Die Schwester der Königin

  • Informationen zum Film
  • Die Schwester der Königin

  • Originaltitel:
    The Other Boleyn Girl
    Genre:
    Romanze, Biographie, Geschichte, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    07.03.2008
    Kinostart Deutschland:
    06.03.2008
    Kinostart USA:
    29.02.2008
  • Inhalt
  • Sir Thomas Boleyn, ein machtgieriger Mensch, versucht alles um seinen Status in der Gesellschaft zu verbessern. Zum Entsetzen seiner Frau, benützt er beide Töchter um mit ihnen den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Da sich Königin Katharina von Aragon außer Stande befindet für König Heinrich VIII einen männlichen Nachfolger zu erzeugen, versucht es Sir Thomas mit einer List. Sein Schwager, Herzog von Norfolk, lädt den König in Sir Thomas Haus ein, um seine gebärfreudigen Töchter kennen zu lernen. Als Mätresse soll Anne Boleyn, Heinrich einen Sohn schenken. Als der König eintrifft, ihm aber Anne zum Leidwesen zu frech erscheint, droht der Plan zu scheitern. Doch auf die zweite Tochter Mary, scheint er ein königliches Auge geworfen zu haben. Den Vater ist auch diese Konstellation höchst willkommen. Doch Anne, dass andere Boleyn Mädchen, fühlt sich in ihrer Ehre verletzt. Schon immer wird sie, obwohl die Ältere der Beiden, benachteiligt. Erst verlässt sie verbittert ihre Heimat um aber, als sich die Möglichkeit bietet, mit einem rachsüchtigen Plan wiederzukehren.

  • Filmkritik
  • Im Prinzip darf man den bis dato nur als TV Regisseur bekannten Justin Chadwick nichts anlasten. Mit DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN inszeniert der 40 jährige Engländer einen Kostümfilm, der durchaus seine Reize bietet. Optisch opulent und mit einem gut gewählten Set, erschafft er ein Szenario, dass den Besucher getreu in diese Zeit versetzt. Unterstützt wird Justin mit einem klanghaften Soundtrack und einer ruhigen Kamera, die stets den passenden Rahmen trifft. Die Ausstattung und vor allem die wunderschönen Kostüme, die qualitativ mit denen aus ELIZABETH: THE GOLDEN AGE gleichzusetzen wären, sind weitere Ausrufungszeichen dieses Films. Auch darf der Betrachter keines Falls die namhaften Darsteller vergessen, die auf seriöse Weise ihr Handwerk verstehen. Dennoch vermag THE OTHER BOLEYN GIRL, im Original, nicht zu überzeugen. Obwohl der Regisseur eine reife Leistung bietet kann sein Werk den Zuseher kaum in seinen Bann ziehen. Die Geschichte wird interessant erzählt, keine Frage. Aber er schafft es leider nicht eine Atmosphäre zu erzeugen, um die Qualität noch zu steigern. Nicht dass dieses Gesamtwerk ins Belanglose abdriftet, dafür ist es zu achtbar. Aber das Quäntchen, das gewisse Etwas, um den Film auch wirklich zu fühlen, fehlt.

    Eine zweite allerdings nur kleine Schwäche ist im Drehbuch zu finden. Das Gut und Böse ist, ob gewollt oder nicht, in den beiden Schwestern nicht klar ersichtlich. Die Habgier ist im dankbareren und schlechteren Charakter nicht ausgeprägt genug, um den Besucher die Werte des Menschen differenziert vorzuführen. Ihrem Wesen wird, trotz ihrer Handlungen, zuviel Sympathie eingeräumt. NATALIE PORTMAN bekleidet diese Rolle annehmbar, schließlich kann sie nichts für dieses Manko. Ihre Darbietung darf als solide eingestuft werden. Natalie gilt in ihren Performances stets als konsequent. Nach einer Fehlleistung sucht man bei ihr vergebens. SCARLETT JOHANSSON gibt als jüngere Schwester ebenfalls eine anschauliche Leistung ab. Obwohl ihre Rolle wenig Höhepunkte enthält, agiert sie ständig präsent. Viele werden sich die Frage stellen, wie die beiden Schwestern spielen können, obwohl sie fast gegensätzlich aussehen. Man könnte es mit, die Eine kommt nach den Vater, die Andere nach der Mutter, beantworten. Leider funktioniert diese Antwort nicht, schließlich wird die Mutter von KRISTIN SCOTT THOMAS verkörpert, die nun keine der beiden Mädels ähnelt. Wie auch immer … König Heinrich VIII wird von ERIC BANA wieder gegeben. Leider hat das Skript auch für ihn keine sonderlich geprägte Stellen vorgesehen, in dem der Ausnahmeschauspieler glänzen kann. Das Ensemble wird von JIM STURGESS, der den Bruder der jungen Damen darstellt, nebensächlich ergänzt.

    Fazit:

    Schöne Bilder, eine tolle Ausstattung und Darsteller die ihr Handwerk verstehen, sind manchmal zu wenig, um einen Film unvergesslich zu machen. Besonders dann wenn die Stimmung, die ein Publikum mitreißen kann, fehlt. Trotz allem ist DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN insgesamt ein Guter seines Genres.

  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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