The Mother of Tears

  • Informationen zum Film
  • The Mother of Tears

  • Originaltitel:
    La terza madre
    Genre:
    Fantasy, Horror
    Produktionsländer:
    USA, Italien
    Produktionsjahr:
    2007
  • Inhalt

  • An einem geweihten Ort, nahe vor Rom, werden bei Ausgrabungen, neben einen Sarg, eine Kiste mit alten Gegenständen gefunden. Um die Herkunft des Inhaltes besser einzuordnen, wird das Fundstück, samt Einlage, in ein nahe gelegenes Atelier geschickt. Vor Ort nimmt sich die Studentin Sarah Mandy ( Asia Argento ), samt Assistentin Giselle Mares ( Coralina Cataldi-Tassoni ), dem Entdeckten an. Aus Neugier wird nicht auf den Verantwortlichen, den Wissenschaftler Michael Pierce ( Adam James ) gewartet, und begonnen Wachs, jenes zur Versiegelung des Behälters dient, zu entfernen. Dabei rutscht Giselle mit dem Messer ab und verwundet ihre Hand. Unglücklicher Weise dringt ein Tropfen Blut in das Innere und setzt unheimliche Mächte frei. In gleicher Minute erhält der Wahnsinn Einzug, und Rom wird fortan von Dämonen und Hexen regiert. Die Ankunft von Mater Lachrymarum, ( Mutter der Tränen ), die all die böse Macht an sich reißen will, steht unmittelbar bevor.

  • Filmkritik

  • In Genrekreisen zählt Regisseur Dario Argento spätestens seit PROFONDO ROSSO ( 1975 ) als Stilist unter den Filmschaffenden. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, die in den 70ern und 80ern vermehrt auf Gewalt setzten, war Darios Engagement im künstlerischen Bereich zu finden. Mit seinem Farbenspiel, der klaustrophobischen Atmosphäre, und den unverkennbaren Klängen von Lieblingsband Goblin, wurden Werke wie TENEBRE, PHENOMENA oder OPERA zu unvergesslichen Klassikern. 1977 begann sich Dario Argento einer Thematik zu widmen die eine Geschichte über drei Mütter aus dem 11. Jahrhundert erzählt. In SUSPIRIA ( 1977 ) startet die Trilogie mit der Ersten, der ältesten der drei Mütter; Mater Suspiriorum ( Mutter der Seufzer ). Bereits drei Jahre später inszeniert Dario mit INFERNO ( 1980 ) Teil Zwei, die sich mit der Jüngsten und gleichzeitig grausamsten aller Mütter beschäftigt; Mater Tenebrarum ( Mutter der Finsternis ). Weitere, unglaubliche 17 Jahre später wurde der Dritten, der Schönsten im Bunde, die Ehre zuteil. MOTHER OF TEARS ( 2007 ) behandelt die Geschichte von Mater Lachrynarum ( Mutter der Tränen ). Dario Argento schloss eine weitere Fortsetzung, die den Umgang aller drei Mütter beleuchten soll, nicht aus. Auch ein Prequel wird zu dieser Materie vermutet.

    Zählen beide Teile, SUSPIRIA und INFERNO im Horror Bereich noch zu den absoluten Kultfilmen, so kann man dieses vom neuesten Werk MOTHER OF TEARS nicht mehr behaupten. War die Vorfreude noch so groß, und besitzt Regisseur Dario Argento noch so viel Kredit, so hat er den mit einem Schlag, sprich mit nur einer Aufgabe, vernichtet. Waren zuletzt seine Leistungen mit Filmen wie THE PHANTOM OF THE OPERA ( 1998 ), NON HO SONNO ( 2001 ) und THE CARD PLAYER ( 2004 ) mangelhaft, so waren sie allesamt verzeihbar. MOTHER OF TEARS ist es nicht mehr. Mit der Erzählung der dritten Mutter hat er qualitativ so ziemlich alles in den Sand gesetzt. Eine Regie ist nicht vorhanden. Die Darsteller, einschließlich Darios Tochter, Asia Argento, agieren fast in “ Bollscher Lethargie “. Der Argento Fan muss deprimiert und mit Entsetzen feststellen, dass es sein ehemaliger Liebling nicht mehr besser kann. Szenen werden lieblos aneinander gereiht und müssen zudem, wenn es das sinnlose Skript verlangt, sogar des Öfteren herhalten. Noch eine Parallele, die der Zuseher mit dem Antiregisseur der Gegenwart schlechthin, Uwe Boll, ziehen könnte. Kein Zeichen von stilistischer Kunst, die den Filmemacher einst auszeichnete, ist mehr auszumachen. So etwas wie Spannung keimt nur dann auf wenn der einzig positive Aspekt zum tragen kommt. Aber dazu später.

    Das Drehbuch, ebenfalls von Dario mitgeschrieben, strotzt nur vor Dümmlichkeit. Das geringere Übel ist noch, dass er sich Horror Mitteln bedient, die es immer wieder zu sehen gibt. Zum Beispiel wäre da der Tropfen Blut zu erwähnen, der Geister weckt. Viel mehr gibt das Skript zu denken, die eine Person zeigt, die von der gesamten Polizei Roms gejagt wird, während in der Stadt das Chaos regiert, und jeder den anderen an den Kragen will. Trotzdem verlangt es das Drehbuch, während den gesamten 98 Minuten, sich nur um dem einen Charakter zu kümmern. Und um es der Carabinieri schwerer zu machen lernt dieser, von einem Geist, unsichtbar zu werden, um nicht in die Hände des Gesetzes zu geraten. Wurde in diesem Zusammenhang schon erwähnt dass diese gesuchte Person unschuldig ist ? Nun ja, auch unter diesem Gesichtspunkt hat Dario absolut seinem Tiefpunkt erreicht.

    Die wenigen Lichtblicke, die MOTHER OF TEARS beinhaltet, sind vorrangig in der Filmmusik von Goblin Leithengst Claudio Simonetti zu finden. In seinen melodiösen elektronischen Koloriten ist noch so etwas wie Angst spürbar. Ihm ist es zu verdanken wenn ab und an ein leichtes Kribbeln über den Nacken läuft. Das mehrmals in der Musik zu vernehmende gehauchte “ Mater “ weist auf bessere vergangene Tage hin, und lässt uns an den Argento Stil erinnern.
    Obwohl die Verantwortlichen ihre massiven Mankos mit heftigen Blutszenen zu kaschieren versuchen, sind diese, zugegebener Maßen, akzeptabel gemacht. Ausgestochene Augen und Eingeweide en masse sind nur zwei Beispiele vieler zu sehenden Grausamkeiten.

    Fazit:


    In MOTHER IN TEARS erlangt der Zuseher die erschreckende Erkenntnis, das Regisseur Dario Argento endgültig sein Handwerk verlernt hat. Mit dem Versuch mehr Blut als Alternative zu bringen, taucht Dario in qualitative Sphären von Fulci und Co., von denen er sich in den 80ern noch deutlich absetzen konnte. Einzig Claudio Simonettis Melodien lassen altes Argento Feeling erahnen.

  • Wertungen
  • Story
    0,5
    Musik:
    3,5
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    1,0
    Gesamt:
    1,0
    Verfasst von:
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Userkritiken

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Ganze 27 Jahre (!) nach dem 2. Teil der Mütter-Trilogie "Inferno", reiht Argento den Abschluss mit „Mother of Tears“ nach. Wie der aufmerksame Argento-Fan sicher weiß, hat der Meister des italienischen Genre-Kinos sehr nachgelassen was die Qual...

Weiterlesen...

geschrieben am 04.10.2015 um 10:41

Dario Argento hat ja eigentlich die beste Zeit schon Hinter sich, wenn man jetzt er bringt einen neuen Film geht man da eher mit keiner all zu hoher Erwartung ran. Darum hab ich schon seit paar Jahren die DVD von „Mother of Tears“ liegen gehabt, ...

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geschrieben am 23.10.2011 um 20:38

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ø Wertung: 6,3/10 | Wertungen: 12 | Kritiken: 2

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