James Bond 007 - Ein Quantum Trost

  • Informationen zum Film
  • James Bond 007 - Ein Quantum Trost

  • Originaltitel:
    Quantum of Solace
    Genre:
    Action, Thriller, Abenteuer
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    07.11.2008
    Kinostart Deutschland:
    06.11.2008
    Kinostart USA:
    14.11.2008
    Verleiher Österreich:
    Sony Pictures
    Verleiher Deutschland:
    Sony Pictures
  • Inhalt

  • Obwohl JAMES BOND von Vespers Betrug maßlos enttäuscht ist, lassen ihm die Machenschaften, die sich hinter dem Tod seiner Geliebten abspielen, nicht los. Mr. White wird kurzerhand in Gewahrsam genommen und im Kofferraum verstaut. So macht sich der Geheimagent nach Italien auf, um an einem geheimen Ort M zu treffen. Gemeinsam erfahren sie beim etwas ruppig geführten Verhör, dass eine riesige Organisation entstanden ist, von denen der Geheimdienst noch nicht das Geringste in Erfahrung gebracht hat. Mr. White offenbart den beiden, das Quantum, so der Name der Einrichtung, wesentlich komplexer und größer ist als es die Vorstellungskraft erlaubt. Bond erfährt zudem das Quantum auch für den Tod Vespers verantwortlich zeichnet. Einem gerichtsmedizinischen Urteil zur folge führt Bonds nächster Weg nach Haiti, wo er die mysteriöse Camille kennen lernt. Diese, selbst einen Rachezug folgend, führt den Doppelagenten direkt zu Dominic Greene, der ein mächtiger Boss dieser Gesellschaft zu sein scheint. 007 erfährt in den folgenden actiongeladenen Recherchen, das Quantum kontinuierlich die Kontrolle aller wichtigen natürlichen Ressourcen gewinnt. Sehr schnell findet sich der Agent inmitten diverser korrupter Machenschaften, der Gewalt und dem Tod wieder. Selbst das Verhältnis zu M bröckelt, denn nicht immer ist die Grande Dame des englischen Geheimdienstes mit der Vorgehensweise ihres Schützlings einverstanden. Doch alle widrigen Umständen zum trotz geht Agent James Bond seinen Weg, um Verspers Ableben zu rächen.

  • Filmkritik

  • Mit CASINO ROYALE ist in der Welt der Geheimagenten eine neue Zeitrechnung angebrochen. Und JAMES BOND 007: EIN QUANTUM TROST führt exakt diesen Weg fort. Den ersten Beweis erbringt das Drehbuch, dessen Inhalt sich nahtlos an das Ende des Vorgängers fügt. In diesem Zusammenhang sehend, sind ganz offensichtlich diese zwei Produkte als ein großes Ganzes erkennbar. Die zweite Komponente führt uns zur Figur Bond. Seit CASINO ROYALE ist der Charakter Bond ein anderer geworden. James wurde in seiner Vorgehensweise kompromissloser und wesentlich härter. Auch dieser Weg wird konsequent weiter verfolgt. Darsteller Daniel Craig muss sich auch diesmal mächtig ins Zeug legen um seinen gestählten Körper durch alle Gefahren zu bringen. Ein zusätzliches Indiz für die Identität beider Produkte ist, dass die Actionsequenzen auch diesmal per Hand gemacht werden und nicht aus teuren Computerprogrammen stammen. Die selbst gemachten Stunts sind mindestens mit denen von CASINO ROYALE gleichzusetzen. Wenn nicht noch um einen Zacken intensiver und aufregender gestaltet.

    Regisseur Marc Forster gehört in seiner Branche zur Elite der Gegenwart. Sein unbeachtetes Debüt feiert der in Deutschland geborene 39 jährige Filmemacher 2000 mit dem Drama EVERTHING PUT TOGETHER. Aber gleich im Jahr darauf wurden Kritiker und Filmliebhaber auf ihn aufmerksam, denn MONSTERS BALL erblickte das Kinolicht der Welt. Im Jahre 2003 folgte der wunderschön photographierte FINDING NEVERLAND. Beide Werke heimsten Unmengen an Preisen ein. Auch den begehrtesten aller Auszeichnungen, den Oscar, konnten sie gewinnen. Nur ein Jahr danach folgte der bislang umstrittenste Forster Film. STAY ist bislang, stilistisch als auch inhaltlich, das kontroverseste und intensivste Produkt des Filmemachers. 2006 wurde es Zeit mal eine Komödie zu inszenieren. STRANGER THAN FICTION stand auf den Regieplan. Im Vorjahr wurde es wieder wesentlich ernster. Der Regisseur realisierte einen Bestseller von Khaled Hosseini. KITE RUNNER ist optisch eine Augenweide und insgesamt ein ganz großer Film seiner Zeit geworden.

    In JAMES BOND: EIN QUANTUM TROST fügt sich Marc ins Gesamte ein. Daher ist er stilistisch CASINO ROYALE von Martin Campbell sehr ähnlich. Nur in seltenen Momenten sind seine Genieblitze ersichtlich. Etwa in einer ruhigeren Szene, in der sich M abschminkend vor dem Spiegel zeigt. Oder als in einer Actionszene anstatt des Lärmes nur eine Arie aus TOSCA zu hören ist. In diesen kurzen Abschnitten ist eine Marc Forster Regie spürbar. Vielleicht hätte man sich dahingehend mehr Eigenständigkeit erwartet. Immerhin wurde er gerade deswegen für das anstehende Produkt engagiert. So folgt nach dem Wow - Effekt für CASINO ROYALE nur noch ein “ Sehr gut, aber kenne ich schon “ Eindruck.. Dadurch ist der 22ste Teil aus subjektiver Sicht nur der zweitbeste JAMES BOND Film aller Zeiten.

    DANIEL CRAIG erschuf in CASINO ROYALE die Figur des Geheimagenten neu. Diesen Weg führt er konsequent fort. Möglicherweise legt er nun seinen Part, durch das filmisch Erlebte, noch roher und noch härter an.
    OLGA KURYLENKO hat die Ehre das gegenwärtige Bond Girl verkörpern zu dürfen. Aber nicht immer in der Geschichte der Bond Reihe darf sich die Auserwählte auch inhaltlich in die Szenerie einfügen. Aber Drehbuchautor Paul Haggis hat der attraktiven Schönheit eine engagierte Rolle auf den Leib geschrieben. Olga erfüllt beide Komponente, Schauspiel und Optik, zur Zufriedenheit.
    MATHIEU AMALRIC wurde die Rolle des Bösewichts zuteil. Nichts gegen Mathieu. Das er ein wirklich talentierter Schauspieler sein kann, hat er bereits eindrucksvoll in SCMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE bewiesen. Aber hier kann er wegen seines Dackelblicks kaum punkten. Zum einen gelang es hier nicht, dem Charakter einen Stempel aufzudrücken. Zum anderen war die Rolle des Vorgängers Mads Mikkelsen wesentlich dankbarer. Angst vor dem Bösewicht ist leider in keiner Sekunde vorhanden.
    JUDI DENCH ist als M einfach nicht mehr wegzudenken. Diese Gedanken besaßen womöglich auch die Autoren. Denn diesmal hatte die jung gebliebene und immer noch toll aussehende Engländerin mehr Leinwandpräsenz als je zuvor. Und all diese Szenen stellen die kongenialen Kontrapunkte zur zahlreichen Action dar.

    Stichwort ÖSTERREICH: Unser kleines Land darf sich stolz fühlen, dass wir bei so einer gewichtigen Produktion einen derartigen Beitrag leisten dürfen. Tatsächlich bietet Bregenz mit seinen Festspielen ein zusagendes Ambiente. Das riesige Auge inmitten der TOSCA Aufführung wird fulminant in Szene gesetzt. Leider fallen die Actionszenen, auf den Gängen und hinter der Bühne, etwas von den anderen im Film befindlichen rasanten Aktionen ab. Sie wurden inszenatorisch nicht so temporeich und dramatisch gestaltet. Als optischer Hingucker sind jedoch diese Aufnahmen ein absolutes Highlight.

    Fasst der Besucher das Gesehene zusammen und resümiert JAMES BOND: EIN QUANTUM TROST, dann wird er daraus schließen, einen sehr guten, aber nicht mehr innovativen Film gesehen zu haben. Der Titelsong geht wohl auch als schlechtester Song aller Zeiten in die Historie ein. Der Vorspann ist nur etwas besser gelungen als die fürchterliche Eröffnungssequenz des Vorgängers. Die schnellen Aktionen und die daraus benötigten Stunts, um wieder das Positive zu erwähnen, sind mit am besten des Films. Die gesamte Besetzung inklusive des Stabs sind im hohen Bereich anzusiedeln. Das Drehbuch hält dieses Niveau nicht mehr ganz was CASINO ROYALE versprach.

  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    5,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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