Mr. Brooks

  • Informationen zum Film
  • Mr. Brooks

  • Originaltitel:
    Mr. Brooks
    Genre:
    Krimi, Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    30.11.2007
    Kinostart Deutschland:
    29.11.2007
    Kinostart USA:
    01.06.2007
    Verleiher Österreich:
    Concorde Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Concorde Filmverleih
  • Inhalt

  • Nach dem äußeren Schein ist Mister Earl Brooks der makellose Mann. Er, ein reicher Fabrikbesitzer, besitzt ein tadelloses Familienleben und ist bei seinen Mitmenschen gerne gesehen. In seinem Inneren jedoch verbirgt er ein fürchterliches Geheimnis. Sein imaginärer Freund Marshall treibt ihn dazu, nächtens loszuziehen und gnadenlos zu morden. Mr. Brooks versucht von seiner Krankheit loszukommen, doch seine Sucht und der Drang zu töten, ist stärker. Gewissenhaft bereiten Earl und sein Alter Ego die Hinrichtungen vor. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Schließlich gilt es die Fassade zu wahren und sein Geheimnis zu schützen. Doch bei seinem letzten Mord begeht Mr. Brooks einen verhängnisvollen Fehler. Die beiden Opfer liebten es sexuelle Dinge der Öffentlichkeit preiszugeben und schlossen deshalb nie die Vorhänge. Davon wussten einige Nachbarn und so ist es kein Zufall das der Mörder bei seiner Tätigkeit beobachtet wird. Der Hobbyphotograf, nennen wir ihn Mr. Smith, hat einige verhängnisvolle Bilder davon geschossen. Anstatt sich damit an die Polizei zu wenden, fordert er den Killer auf ihn bei seinen Mordtouren begleiten zu dürfen. Widerwillig gibt Mr. Brooks nach und unterwirft sich den zwielichtigen Eingebungen seines Komplizen Marshall. Die Schlinge zieht sich enger als die ambitionierte Ermittlerin Tracy Atwood, jenen Mr. Smith als Hauptverdächtigen ausmacht und ihn ab sofort beschattet. Wird er die Polizistin zum wahren Täter führen und damit dafür sorgen das Mr. Brooks Doppelleben endgültig auffliegt ?

  • Filmkritik

  • MR. BROOKS ist einer jener Filme in dem der Zuseher seine Sympathie ohne Vorbehalt der bösen Seite schenkt. Obwohl man alle Abscheulichkeiten ohne Tabus vorgesetzt bekommt, wünscht sich der Betrachter einen für Earl positiven Ausgang. Wie kann es sein, dass ein Faible zu einen gnadenlosen Mörder entsteht ? Nun ja, vielleicht liegt es daran das MR. BROOKS ein kranker Mensch ist und die Taten wegen seiner Manie geschehen. Eventuell ist der Grund dass sich die andere Seite so gutmütig und treuevoll seiner Familie gegenüber verhält. Soll einer, der beide Seiten in sich vereint, geheilt werden und der Geschichte somit zu einem Happy End verhelfen ? Ist es nicht so, dass wir alle unsere Schattenseiten in uns tragen. Nur können wir unsere schlechten Neigungen kontrollieren so dass sie nie zum Vorschein kommen. Käme uns die Kontrolle abhanden würden wir ohne Frage ebenfalls zu einem MR. BROOKS mutieren !

    Die Stärken des Filmes sind, um es sofort auf dem Punkt zu bringen, in den Dialogszenen zwischen MR. BROOKS und seinem imaginären Freund Marshall zu finden. In jenen Passagen, in dem die beiden Hauptcharaktere immens verächtlich agieren, gestaltet sich der Thriller zu einem der Extraklasse. Die Stimmung und das daraus entstehende Flair sind förmlich zum Greifen. Es ist wie das schlechte Gewissen dass dem schwachen Kranken einredet wie er sich zu verhalten hat. Es scheint so als hätte sich MR. BROOKS seit Jahren damit abgefunden, dass er seine böse Hälfte nicht mehr los wird. Das seine Krankheit für ewig an ihm haftet und sich so, wohl oder übel, arrangieren musste. Kevin Costner und William Hurt, den beiden Hauptdarsteller, gilt der Hauptanteil des positiven Ergebnisses. Kevin gibt seine gespaltene Persönlichkeit gewohnt routiniert wieder. Er besitzt die schauspielerische Fähigkeit, Gut und Böse, in gleicher Maßen zu verkörpern. Der Zuseher glaubt ihn sowohl den Mörder als auch den umsorgenden Ehemann und Vater. William Hurt gibt sein satanisches Wesen auf zynische Weise Ausdruck. Sein Mimikspiel und seine gelassene Art geben der Figur Marshall seine Bedeutung.

    Leider kann das gesamte Drehbuch nicht ganz mit dem schauspielerischen Duell der Protagonisten mithalten. Zum einen ist es an den meisten Stellen vorhersehbar und zum anderen wollte man ganz einfach zu viel in die Story verpacken. Ein Killer mit einem eingebildeten Kollegen ist den Hollywood Autoren natürlich zu wenig. Da müssen noch ein paar seltsame Nebengeschichten herhalten, die zumeist an den Haaren herbeigezogen wirken. Die Polizistin, gespielt von Demi Moore, die ihre komplette Aufmerksamkeit auf ihre Profession legen sollte, muss sich nebenbei mit ihren “ Noch Ehemann “ gerichtlich einigen. Außerdem wird sie von einen wahnsinnigen Massenmörder verfolgt, der sie am liebsten tot wünscht. Noch dazu gibt es da einen Hobbyphotografen, der das Morden kennen lernen will. Und schlussendlich gesellt sich noch die Tochter Brooks hinzu, die womöglich die Gene des Vaters erbt. Tut mir leid, aber das ist dem Guten zuviel ! Etwas weniger wäre hier wesentlich mehr gewesen. Denn durch die diversen Verstrickungen geht leider auch eine Spannung, die gelegentlich durchaus vorhanden war, verloren. Doch darf der Zuseher insgesamt von einem respektablen Werk sprechen in dem zugegeben noch mehr Potential gesteckt hätte.

    Für diesen Thriller zeichnet Bruce A. Evans verantwortlich, der bislang als Regisseur nur mit seinem Erstlingswerk KUFFS in Erscheinung trat. Obwohl er auf diesem Gebiet als unerfahren gilt, hat sein nun zweiter Film MR. BROOKS Respekt verdient. Leider fällt die Kritik für sein routinierteres Terrain, das verfassen von Drehbücher, aus oben erwähnten Gründen nicht so gut aus. Dabei gelangen Bruce Filmvorlagen zu DIE PIRATENBRAUT, KUFFS, John Carpenters STARMAN und nicht zuletzt Rob Reiners Werk STAND BY ME. Da sollte doch seine vorhandene Erfahrung Alarm geschlagen haben um es bei einer simplen Jekyll und Hyde Geschichte zu belassen. Erwähnenswert sei zu allerletzt noch der passend unspektakuläre Soundtrack, der mit eher spezifischen Klängen als mit Hitparadenmusik trumpft. Ramin Djawadi, ist ein Komponist der für 66 Folgen der TV Serie PRISON BREAK musikalisch verantwortlich ist. Sein Sound, den er für MR. BROOKS schrieb, geht mehr unter die Haut als ins Gehör. Aber so sollte es ja auch bei einem sehenswerten Film seines Genres sein !
  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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