Married Life

  • Informationen zum Film
  • Married Life

  • Originaltitel:
    Married Life
    Genre:
    Romanze, Krimi, Drama
    Produktionsländer:
    USA, Kanada
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    12.09.2008
    Kinostart Deutschland:
    10.07.2008
    Kinostart USA:
    07.03.2008
    Verleiher Österreich:
    Senator Film
    Verleiher Deutschland:
    Senator Film
  • Inhalt

  • Jahrelang war der erfolgreiche Geschäftsmann Harry Allen ( Chris Cooper ) ein fürsorglicher und treuer Ehemann. Obwohl seine Frau Pat ( Patricia Clarkson ) ihn ohne Zweifel liebt, kann sie Harry nicht die Zuneigung erbringen die er braucht. Daher geschah es exakt am 05. September 1949, als Harry seinen besten Freund Richard ( Pierce Brosnan ) zu einem Drink bittet, um ihm eine wichtige Neuigkeit zu erbringen. Nach einer herzlichen Begrüßung und kurzem Small Talk als Einführung, kommt der unglückliche Ehemann endlich zur Sache. Er ist fest entschlossen seine Frau zu verlassen. Bislang fehlt ihm nur noch der Mut um es ihr zu beichten. Richard vernimmt diese Nachricht mit Skepsis, schließlich gelten die beiden für ihn als das perfekte Paar. Harry entgegnet sofort und offenbart Richard seinen Wunsch endlich einmal bedingungslos geliebt zu werden. Außerdem habe er eine neue, wesentlich jüngere Frau kennen gelernt, die ihm diese Eigenschaft bietet, und er bereits sein Herz an die attraktive Blondine verschenkt hat. Richard berät seinen Freund, und schlägt ihm vor, sich die Errungenschaft als Geliebte zu halten. Doch davon hält der aufrichtige Gatte gar nichts. Die Gelegenheit es seiner Frau zu gestehen wird sich sehr bald ergeben und, weil er von Kay ( Rachel McAdams ) so fasziniert ist, wird es auch leicht von der Hand gehen. In diesem Augenblick, wie auf Kommando, betritt Kay den Laden. Richard versteht sofort warum sich der schüchterne Freund blindlings in Kay verliebt hat. Ihre Jugendhaftigkeit wird höchstens von ihrer atemberaubenden Figur übertroffen. Ihr Blick gleicht einem Engel und ihr Lächeln verrät ihre gute Seele. Und zum ersten Mal sieht Richard, der das schöne Geschlecht wie Unterwäsche wechselt, eine Frau, die nur für ihn geschaffen zu sein scheint. Während Harry in den nächsten Tage seiner Frau den Stand der Dinge zu erzählen versucht, bringt sich auch Richard ins Spiel um die schöne Kay zu erobern. Eine Vierecksbeziehung der besonderen Art beginnt.

  • Filmkritik

  • Kenner der ViENNALE ist Regisseur Ira Sachs bereits bekannt. 2005 brachte das Festival sein Drama FORTY SHADES OF BLUE im Hauptprogramm. Es handelte sich um ein kleines Werk, welches vor allem wegen der Dialoge hervorstach. Auch die Darsteller, wie zum Beispiel Rip Torn, oder das gelungene Drehbuch, jenes ebenfalls vom Regisseur Ira Sachs stammt, konnten durchwegs punkten. Auch diesmal bei MARRIED LIFE, liegen die Stärken im identischen Bereich. Das Skript ist genauestens ausgearbeitet. Jede Wendung ist klar erkennbar, jede Handlung nachvollziehbar. Ira stellt sein Handwerk in den Hintergrund und lässt seine Geschichte wirken. Zudem schafft er es, dass die Story jederzeit ins reale Leben übertragbar wäre. Und es gelingt ihm eine optimistische Botschaft zu hinterlassen. Diese Botschaft wird hier allerdings aus begreiflichen Gründen nicht erzählt. Denn wer würde, mit dem Wissen das Ende bereits zu erahnen, noch in den Film gehen.

    MARRIED LIFE funktioniert mit originellen Dialogen. Damit diese auch glaubhaft an den Mann gebracht werden können, bedient sich das Produkt namhafter Schauspieler. Chris Cooper mimt den geradlinigen, einfühlsamen und treuherzigen Harry Allen mit Bravour. Zugegeben steht Chris ein widerwärtigerer oder zwielichtigerer Charakter besser. BREACH oder ADAPTATION sind beste Beispiele dafür. Für Zweitgenannten durfte er sogar den begehrtesten Preis, den Oscar, entgegennehmen. Aber seine Darbietung in MARRIED LIFE ist allemal funktional und in jeder Sekunde plausibel. Die Rolle als schöner und schlüpfriger Windhund steht Pierce Brosnan wie ein Maßanzug. Ihm nimmt man seinen zu spielenden Charakter ab. Pierce traut man dieses gewissenlose Verhalten, einem Freund gegenüber, ohne weiteres zu. Selten bekommt der Kinobesucher die Gelegenheit Pierce so vergnüglich betrachten zu dürfen. Oft genug wirkt er in Produktionen fehlbesetzt. Hier allerdings gilt ein Lob an die Verantwortlichen auszusprechen, hier stimmt die Chemie. Das größte Augenmerk gilt es aber auf die Hauptdarstellerin des Filmes zu legen. Nicht nur der erste Auftritt von Rachel McAdams ist atemberaubend. Auch im gesamten Werk zeigt die 1976 in Kanada geborene Schauspielerin eine ungeahnte Aura. Ihre Vorzüge liegen in der Natürlichkeit und in der Raffinesse ihre Mimik im richtigen Moment einzusetzen. Rachel wusste schon in RED EYE, oder in THE NOTEBOOK zu überzeugen. Der Part als Kay Nesbitt liegt ihr aber wahrlich am besten.

    Da der Film in den späten 40ern spielt, muss auf viele Kleinigkeiten geachtet werden. Die Wägen, die Kostüme, die Umgebung, all jenen Komponenten wird mit viel Liebe zum Detail begegnet. Schon bei der Schrift zu Beginn ist die Herzensangelegenheit sichtbar. Der Score passt sich stilvoll der Zeit an, und selbst die kleinste Tasse widerspiegelt die damalige Dekade. MARRIED LIFE verführt den Besucher für neunzig Minuten amüsant in eine andere Zeit. Leider fehlt dem Film ein wenig die Außergewöhnlichkeit um noch eine höhere Bewertung zu bekommen. Für einen seriösen und vielleicht auch nachdenklichen Kinonachmittag steht freilich nichts im Wege. Danach obliegt es dem Besucher, über die optimistische Botschaft, wie bereits weiter oben erwähnt, zu diskutieren. Wäre vorwiegend bei Paare, die schön länger eine Gemeinsamkeit driften, wünschenswert.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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