Lornas Schweigen

  • Informationen zum Film
  • Lornas Schweigen

  • Originaltitel:
    Le silence de Lorna
    Genre:
    Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Deutschland:
    09.10.2008
  • Inhalt
  • Lorna wollte einfach raus aus ihrer Heimat Albanien. Um die ID Karte, eine Staatsbürgerschaft für Belgien zu bekommen, hatte sie via Mittelsmann Fabio, aus Schein den heroinsüchtigen Claudy geheiratet. Nun sind die nötigen Papiere für den wahren Grund vorhanden. Fabio hat einen stinkreichen russischen Staatsbürger an der Hand, der eine Hochzeit mit einer Belgierin fürstlich honorieren würde. Gegenwärtig steht nur noch Claudy im Weg, der ausgerechnet jetzt die Drogensucht bekämpfen will. Außerdem klammert er und beginnt für Lorna Gefühle zu entwickeln. Lorna, die sich nächtens einsperrt um ihre Ruhe zu haben, träumt eines Tages mit ihrem Freund Sokol aus der Heimat, ein kleines Restaurant inmitten der Großstadt zu eröffnen. Eine freie Lokalität, die den geforderten Anspruch vollends erfüllt, ist auch schon gefunden. Aber es kommt so vieles anders als man denkt …
  • Filmkritik
  • 2005 gewann das Gebrüderpaar Jean-Pierre und Luc Dardenne für ihr Werk L` ENFANT die Goldene Palme für den besten Film des Jahres. Spätestens seit diesen Zeitpunkt gelten die belgischen Filmemacher in der Szene, als das in Europa angesagteste Brüderpaar. LE SILENCE DE LORNA, ihr aktuellstes Projekt, ist nicht mehr ganz so erfolgreich wie der Vorgänger. Diesmal reichte es nur noch für eine Nominierung in dieser Sparte, sowie ein Sieg in der Kategorie “ Bestes Drehbuch “. Natürlich ein Skript das ebenfalls vom Gebrüderpaar stammt.

    Handwerklich blieben sich die Dardenne Brüder auch in dieser Produktion treu. Sie ließen die wenig geübten Darsteller, um nicht das Wort “ Laiendarsteller “ zu verwenden, akribisch üben, bis ihre Charaktere ausgearbeitet und bereit für die Kamera sind. Dieser Prozess der Vorbereitung umfasst unglaubliche sechs Wochen. Für die Drehzeit selbst beanspruchen die Filmemacher weitere drei Monate. Also genug Zeit jede Szene mehrfach in den Kasten zu setzen. Eine Szene, erzählt Hauptdarstellerin Arta Dabroshi, haben wir 47 Mal gedreht. Das war absoluter Rekord.

    Leider sieht man nicht immer die tolle Vorbereitung, wenn man ein Endprodukt betrachtet. Stilistisch gelingt es den Regisseuren nicht, etwas qualitativ aufregendes abzuliefern. Die bewegliche Kamera ist meist hinter den Rücken der Schauspieler, und zudem viel zu nah positioniert. Dadurch fühlt sich der Zuseher zwar nah am Geschehen, aber wird durch diese Einstellung der Sichtweise extrem eingeschränkt. Außerdem ist unprofessionelle Darsteller aus Nähe zu präsentieren, nicht immer eine gute Idee.

    Das Drehbuch darf zu Beginn als richtig bemerkenswert bezeichnet werden. Die Charaktere, vorrangig die Hauptdarstellerin, werden sorgfältig in das Geschehen gebracht. Der Zuseher lernt Lorna Stück für Stück kennen und beginnt ihr absolut zu trauen. Ihre Vorgehensweise verläuft glaubhaft und direkt. Die Geschichte bleibt in den ersten drei Vierteln auch die Stärke von LE SILENCE DE LORNA. Nur das bevorstehende Finale ist wegen dem zuvor am besten ausgearbeiteten Charakter misslungen. Denn die berechnende Lorna wird, in dem sie eine unlogische Vorgehensweise an den Tag legt, unglaubwürdig. Plötzlich macht sie Dinge die zur Lorna der ersten 75 Minuten einfach nicht passen. Und dadurch gerät auch das größte Plus des Films mächtig ins Wanken.

    Fazit:

    Nur wer den seltsamen aber realen Stil der Dardenne Brüder mag, wird auch an LE SILENCE DE LORNA Gefallen finden können. Wem jedoch die Darstellungsweise nicht besonders liegt, kann an diesem Werk mit Sicherheit nichts Außergewöhnliches finden.
  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    2,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
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