[Rec]

  • Informationen zum Film
  • [Rec]

  • Originaltitel:
    [Rec]
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    Spanien
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    30.05.2008
    Kinostart Deutschland:
    08.05.2008
    Verleiher Österreich:
    3L Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    3L Filmverleih
  • Inhalt
  • Für die Fernsehmoderatorin Angela Vidal sollte es ein Job wie jeder andere werden als sie, gemeinsam mit dem Kameramann Pablo, eine Nacht bei der Feuerwehr verbringt. Die Reportage soll den beruflichen Weg des schichtlichen Dienstes dokumentieren. Natürlich hofft Angela, das ein Alarm eintritt, und somit etwas Aktion in die sonst langweilige Berichterstattung kommt. Fürs erste müssen etwaige Interviews genügen um sich die Zeit zu vertreiben. Als endlich der ersehnte Signalton erklingt, zeigt sich die kleine Filmcrew sichtlich erleichtert, obwohl es sich hier nur um einen Routine Einsatz handelt. Eine verschlossene Tür soll in einem Haus, für die Polizei, geöffnet werden. Als der Feuerwehrwagen samt Anhang am Ort des Geschehens eintrifft, geht alles seinen geregelten Weg. Die Bewohner aus dem Haus hörten Schreie aus einer Nachbarswohnung und befürchten ein Verbrechen. Die Polizei bittet die Bewohner in das Parterre, um niemanden im Weg zu stehen. Allein die Verantwortlichen dürfen in das obere Stockwerk, um in das Innere der Wohnung zu gelangen. Angela drängt darauf, mit Pablo und seiner Kamera, mitzudürfen. Als die Türe schnell aus dem Weg geräumt wurde, finden sie eine blutüberströmte alte Dame vor, die sich wie in Trance befindlich, hin und her bewegt. Der Polizist versucht die verwirrte Lady zu beruhigen und bietet ihr seine Hilfe an. Doch wie von allen Geistern verlassen, stürzt sich die korpulente Wahnsinnige auf den Gesetzesvertreter und beißt den völlig überraschten Ordnungshüter in den Hals. Angela und Pablo, die alles festgehalten haben, flüchten panisch aus dem Raum. Sie laufen die Treppe abwärts und versuchen, mit samt den versammelten Nachbarn, ins Freie zu gelangen. Doch mittlerweile hat eine Spezialeinheit von außen die gesamte Wohnhausanlage hermetisch abgeriegelt. Denn möglicher Weise ist inmitten dieser Räumlichkeiten eine Art Virus ausgebrochen, und diesen gilt es fortan Herr zu werden. Für alle die sich zu jenen Zeitpunkt innerhalb des Hauses befinden, gibt es keinen Ausweg. Sie sind Gefangene an einem Ort wo ab sofort das unbekannte Böse regiert.

  • Filmkritik
  • In seiner Heimat Spanien gilt Regisseur JAUME BALAGUERÓ als ein außergewöhnliches Talent. Bereits sein Erstlingswerk THE NAMELESS wurde von Kritikern und Genreliebhabern zu gleicher Maßen gefeiert. Der Nachfolger DARKNESS aus dem Jahre 2002 brachte es zudem auch zu einen finanziellen Erfolg. 2006 folgte der bislang aufwendigste Film, FRAGILE - A GHOST STORY, mit Calista Flockhart in der Hauptrolle. Und auch dieser war, zumindest national, ein Gassenhauer. Danach war Jaume nur noch an einem Projekt beteiligt in dem er, wie fünf andere urbane Regisseure auch, einen Kurzfilm zur Verfügung stellte. In HELL`S RESIDENT, so der englische Originaltitel seines Beitrages, geht es um ein großes altes Haus, in dem seltsame Dinge geschehen. Vielleicht stand diese, damals entsprungene Idee, auch Pate für das neue Projekt, das Jaume gemeinsam mit Regisseur und Drehbuchkollegen PACO PLAZA realisiert. Denn auch [ REC ] beinhaltet im wesentlichen die Geschichte eines bestimmten Hauses das “ Ungewöhnliches “ in sich birgt.

    Dazu bedienen sich die beiden Filmemacher einer Handhabung die in letzter Zeit gerne und oft verwendet wird. Der ganze Film ist aus der Brennweite der Kamera zu bestaunen, die der Kameramann Pablo im Film, mit sich trägt. Obwohl diese Idee schon lange vor BLAIR WITCH PROJECT verwendet wurde, war es doch dieser Horror Schocker, der diese Stilrichtung wiederbelebte. Danach war es niemand geringerer als GEORGE A. ROMERO, der mit DIARY OF THE DEAD stilistisch in die selbe Kerbe schlug. Zuletzt wurde in CLOVERFIELD weniger erfolgreich versucht sich dieser Handhabe zu bedienen. Nun gibt es also auch die spanische Version dieser Variante. Und dabei war es den Filmemachern nicht wichtig, Wiederholungstäter zu sein. Vielmehr bezwecken sie mit ihrem Vorgehen, die Intensität von Szene zu Szene, wachsen zu lassen. Der Zuseher soll den Eindruck entwickeln, live vor Ort zu sein. Als einen wesentlichen Faktor soll die Klaustrophobie eine Rolle spielen. Da alle Ausgangsmöglichkeiten verriegelt sind muss sich eine Ausweglosigkeit einstellen. Dem Betrachter darf es im Kinosessel so ergehen, wie den Protagonisten im Film. Mitgefangen mitgehangen, oder so ähnlich.

    Da Regisseur JAUME BALAGUERÓ wie bereits erwähnt, über ein Talent verfügt, weiß er, dass eine handgeführte Kamera in aktionsreichen Sequenzen sehr zu “ nervösen Aufnahmen “ neigt. So begeht er nicht den Fehler eine Aneinanderreihung hektischer Bilder zu liefern, sondern baut gekonnt diverse Pausen ein. Mal lässt er in ruhigeren Phasen die Kamera “ rasten “, oder schaltet sie für einige Sekunden ganz aus. In jene Passagen ist nur der Ton zu hören, und dieser Umstand ist für die Spannung sicherlich fördernd. Denn hier ist zum einen die Kreativität des Betrachters gefragt, und zum anderen kann hier die bereits abgesprochene Klaustrophobie voll zur Geltung kommen. [ REC ] ist im Gesamten ein kleines aber intensives Werk geworden, dass sich jederzeit mit seinen Vorgängern, nicht nur vergleichen darf, sondern sie auch übertrifft. Durch die kurze Laufzeit von 76 Minuten wird ohne große Anlaufzeit agiert, und stetig der Spannungsbogen gestrafft. Die Darsteller werden filmtechnisch auf drastische Weise dezimiert und die Art der Tötungen wird dem Genre auf alle Fälle gerecht. Sowohl Spannungsliebende, aber auch Verfechter des Horrorfilmes, werden zu gerechten Teilen bedient, sodass sich der Kinobesucher auf ein kurzes aber nachhaltiges Erlebnis gefasst machen darf.

  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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Nachdem ich schon seit über 10 Jahren Horrorfilme schaue und was Grusel betrifft ziemlich "abgestumpft" bin, ist REC eine wahre Erfrischung. Sowohl Schreckeffekte als auch Grusel kommen nicht zu kurz. Dazu eine gehörige Portion Blut. Die Hauptdarst...

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geschrieben am 27.07.2011 um 12:14

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ø Wertung: 8,6/10 | Wertungen: 25 | Kritiken: 1

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