Asterix bei den Olympischen Spielen

  • Informationen zum Film
  • Asterix bei den Olympischen Spielen

  • Originaltitel:
    Astérix aux jeux olympiques
    Genre:
    Komödie, Abenteuer, Familie, Fantasy
    Produktionsländer:
    Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Spanien
    Produktionsjahr:
    2008
    Kinostart Österreich:
    01.02.2008
    Kinostart Deutschland:
    31.01.2008
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Constantin Film
  • Inhalt
  • Romantix, eine verliebte Seele, hat sein Herz der wunderschönen griechischen Prinzessin Irina geschenkt. Wie das einstige Original, so wird auch diese Helena von mehreren Verehrer umworben. Doch versprochen ist sie bereits Brutus, dem machtgeilen Adoptivsohn Caesars. Mit einer Hochzeit der beiden soll die Machtbesessenheit der Römer besänftigt werden. Doch die emanzipierte Monarchin wartet mit einer List auf. Der Sieger der olympischen Spiele soll ihre Hand bekommen. Möge der Kampf beginnen, welche die Gallier mittels Zaubertrank leicht gewinnen könnten. Gäbe es nicht eine unüberwindliche Hürde, die Dopingkontrolle !
  • Filmkritik
  • Der Comic Asterix bei den Olympischen Spielen von dem Autor René Goscinny und dem Zeichner Albert Uderzo erschien im Olympiajahr 1968. Der subtile, satirische Humor deckt das gesamte Register der Halbwahrheiten über die Sportwelt auf. Der 12. Band über den kultigen Gallier avancierte schnell neben den anderen Bänden zu einem Beststeller der Comicwelt. Aufgrund dieser Popularität hielten die Produzenten der Realverfilmungen über den antiken Held dieses Volumen für die geeignete Vorlage für ihre neueste Verfilmung.

    Um die 78 Millionen Euro-Produktion etwas für das Jahr 2008 aufzufrischen, wurden zwei komplett neue Handlungsstränge hinzugefügt: Der Kampf um Irina zwischen Romantix und Brutus, und die Mordanschläge von Brutus an seinen weltbeherrschenden Vater. Diese beiden Geschichten werden als die Leitenden eingesetzt und verdrängen hierbei den Hauptplot aus der Comicvorlage in den Hintergrund. Hierdurch wird die Rolle von Asterix und Obelix nach hinten versetzt. Brutus, der in beiden Storys die dominante Rolle übernimmt, wird schleunigst zum Haupthelden des Films erklärt. Diese Verschiebung des Cast wird besonders die eingefleischten Fans der nostalgischen Comicreihe verschrecken. Die Geschichte um die junge Liebe kann man getrost als ein Fiasko ansehen. Ohne irgendein Gefühl wird einfach diese Beziehung runtergespult. Es scheint so als hasten die Drehbuchautoren hier nur zum vorhersehbaren Happy End. Subtiler Humor wird durch dumpfe Slapstick Einlagen und sympathische Charaktere durch oberflächliche Pappfiguren ersetzt. Um einiges besser darf der Machtkampf zwischen Benoît Poelvoorde als Brutus und Alain Delon als Julius Caesar bezeichnet werden. Zwar werden dem Wahlsohn viele Clowneinlagen aufgezwungen, doch erlaubt ihm das Drehbuch manchmal gekonnt den bitterbösen Bösewicht zu spielen.

    Christian Clavier hat schon nach der Produktion des zweiten Teiles den Ausstieg aus dem Projekt angekündigt. Seinen Part als Asterix übernimmt in Asterix bei den Olympischen Spielen der französischer Komödiant Clovis Cornillac. Doch während Clavier wenigstens teilweise den süffisanten Blick der sympathischen Hauptfigur in den vorigen Filmen wiedergeben konnte, wirkt die neue Wahl einfach nur noch grimmig. Das lakonische Grinsen wird von einem stets nach unten gezogenen Mundwinkel ersetzt, die verträumten Äuglein verwandeln sich in misstrauische Pupillen und statt der gemütlichen Schlenderart, stampft der neue Protagonist durch die gallischen Wälder.

    Die wirklichen Glanzpunkte dieser eher mäßigen Großproduktion sind die Darstellungen von Obelix und Caesar. Gerard Depardieu hat schon in den letzten Verfilmungen der Kultcomics bewiesen, dass seine Präsenz die perfekte Wahl für den Part des Obelix ist. Er kann die Atmosphäre, die liebenswerte Seele und das gemütliche Wesen des Dicken genau darstellen. So wie einst Depardieu als gezeichnete Gestalt in Bogus aus seinem zweidimensionalen Gefängnis sprang, scheint dies nicht der Schauspieler zu sein, sondern der tatsächliche Obelix. Julius Caesar ist eine arrogante Person, die seinen altersbedingten „Verfall“ nicht zugestehen will. Durch Alain Delon spürt man eben diese Charakterzüge genau im richtigen Maße. Nicht umsonst gab man diesem Edelschauspieler aus Frankreich die witzigsten und einfallsreichsten Dialogfragmente – „Caesar altet nicht – er reift !“. Natürlich darf man auch die verschiedenen Gastauftritte, von Michael Schuhmacher als ehrgeiziger Schuhmix bis Jamel Debbouze erneut als kleiner Wicht Numérobis, als einige der besten Einfälle bezeichnen, die den Film auf ein um einiges höheres Niveau heben.

    Fazit:
    Slapstick, platte Witze und eine Hand voll witziger Ideen. Auch wenn die Adaption von Asterix bei den Olympischen Spielen dem Comic nicht das Wasser reichen kann, werden die Fans von den vorigen beiden Realverfilmungen ihren Gefallen an diesem Werk finden.
  • Wertungen
  • Story
    1,0
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
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