröffnung und der gelungenen Einführung in Teil Zwei, verfällt IN 3 TAGEN BIST DU TOT 2 in eine gewisse Trägheit. Die Suche nach Mona gestaltet sich nicht nur für den Betrachter als ziemlich zäh. Hier hätte eine Straffung der Geschichte gut getan. Aber als das Skript aus seiner Lethargie erwacht und sich der Zuseher an die neue Struktur gewöhnt hat, erhält die Spannung letztendlich Einzug. Von diesen Zeitpunkt wird die Fortsetzung qualitativ besser als das Original. Dem Hauptcharakter widerfährt im Verlauf eine Tortour, die sehr nah und deshalb auch ungemütlich intensiv verspürt wird.

    Um dieses Leiden auch glaubhaft an den Mann zu bringen, war es ein unbedingtes Muss, dass auch die Hauptdarstellerin ihren Beitrag dazu leistet. Ein Casting war kein Thema, stand die Rolle der Nina schon seit Beginn der Dreharbeiten zu Teil 1 fest. Aber um Sabrina Reiter braucht man sich nicht zu sorgen. Sie gibt der Figur Nina ihren natürlichen und kecken Charme. Auch in den dramatischen Szenen zeigt die 25 jährige Klagenfurterin keine Blöße. Sie wirkt in jeder Phase des Films glaubhaft. Trotz ihrer fehlenden Routine, bislang gab es neben dem Kinozweiteiler nur zwei TV Einsätze, stellt sie mit einer frechen Frische ihr Talent zur Schau. Dass man nach dem Kinobesuch kein anderes Gesicht als das ihre in Erinnerung behält, ist nur ein weiteres Indiz für ihr Schauspiel.

    Insgesamt ist IN 3 TAGEN BIST DU TOT 2 eine österreichische Produktion, die sich gegenüber anderer europäischen Low Budget Filme nicht zu verstecken braucht. Die Kamera bleibt zumeist ruhig, aber nicht einfältig. Das Location ist gut gewählt, und die karge Winterlandschaft bringt ein FARGO ähnliches Flair zum Vorschein. Der Schnitt ist für das Horror Genre dankbar, denn dieser fällt nicht zu schnell aus. Lieber hält der Kameramann doch noch etwas auf das zu Zeigende drauf. Und diese Handhabe dürfte den Fan für ekelige Bilder freuen, schließlich beinhaltet der Film die eine oder andere Delikatesse.

    Fazit:

    IN 3 TAGEN BIST DU TOT 2 ist mit 108 Minuten zu lang geraten. Daher kommt wegen einem Durchhänger im Drehbuch, zum Ende des ersten Drittels, Langeweile auf. Hat der Besucher diese Eintönigkeit überstanden, wird er in weiterer Folge für die kurze lustlose Zeit entschädigt. Sowohl der Liebhaber eines Thrillers, als auch der Horror Fan kommt letztendlich auf seine Kosten.

  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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Userkritiken

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Es muss nicht immer die USA (oder wer auch immer) sein.
Nein, auch in Österreich gibt es Klasse Horrorfilme.
"In 3 Tagen bist du tot 2" ist ein Klasse Film - auch ohne 'Monster-Budget'.

8,00/10

geschrieben am 21.02.2013 um 19:21

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ø Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 5 | Kritiken: 1

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