Iron Man

  • Informationen zum Film
  • Iron Man

  • Originaltitel:
    Iron Man
    Genre:
    Action, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    01.05.2008
    Kinostart Deutschland:
    01.05.2008
    Kinostart USA:
    02.05.2008
    Verleiher Österreich:
    Concorde Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Concorde Filmverleih
  • Inhalt
  • Tony Stark ist jenes Genie, welches die Waffenindustrie immer wieder aufs Neue in ungeahnte Sphären katapultiert. Seine Firma Stark-Industrie versichert jedem Amerikaner den Schutz der Freiheit und der Demokratie. Er ist der DaVinci der Bombe, der Todesengel, welcher die Schurken ihrem Schicksal näher führt. So zaubert er seine Kreationen, um das amerikanische Volk vor dem Terrorismus zu schützen – zumindest glaubte er dies. Aus heiterem Himmel wird der geniale Playboy aus seinem Traumschloss herausgerissen. Terroristen haben ihn entführt, damit sie von seinen Ideen profitieren können. Er stimmt zu, eine der gefährlichsten Raketen zu bauen. Jedoch insgeheim konstruiert er eine Rüstung, mit welcher Stark sich aus dem Gefängnis befreien und sich rächen will. Er kreiert Iron Man …
  • Filmkritik
  • Seit 2000, dem Erscheinungsjahr der finanziell erfolgreichen und hintergründigen Comic-Adaption von X-Men, hat Hollywood mit der Comic- und Graphic-Novel-Industrie seinen Messiah gefunden, um die Traumfabrik in das "gelobte Land" zu führen. Jedes Jahr bahnen sich immer mehr berühmte zweidimensionale Superhelden ihren Weg auf die Leinwand – doch nun schlägt der Goldesel zurück. Iron Man ist die erste Produktion von den neu etablierten Marvel Studios, die ihre Schösslinge nun auf eigener Faust in die Box-Office führen wollen.

    Jon Favreau wurde beauftragt einen würdigen Ausflug für den eisernen Knaben zu erschaffen. Schon mit dem Kinderspektakel Zathura: A Space Adventure zog der Regisseur dem Zuschauer in ein beeindruckendes, fantasievolles Universum aus verrückten Spielereien. Aber der Zuschauer müsse nun keine Angst haben, dass sich der Metalljüngling in kindlichen Gefilden rumtollen würde. Denn Favreau entdeckt genau den richtigen Ansatzpunkt für die Comicadaption, welchen er als Leitfaden durch die gesamte Produktion zieht. Wie einst die Waffenschmiede formte er aus seinem Roheisen in dem feurigen Ofen einen rauen Iron Man. Dieses Motiv des groben Metalls und der Liebe zu Motoren und Öl spiegelt sich einerseits in der Regie, aber auch in einigen Dialogen und insbesondere in dem äußerst gelungen Score wieder. Composer Ramin Djawadi lässt in seinem Soundtrack wahrlich die Fetzen fliegen. Harte Gitarrenakkorde verschmelzen mit wilden Schlägen auf das Schlagzeug zu einem tollen Metal-soundtrack, der die düsteren, bombastischen, virtuellen Materialschlachten aus dem Hause ILM bestens untermalt.

    Ähnlich wie in anderen Comicverfilmungen versuchten auch hier die Produzenten ganz große Namen der Traumfabrik an das Werk zu binden. Mit dem oscarnominierten Robert Downey Jr. haben sie wohl einen der größten Charakterdarsteller seiner Generation engagieren können. Dieser bringt mit unglaublich komischer Gabe seine exzentrisch witzigen Dialogzeilen hervor und vergnügt hiermit sein Publikum als Howard Hughes der Comicwelt – jedoch ohne psychische Leiden. Seine Miene trägt schauspielerisch sicherlich den Großteil des Films, da sie mit Perfektion die sarkastischen Aussprüche verbildlicht. Zwar spielt Downey Jr. seine Rolle gut, aber er scheint bei seiner Charakterentwicklung völlig unterfordert zu sein. Dennoch verblassen neben seiner Darstellung all die anderen Figuren, welche die Drehbuchautoren gezwungener Maßen um die Pausen des Spiels von Downey Jr. schrieben. Auch wenn man in einer Comicverfilmung eher Action erwartet, erhofft man sich doch einen Gegenspieler, welcher dem Protagonisten gewachsen ist. Superman hat seinen Lex Luthor. Batman seinen Joker. Wen hat Iron Man ? Einen öde gestalteten Obadiah Stane, dessen Charakterzeichnung selbst Jeff Bridges in die Knie zwingt. Der Edelmime, der schon die ganze Palette verschiedenster Rollen spielte, schafft im ganzen Film kaum mehr als ein schmieriges Lächeln und zieht sich so aus der Affäre und eben auch aus dem Film. Samuel L. Jackson hat in seinem Miniauftritt eine vielfach bombastischere Leinwandpräsenz als Bridges im gesamten Film. Man mag es ihm verzeihen, vergessen wird man es aber leider nicht.

    In der heutigen Zeit kann man, als reines Actionspektakel, sich nur schwerlich bei der Kritik vorbeimogeln. Vielmehr will man mit einer braven Moral, die Gemüter des Publikums beruhigen. In Iron Man ist es eine Waffen- und Kriegskritik – mit schmierigem Beigeschmack. Eine antikriegirische Haltung wäre eine gute Idee gewesen, jedoch äußert sich der Film nicht gegen den Krieg, sondern nur gegen den Terrorismus. Das amerikanische Heer hingegen wird nie wirklich angegriffen – vielmehr bleibt es Sympathieträger im Film. Iron Man war einst der Zerstörer des kommunistischen Packs, nun sind die Schurkenstaaten sein Ziel. Also präsentiert sich der eiserne Superheld als der Captain America des 2. Golfskriegs. Eine sehr bedenkliche Entwicklung.

    Fazit:
    Die schwach gezeichneten Figuren und die teilweise vorhersehbare Geschichte mögen die Unterhaltung etwas trüben, jedoch zerstören können sie den Knaben in der eisernen Rüstung nicht. Iron Man präsentiert sich als ein augenzwinkerndes Actionspektakel mit einem äußerst sympathischen Robert Downey Jr. in der Hauptrolle. Spaß, Action und Humor – ein gelungener Spaß für Zwischendurch.
  • Wertungen
  • Story
    2,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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Userkritiken

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Comic-Verfilmungen welche die Geschichte rund um einen "Man" erzählen hatten es bei mir noch nie leicht. Mit den "X-Men" konnte ich mich nie anfreunden, "Spiderman" gefiel mir im jüngeren Jugendalter noch, schien mir dann aber immer platter, "Super...

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geschrieben am 30.10.2013 um 09:57

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ø Wertung: 8,3/10 | Wertungen: 46 | Kritiken: 1

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