I am Legend

  • Informationen zum Film
  • I am Legend

  • Originaltitel:
    I Am Legend
    Genre:
    Thriller, Sci-Fi, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    10.01.2008
    Kinostart Deutschland:
    10.01.2008
    Kinostart USA:
    14.12.2007
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt

  • Ist Robert Neville der einzige Überlebende auf dieser Erdkugel ? Während die gesamte Menschheit einer Epidemie zum Opfer fiel, scheint der Wissenschaftler gegen das Virus immun zu sein. Seit über drei Jahren unternimmt er in seinem Labor vergebens, ein Mittel für dieses Desaster zu finden. Tagsüber versucht Robert, Spuren weiterer Lebende aufzuspüren, und haltbare Lebensmittel zu sammeln. Aber er muss dabei verdammt vorsichtig sein. Im Dunkeln verbergen sich blutsaugende Infizierte, die nur nach der Dämmerung aus ihren Verstecken kommen. Sie begeben sich ebenfalls auf Futtersuche denn sie begehren frisches Blut. Das Gehirn der lichtscheuen Wesen scheint aber im Gegensatz zu den üblichen Untoten aus anderen Filmen noch zu funktionieren, denn sie stellen sich bei der Nahrungssuche verdammt clever an. Daher achtet Robert stets auf seinen eingegebenen Alarm und hält sich minutiös daran, um sich nicht in unnötige Gefahr zu begeben. Wenn der letzte Sonnenstrahl über New York zieht, befindet er sich längst in Sicherheit. Er hat Fenster und Türen an seinem Haus lichtdicht versperrt und zusätzlich verstärkt. So kann sich Robert, wenn er die selbst verursachende Lautstärke drosselt, gefahrlos zwischen den eigenen Wänden bewegen. Häufig versucht er zur späten Stunde im Labor, dass sich im Kellerbereich befindet, einen Stoff zu entwickeln, dass den vampirähnlichen Typen da draußen helfen könnte. Er setzt Chemikalien mit seinen resistenten Blut zusammen und hofft damit den Durchbruch zu schaffen. Doch die Zeit wird knapp, denn die Virusträger haben in Erfahrung gebracht dass sich irgendwo ein lebendiger Körper befindet, der warmes Blut in sich beinhaltet.

  • Filmkritik

  • Sechs Milliarden Menschen bevölkern unseren Weltball. Eine von Menschenhand verursachte Katastrophe löscht 90 % der Bevölkerung ganz einfach aus. Der Rest vegetiert als Infizierte mit Überdruck in der Finsternis. Nur ein widerstandsfähiges Überbleibsel in Form von Will Smith steht uns zur Verfügung, um für die gesamte Spielzeit zu unterhalten. Genügt ein Konzept dieses Ausmaßes, ohne dass eine Langeweile entsteht ? Es könnte durchaus ! Denn was dafür spricht ist, dass ein Will Smith in Form zu einer solchen One Man Show durchaus fähig ist. Des weiteren wurde die Location mit New York perfekt gewählt. Wie es die Verantwortlichen bewerkstelligt haben, frequentierte Plätze für mehrere Stunden ohne weiteres zu sperren, so dass ein Endzeitszenario geschaffen werden konnte, ist bemerkenswert. Das dadurch entstandene Flair, die sich ständig in Bewegung befindliche Kamera und das Drehbuch, speziell im ersten Drittel, verzeichnet man ebenfalls gewichtig auf der Habenseite.

    Warum es dennoch nicht ganz für einen Klassefilm reicht ist mit den folgenden Punkten schnell aufgezählt. Während sich die Figur Robert bei Tag in technisch schönster Hollywood Form bewegt und der Film in dieser Phase qualitativ überzeugt, ist die nächtliche Welt eine ganz andere. Die Verseuchten besitzen eher den Look aus einem SILENT HILL Spiel entsprungen zu sein. Das liegt daran dass hier sehr viel mit Computer bearbeitet wurde, so dass die Darsteller digitalisiert wirken. GOLLUM aus HERR DER RINGE dürfte für diese Technik wohl Pate gestanden haben. Die unterschiedlichen Stilisierungen beißen sich und reagieren somit wie Gegenpole. Das zweite zu nennende Problem ist, dass Regisseur Francis Lawrence es zwar schafft Spannung zu erzeugen, aber diese nicht für eine gesamte Szene halten kann. Dadurch vergeigt der Filmemacher das enorm vorhandene Potential ein wenig. Nicht dass der Zuseher insgesamt von einer schlechten Regieleistung sprechen könnte, aber es wäre so viel mehr möglich gewesen. Der dritte und letzte gewichtige Grund warum I AM LEGEND nicht gänzlich glänzt, liegt am Drehbuch, dass sein komplettes Pulver bereits in der ersten Hälfte verschießt. Nachdem der Zuseher über die Geheimnisse eingeweiht wurde, gelingt es dem Skript nicht mehr interessantes für den restlichen Film zu bieten. Das geht so weit, dass I AM LEGEND sogar von anderen Genre Filme wie TERMINATOR abkupfert.

    Dennoch bleibt I AM LEGEND als Gesamtpaket ein kurzweiliges und visuelles Filmvergnügen, wenngleich seine Möglichkeiten bei weitem nicht ausgeschöpft wurden. Will Smith stellt sowohl optisch ( mit Spezialtrainer ), als auch in der Performance seinen Mann, und wird der Verantwortung einen gesamten Film alleine tragen zu müssen, gerecht. Der Komponist James Newton Howard setzt bei seiner Instrumentalisierung vor allem auf Atmosphäre. Hier bleiben die Melodien weniger als Ohrwürmer im Gedächtnis haften. Dieses Mal verstärkt er mit seinen Klängen das Werk aus visueller Sicht. Andrew Lesnie wurde als Kameramann für Peter Jacksons Trilogie HERR DER RINGE bereits mit diversen Preisen überhäuft. Für I AM LEGEND könnte ihm ähnliches Schicksal zuteil werden, da seine Perspektiven und sein Auge für das Wesentliche, enorm ausgeprägt sind. In den Kategorien Ton und Tonschnitt wird wohl kein Weg an die heurigen Oscars vorbeiführen können. Eine Nominierung für die beiden erwähnten Abteilungen gelten als gewiss.


  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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I AM LEGEND basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage aus dem Jahre 1954 und ist nicht nur die filmische Umsetzung des Stoffes, sondern auch ein Remake. Bereits 1971 wurde die Geschichte unter dem Titel Der Omega Mann verfilmt. Diesen habe ich bis da...

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geschrieben am 18.08.2011 um 13:18

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ø Wertung: 7,7/10 | Wertungen: 29 | Kritiken: 1

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