Burn After Reading

  • Informationen zum Film
  • Burn After Reading

  • Originaltitel:
    Burn After Reading
    Genre:
    Komödie, Krimi, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, USA, UK
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    03.10.2008
    Kinostart Deutschland:
    02.10.2008
    Kinostart USA:
    12.09.2008
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International
    Verleiher Deutschland:
    Tobis Film
  • Inhalt

  • !!! Achtung heiße Ware !!!


    Dies oder ähnliches muss sich Chad Feldheimer ( Brad Pitt ) gedacht haben als er in der Umkleidekabine eine CD mit offensichtlich brisanten Lesestoff findet. Der naive Vorturner, der in dem Fitnessclub in dem er arbeitet, jenes explosive Produkt an sich genommen hat, wittert mit dem Fund das große Geld. Er weiht die Mitangestellte Linda Litzke ( Frances McDormand ) in die Geheimnisse ein. Auch sie glaubt den Theorien des Arbeitskollegen. Schließlich träumt sie seit längeren, dass mehrere Schönheitsoperationen an verschiedensten Stellen, wegen ihres fortgeschrittenen Alters unausweichlich bleiben. Und da ihre Versicherung die Eingriffe als nicht notwendig erachtet, ist diese CD ihr Schlüssel zum großen Geld. Der eigentliche Besitzer der Software ist auch schnell ausgemacht. Osbourne Cox ( John Malkovich ) ein suspendierter CIA Agent, der mehr als Hobby seine Memoiren geschrieben und danach verlegt hat, wird von den austrainierten Ganoven umgehend erpresst. Natürlicherweise zeigt sich der Ex Spion in spe konsterniert. Hat er doch nie politisches Material verfasst und demzufolge verloren. Für den Politiker Harry Pfarrer ( George Clooney ) stellen sich die Dinge anders dar. Schließlich pflegt der Frauenversteher seit einiger Zeit ein intensives Verhältnis mit Osbournes Frau Katie Cox ( Tilda Swinton ). Und jene Geheimnisse sollten nicht in fremde Hände gelangen. Als die Russen von einer CD hören, in dem Politiker und CIA Agenten mit im Spiel sind, versuchen sie umgehend an dieses Material zu gelangen.

  • Filmkritik

  • Trotz dem WHO IS WHO in der Besetzungsliste ist das Drehbuch der eigentliche Star. Hollywoods bekannteste Regie Brüder Joel und Ethan Coen schrieben für BURN AFTER READING ein Manuskript, das an Skurrilität nicht mehr zu übertreffen ist. Natürlich verfassen die Beiden für ihre Filme die Drehbücher zumeist selbst. Und selbstverständlich sind sie jedes Mal vorzüglich. Doch hier setzten sie die Meßlatte noch um eine Stufe nach oben. Das Skript bringt Charaktere zum Vorschein, die die Welt noch nicht gesehen hat, und vermischt sie mit der Coen typischen Situationskomik. Was dabei entsprungen ist, lässt den Zuseher für gut 90 Minuten ungläubig den Kopf schütteln. Drehbuch plus Regie plus Besetzung, und zwar genau in dieser Reihenfolge, ergeben ein Erlebnis, jenes man sich nicht entgehen lassen sollte.

    Zu Beginn ihrer Laufbahn schrieben Joel und Ethan Coen nur die Bücher zu den Filmen gemeinsam. Zunächst war es allein Joel zuteil, die Verantwortung zu übernehmen. Beginnend mit BLOOD SIMPLE ( 1984 ), über FARGO ( 1996 ), bis hin zu INTOLERABLE CRUELTY ( 2003 ), blieb Ethan als hilfreiche Hand im Hintergrund, und somit im Abspann als Regisseur unerwähnt. Erst ab THE LADYKILLERS ( 2004 ) zeichnen die Beiden untrennbar für ihre Werke verantwortlich. Mit BURN AFTER READING ( 2008 ) gelang dem Brüderpaar ein weiterer Meilenstein. Ihr nächstes kollektives Projekt darf mit der Komödie, A SERIOUS MAN ( 2009 ), bereits genannt werden. Bei den anstehenden Konzepten HAIL CAESAR ( 2009 ) und THE YIDDISH POLICEMEN`S UNION ( 2010 ) handelt es sich bislang um bessere Gerüchte, und befinden sich somit erst im Stadium der Pre-Production.

    Obwohl man bei diesem hochkarätigen Aufgebot nur als ein Ensemble im Ganzen sprechen sollte, muss Brad Pitt auch als Einzelner behandelt werden. Es ist immer erstaunlich, welche Wandlungsfähigkeit in ihm steckt. Dass er bei Actionfilmen stark, als smarter Gangster elegant, und als Liebhaber erotisch wirkt, haben wir bereits in dutzenden Filmen erlebt. Aber dass er den Mut zur absoluten Blödheit besitzt, und diese unbeschränkte Beschränktheit so glaubhaft darstellen kann, ist Neuland. Die Rolle in BURN AFTER READING ist vom Schwierigkeitsgrad eventuell mit jener in 12 MONKEYS gleichzusetzen. Vom Unterhaltungswert ist jedoch der letzte Streich erheblich höher einzuschätzen.
    Als ein bekanntes Gesicht in diversen Coen Produktionen gilt Joels Gattin Frances McDormand. Auch sie kann Naivität eins zu eins übertragen. Bereits bewiesen in FARGO oder RAISING ARIZONA. Ihr Schauspiel ist immer wieder, egal welches Genre, erfrischend anzusehen. Schade ist der Umstand, dass Frances in den letzten Jahren, vorwiegend nur noch in Spielfilmen ihres Gatten berücksichtigt wird, und in “ fremden “ Inszenierungen kaum mehr die Berücksichtigung findet, die sie verdient.
    Die Engagements von John Malkovich, George Clooney oder Tilda Swinton sind aller Ehren wert. Aber mehr als den Faktor “ unterstützendes Agieren “ obliegt ihnen nicht. Dafür ist das Duo Bitt / McDormand zu prägnant.

    Fazit:

    BURN AFTER READING besitzt einfach köstlichen Unterhaltungswert. Das Wort Skurril umschreibt wohl am besten das Ambiente. Und wenn es so etwas wie intelligente Blödheit bis dato nicht geben sollte, dann wurde es somit erschaffen. Nicht immer wurden die Fähigkeiten der Coen Brüder in Sachen Inhalt und Inszenierung so in den Vordergrund gerückt wie hier !


  • Wertungen
  • Story
    4,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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ø Wertung: 7,2/10 | Wertungen: 21 | Kritiken: 0

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