10.000 B.C.

  • Informationen zum Film
  • 10.000 B.C.

  • Originaltitel:
    10,000 BC
    Genre:
    Abenteuer, Fantasy
    Produktionsländer:
    USA, Südafrika
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    06.03.2008
    Kinostart Deutschland:
    06.03.2008
    Kinostart USA:
    07.03.2008
  • Inhalt
  • Schon seit ihrer Kindheit ist D`Leh, und die schöne Evolet, ein Herz und eine Seele. Im Laufe der Jahre entwickelte sich aus Freundschaft eine tiefe und innige Liebe. Der junge Krieger gilt als Außenseiter da sein Vater das Volk aus unerfindlichen Gründen verließ. D`Leh wurde deshalb vom Stammesführer und besten Freund großgezogen. Bei der anstehenden Mammutjagd, das Futter für die nächsten Tage bedeutet, will der ambitionierte Held den angeborenen Mut unter Beweis stellen. Er will es auch allen Dorfbewohnern, und nicht zuletzt seiner großen Liebe zeigen, zu welch Leistungen er fähig ist. Und in der Tat kommt der Bergstamm, dank des ehrgeizigen Helden, zu einem erlegten Tier. Brüderlich wird die riesige Fleischmenge unter das gesamte Volk aufgeteilt. D`Leh bekommt wegen seines ungeheuerlichen Einsatzes den “ weißen Speer “ und wird außerdem zum neuen Führer gewählt. Allesamt blicken sie optimistisch in die Zukunft. Leider erweist sich dieser Zustand als trügerisch, denn Sklavenjäger sind im Lande, um arbeitsfähige Männer und schöne Frauen zu entführen. Und es dauert nicht lange bis diese widerlichen Gestalten auch D`Lehs Stamm heimsuchen. Zum Leidwesen werden sämtliche brauchbaren Männer, und auch die reizende Evolet, verschleppt. Nur D`Leh, und eine handvoll Übriggebliebene haben es geschafft sich zu verstecken, um nicht in die Klauen der geheimnisvollen Schurken zu gelangen. Der junge Krieger und ein paar Gefährten, machen sich auf den Weg, um ihre Freunde zu befreien. Es wird eine Reise die sie durch verschiedene Kulturen führt. Auf ihren Weg treffen sie auf weitere Opfer, deren Angehörige ebenfalls mitgeschleift wurden. Zusammen wird ihre Macht größer, je mehr Krieger sie auf ihren Abenteuer aufnehmen. Gemeinsam müssen sie schließlich in einem Finale, nicht nur gegen böse Konkurrenten kämpfen, sondern sich auch einer scheinbar übernatürlichen Macht stellen …


  • Filmkritik
  • Mit Filmen wie INDEPENDENCE DAY, GODZILLA oder THE DAY AFTER TOMORROW hat sich “ Deutschlands Vorzeige Regisseur “ Roland Emmerich einen Namen gemacht. Wegen der enormen Produktionskosten seiner Werke gilt er als DER Mann für die derzeitige Popcorngeneration. Er inszeniert Filme die für eine breite Masse gelten. Und da seine Formkurve in finanziellen Belangen stets nach oben zeigt, werden ihm risikobehaftete Produktionen zugeteilt. In diesen Zusammenhang ist auch das neueste Projekt zu sehen. 10.000 BC kann als bis dato kühnstes Werk des Filmemachers angesehen werden. Denn es ist zum gegenwärtigen Standpunkt schwer einschätzbar, ob sich eine derartige Geschichte rechnet. Schließlich wurden allein für die Produktion 75 Millionen Dollar locker gemacht. Diese Kosten beinhalten aber noch nicht die riesige Werbe Maschinerie, die sich erst jetzt langsam in Bewegung setzt, um weitere Millionen förmlich aufzusaugen. Ein, sowohl inhaltlich, als auch von der grundsätzlichen Idee ähnlich gestalteter Film, hat vorgemacht wie es funktionieren könnte. APOCALYPTO, realisiert von Mel Gibson, basiert ebenfalls auf geschichtlichen Material. Und es handelt im Grunde ebenfalls von einer “ verschleppten “ Liebesgeschichte. Nur damals hieß das Zugpferd MEL GIBSON, und dem ist hier lediglich ein akzeptabel bekannter Regisseur entgegenzusetzen. Des Weiteren lagen die Gesamtkosten des Vorgängers nur bei gut der Hälfte. Mal sehen ob sich WARNER BROTHERS mit seinem Team nicht etwas verrechnet hat.

    10.000 BC begeht aus kritischen Augen den schwerwiegenden Fehler, es vielen Generationen recht machen zu wollen. Gleichbedeutend mit der Altersfreigabe ( PG 13 ) ist, dass der Film notgedrungen auf essenzielle Dinge verzichten muss. Die Kämpfe, und auch die Tierjagden, gestalten sich weitgehend als blutleer und bieten daher wenig spektakuläres. Wenn schon ein Big Budget Genre Film, dann mit so wenig Wagnis wie möglich, scheint hier wohl die Devise zu lauten. Ein wenig Mut zur Kompromisslosigkeit hätte diesem Projekt offenkundig gut getan, obwohl an dieser Stelle keine Garantie zum finanziellen Erfolg gegeben werden kann.

    Auch bietet der Film keine bekannten Darsteller, die mit ihrer Physiognomie die Kinoleinwand verzieren. Weibliche Kinobesucher dürfen sich lediglich mit verschmutzten und optisch unattraktiven Gesichter begnügen, die dazu im handwerklichen Bereich bestenfalls den Status “ Durchschnitt “ erreichen. Die weibliche Protagonistin Evolet, gespielt von Camilla Belle, ist ein Hingucker; keine Frage. Aber warum gerade bei ihr auf den Staub, den Schlamm und der Bemalung im Gesicht verzichtet wird, bleibt wohl ein Geheimnis. Obwohl es ihrer Attraktivität nützt ist es für den Film nur schwer verständlich. Es ist nicht nachvollziehbar, warum nur die Dorfhübscheste, gewaschen und geschminkt durch das Bild laufen darf, während das restliche Cast eine Schlammpackung ins Antlitz bekommt.

    Positiv und wohl das beste Argument für 10.000 BC ein Kinoticket zu kaufen, sind die meist geglückten Spezial Effekte. Wenngleich es die Verantwortlichen auch diesmal nicht schaffen, einen Schauspieler einen “ Effekt “ ins Auge blicken zu lassen. Dieses Problem wird uns wohl noch in den nächsten Jahren verfolgen. Es wirkt, wie immer so, als würde der Darsteller den animierten Tier nicht an, sondern vorbei sehen. Insgesamt jedoch bieten die Herren in dieser Kategorie eine solide Arbeit. Auch auf dem Sektor Ton und Tonschnitt befindet sich das Werk auf hohen Niveau. Der Score ist passend und musikalisch umgesetzt. Dafür zeichnet der österreichische Komponist Harald Kloser verantwortlich. Der Vorarlberger debütiert in 10.000 BC auch als Drehbuchautor und untermauert seine Vielseitigkeit als ausführender Produzent.

    Fazit:


    Leider gelingt es dem Regisseur nicht dem Produkt eine Extravakanz zu verleihen, die in STARGATE oder INDEPENDENCE DAY durchaus vorhanden war. Der Besucher bekommt genau das vorgesetzt was auch ein GODZILLA oder DER PATRIOT zu bieten hatte. Roland Emmerich schließt mit 10.000 BC nahtlos an seiner letzteren Werke an, die sich allesamt als solide, aber belanglos darstellen.

  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
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