30 Days of Night

  • Informationen zum Film
  • 30 Days of Night

  • Originaltitel:
    30 Days of Night
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    03.01.2008
    Kinostart Deutschland:
    08.11.2007
    Kinostart USA:
    19.10.2007
  • Inhalt

  • Nördlich des Polarkreises befindet sich die kleine Stadt Barrow im US-Staate Alaska. Da in dieser Gegend einmal im Jahr das Tageslicht für einen Monat verschwindet und in jener Zeit eine beträchtliche Kälte herrscht, machen sich die meisten Einheimischen aus dem Staub und flüchten in den Süden. Daher befindet sich die gesamte Stadt am letzten Sonnentag in großer Aufruhr. Aufbruchstimmung ist angesagt, Koffer werden in die Wägen verpackt, alle wollen nur eines. So schnell wie möglich ihre Heimat für diese schreckliche Zeit verlassen. Nur wenige, die entweder ihr Transportmittel versäumt haben, oder jene die ihren Dienst auch während der Dunkelheit versehen müssen, bleiben zurück. Und es dauert nicht lange bis eine Gruppe blutdurstiger Vampire im Schutze der Finsternis in die Kleinstadt eindringen. Sheriff Eben Oleson und seine dezimierte Bevölkerung müssen sich gegen den hungrigen Blutsaugern zur Wehr stellen und ausharren bis das erste Sonnenlicht wieder auf Barrow trifft. Ein ungleicher Kampf auf Leben und Tod beginnt ...

  • Filmkritik

  • 30 DAYS OF NIGHT entspringt aus einem Comic das erstmals 2002 veröffentlicht wurde. Steve Niles und Ben Templesmith nennen sich die Erfinder dreier Bände, die auf ihre eigene Weise, einen neuen Stil Vampire zu zeigen, kreierten. Dieser neue Look wurde in den Kreisen der Comicbuchleser positiv aufgenommen. Sogar so sehr, das Sam Raimi darauf aufmerksam wurde und Ghost House Productions gründete, um dieses Script auf die Leinwand zu bringen. Mit David Slade engagierte das Produktionsteam einen Mann der durch sein Erstlingswerk HARD CANDY überzeugte. Für Raimi und seinen Geschäftspartner Rob Tapert war Slade der ideale Regisseur, um 30 DAYS OF NIGHT so umzusetzen dass es genau dem Comic entspricht. Obwohl David in seiner Branche noch als unerfahrener Neuankömmling gilt, besitzt er doch eine Fähigkeit die ihn schon jetzt erkennbar auszeichnet. Er hat das Talent seine Filme einzigartig wirken zu lassen und drückt so dem Film seinen Stempel auf. David wertet seine Werke dadurch auf, in dem er sehr viel auf Atmosphäre setzt. Laut Tapert besitzt der Regisseur ein fantastisches Gespür für Details. Er redet auch viel mit seinen Schauspielern, geht auf ihnen ein, und realisiert so das gemeinsame Ziel.

    30 DAYS OF NIGHT ist der langerwartete Vampirfilm der Neuzeit. Dieses Werk erinnert mit Vergnügen an jene Zeit, als Blutsauger in den 60er und 70er Jahren Hochkonjunktur hatten. Er stellt sich als geradlinig und unkompliziert heraus. Ohne großes Geschnörksel wird seine recht einfache Geschichte erzählt. Die Spannung ist von Beginn an vorhanden und hält sie die gesamten knapp 2 Stunden aufrecht. Das Aussehen der Vampire ist dem Stil des Comics nachempfunden. Sie wirken allesamt ungemein angsteinflößend und letztendlich auch unbesiegbar. Vielleicht erinnern die düsteren Gestalten ein wenig an Guillermo Del Toros BLADE II. Und das das Flair im Ansatz an Kathryn Bigelows 1987 entstandenen Genre Klassiker NEAR DARK. Nur das die Protagonisten im letztgenannten Film so etwas wie Seelen besaßen. Und von Seelen sind diese schaurigen Figuren aus 30 DAYS OF NIGHT meilenweit entfernt. Eine der wenigen negativen Seiten des Films liegt möglicher Weise in den Dialogen, speziell dann wenn die Bösewichter am Wort sind. Doch um den klassischen Stil zu bewaren und dem Comic so nahe wie möglich zu kommen, ist dieser Umstand ein verzeihlicher.

    David Slade und seine Mannen dürfen letzten Endes den Konsumenten ein beachtliches Gesamtpaket vorweisen. Die Kamera versteht es exakt den richtigen Rahmen zu finden. Auch wenn sie sich, wie in modernen Filmen üblich, zuweilen zu nahe am Geschehen aufhält. Aber im Gegensatz von anderen ähnlichen Werken sind diese Momente spärlich besetzt, so dass es nicht weiter von belangen ist. Zeitlupenaufnahmen werden mit gleicher Strategie präsentiert. Unter der Devise weniger ist besser, finden sie selten aber immer zum richtigen Zeitpunkt statt. Der Schnitt wurde wegen der Altersfreigabe schnell gelassen. Trotzdem fließt das Blut in Strömen und auch der Goregehalt ist beachtlich. Über gewisse und noch immer vorhandene Moral Tabus schmunzelt 30 DAYS OF NIGHT. Denn das eine oder andere Mal setzt er sich gekonnt davon hinweg. Löblich sei an dieser Stelle auch der Score zu erwähnen, denn er wirkt wie das gesamte Projekt altbewährt. Daher gibt es hier noch eine echte Filmmusik zu hören die nicht mit neuzeitlichen Klängen zugekleistert wird.

    Josh Hartnett ist der wohl einzige klingende Name in der Besetzungsliste. Dennoch geben die weiteren Schauspieler einiges an Qualität her. Vor allem gilt der Fremde, der von Ben Foster gespielt wird, als echter Hingucker. Er verleiht mit seiner Präsenz und seiner eindringlichen Stimme den passenden Einstieg. Melissa George darf als optischer Aufputz überzeugen und Mark Boone Junior für einige Schmunzler sorgen. Leider versieht das Drehbuch für seine Helden so manche kleinere und nicht nachvollziehende Richtungswechsel. Dadurch wird der Zuseher im Verlauf etwas aus der Konzentration geworfen, so dass er sich des öfteren die “ warum jetzt ?? “ Frage stellt. Trotzdem gilt für das Ensemble die selbe Bewertung wie für den gesamten Film. Und diese Note darf der Genre Liebhaber mit “ Gut gemacht “ unterstützen.

  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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