The Dark Knight

  • Informationen zum Film
  • The Dark Knight

  • Originaltitel:
    The Dark Knight
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    21.08.2008
    Kinostart Deutschland:
    21.08.2008
    Kinostart USA:
    18.07.2008
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt

  • Eine Stadt hält ihre Verbrecher an der Kandare. Der engagierte Staatsanwalt Harvey Dent ( Aaron Eckhart ) verbündet sich mit dem Millionär Bruce Wayne ( Christian Bale ), und dem Verantwortlichen der Polizei Gordon ( Gary Oldman ), im Kampf gegen Korruption und Gewalt. Und tatsächlich scheint Gotham City eine friedliche Stadt zu werden, denn fristen die meisten der Mafiosi ihr neues zu Hause bereits hinter Gitter. Doch plötzlich befördert ein bislang Unbeanspruchter der bösen Seite die ultimative Karte ins Spiel. Joker ( Heath Ledger ), der extravagante Geistesgestörte, bringt mit seiner Truppe wieder grenzenloses Chaos in die Stadt. Dabei hat er es vor allem auf die legendäre Fledermaus abgesehen, für den er wesentlich mehr als nur die üblichen Tricks auf Lager hat. Und wer denkt dass die gesammelte Staatsgewalt dem bizarren Ganoven mit üblichen Mitteln beikommen kann, der irrt gewaltig. Ein Spiel, in dem Jokers Spielkarte immer wieder gegen jenes ausnehmende Dreiergespann sticht, kann beginnen.

  • Filmkritik

  • Niemals zuvor war die Vorfreude, einen bestimmten Hollywoodfilm endlich auch sehen zu können, so groß. Und selten schlägt dabei die Erwartungshaltung in die selbe Kerbe. Das Warum sei schnell erklärt. Zum einen ist Regisseur Christopher Nolan, mit seiner ersten Verfilmung zu BATMAN, ein großer Wurf gelungen. Christopher hat allen Kritikern gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, qualitativ eine von Tim Burton inszenierte Comicverfilmung zu schlagen. Zum anderen ist natürlich das überraschende Ableben Heath Ledgers, unmerklich nach Drehschluss, für jenen entstandenen Hype verantwortlich. Heathcliff Andrew Ledger, so der bürgerliche Name, starb 28 jährig, an einer Überdosis diverser Drogen. Aber sein Tod kann nicht Grund genug sein, das THE DARK KNIGHT in den Staaten solch gigantische Umsatzzahlen erzielt. Allein dazu reicht diese Publicity nicht. Hier kommt ein Argument zum tragen, die mit der Qualität des Filmemachers an sich, im Zusammenhang steht.

    Christopher Nolan bewies schon in jungen Jahren seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. FOLLOWING ( 1998 ) und MEMENTO ( 2000 ) gehören wegen der untypischen Strukturierung ihrer Erzählungsweisen zu absoluten Kultfilmen. INSOMNIA ( 2003 ), sein drittes Werk, besticht mit anderen Merkmalen. Hier demonstriert der Regisseur das Talent, Charaktere hervorzuheben, und sorgfältig damit umzugehen. Er hebt damit, anders als in seinen Erstlingswerken, den Darsteller in das Rampenlicht.
    2005 war es soweit, denn BATMAN BEGINS eroberte die Leinwand. Christopher setzte eine düstere und seriöse Fledermaus so gut in Szene, dass er im Vorfeld maulende Kritiker abgrubt zum Verstummen brachte. THE PRESTIGE ( 2006 ) vereint alle positiven Eigenschaften vergangener Projekte in sich, und bestätigt, das Christopher Nolan gegenwärtig zu den ganz Großen seiner Zunft zählt.

    In BATMAN BEGINS zeigten die Verantwortlichen jene düstere Welt, die eine Betrachtungsweise exakt auf die Ursprünge der Persönlichkeiten legt. THE DARK KNIGHT ( 2008 ) geht einen völlig konträren Weg. Gotham City erstrahlt im helleren Licht, in dem seine Helden bereits bekannt sind. Daher verschwendet das Drehbuch auch keine Zeit mehr für großartige Charakterstudien, und konzentriert das Augenmerk auf neue wesentlichere Dinge. Ähnlich wie das Beispiel ALIEN ( 1979 ) / ALIENS ( 1986 ) bringt die Fortsetzung eine Actionvariante der Fledermaussaga. Dazu ist es den Filmemachern von THE DARK KNIGHT gelungen, das kleine Fehler, die der erste Teil sehr wohl in sich trägt, nicht nochmals gemacht werden. Denn die eben genannten schnellen Szenen sind diesmal nicht mehr unübersichtlich, und zu nahe gedreht, sondern zeugen allesamt von höchster Vollendung. Nolan gliedert in solchen Sequenzen zwei Handlungsstränge zusammen, die zum Ende jedes Kapitels kontinuierlich zu einem grandiosen Finale führen. THE DARK KNIGHT erweist sich in allen Belangen als ein technisch perfekter, und immens spannender Actionfilm.

    Wer beim betrachten dieser Zeilen denkt, dass diesmal leider auf “ Tiefgang “ verzichtet wurde, dem soll hiermit geholfen werden. Die Reflexion ist in THE DARK KNIGHT an zwei Punkten klar erkennbar. Das Drehbuch trägt primär zum ersten Grund bei. Wie im Verlauf der Geschichte ersichtlich wird, hat das Gesetz die Bösen fest im Griff. Und offensichtlich, wie auch in der Realität, kommt es dann in der Unterwelt vermehrt zu Machtkämpfe um die verbleibenden Posten. Aber es wird im selben Atemzug auch ein Weg für die neue junge Generation, nach ganz oben der Ganovenwelt, sichtbar. Und anstelle des erhofften Friedens tritt genau das Gegenteil ein. Die Autoren der schriftlichen Ausarbeitung weisen explizit auf dieses Merkmal hin. Den zweiten Punkt verantwortet der Charakter des Jokers. Seine Spielchen würden auf jeder Psychologencouch für Verwirrung sorgen. Daher ist auch THE DARK KNIGHT ebenso tiefgründig, wie aufrichtig. Wenn auch auf andere Weise als BATMAN BEGINS.

    Aus darstellerischer Sicht kann das Augenmerk aus begreiflichen Gründen nur auf Heath Ledger liegen. Nach den Pressemitteilungen, rund um sein Ableben, ist es auch natürlich, den attraktiven Schauspieler so schnell wie möglich sehen zu können. Wie wird Joker in dieser Verfilmung, im Vergleich zu Jack Nicholsons Version aus dem Jahre 1989, angelegt, respektive standhalten können. Da THE DARK KNIGHT kein Remake des Burton Klassikers BATMAN darstellt, und die Rolle des Jokers völlig different verkörpert wird, ist ein Vergleich schwer möglich. Dennoch schafft Heath Ledger das Undenkbare und lässt von erster Sekunde an, Jacks Joker in Vergessenheit geraten. Seine Beweglichkeit, sein Ausdruck, und nicht zuletzt seine Aussprache, grenzen schlichtweg an Genialität. Wenn Heath noch könnte, müsste er sich insbesondere bei den Autoren bedanken. Schließlich, und dieses wird sichtlich zur Kenntnis genommen, wurde Heath Ledger diese Rolle auf den Leib geschneidert. Wenn der Verstorbene für seine Leistung postum geehrt wird, dann nicht weil Hollywood seine Geschichte schreibt, sondern schlichtweg wegen der erbrachten Kunst. Wer hätte das gedacht.

    Durch die Konstellation fast unberechtigt nach unten gerückt, gibt es die weiteren Leistungen des gesamten Ensembles zu bewerten. Und auch hier liebt das eindrucksvolle Skript die “ Neuen “ . Aaron Eckhart, als Harvey Dent, wird dem Publikum große Freude bereiten. Der gezeigten Leistung, er muss seinen Part geliebt haben, gebührt großes Lob. Er offenbart den zu spielenden Charakter mit einer enormen Präsenz. Wesentlich besser, und auch hier ein weiteres Indiz für die Lernfähigkeit der Filmschaffenden, wird mit Maggie Gyllenhaal die weibliche Komponente besetzt. Sie drückt der Rolle, anders als Katie Holmes in BATMAN BEGINS, ihren eigenen Stempel auf. Der Unterschied zwischen den beiden in Sachen Talent ist wirklich frappant. Die üblichen “ Verdächtigen “, die mit Christian Bale, Michael Caine oder Gary Oldman schnell genannt sind, verkörpern ihre Rollen in gewohnt routinierter Weise. Da sich die Verantwortlichen schon im ersten Teil eingehend mit jenen Individualisten beschäftigten, haben sie diesmal nur noch für eine Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit zu sorgen.

    Fazit:


    Dem Zuseher wird in gut zweieinhalb Stunden nicht nur eine geniale Regie, ein großartiges Drehbuch, ein unsterblicher Heath Ledger, ein passender Score und eine begeisternde Kameraführung geboten. Es wird, um es auf den Punkt zu bringen, uns Filmliebhabern gezeigt, wie eine Comicverfilmung auszusehen hat. Eine 99,9 % qualitative Perfektion, dessen Mankos nur in die Zehntelpunkte geht, und deshalb nicht erwähnenswert sind. Höchstnote !!!

  • Wertungen
  • Story
    5,0
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    5,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    5,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    5,0
    Verfasst von:
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geschrieben am 12.07.2011 um 00:03

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ø Wertung: 9/10 | Wertungen: 89 | Kritiken: 1

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