Midsummer Madness

  • Informationen zum Film
  • Midsummer Madness

  • Originaltitel:
    Midsummer Madness
    Genre:
    Komödie, Romanze, Drama
    Produktionsländer:
    UK, Österreich, Lettland, Russia
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    12.10.2007
    Kinostart Deutschland:
    05.09.2009
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Constantin Film
  • Inhalt
  • Mittsommernacht in Lettland – eine Nacht, in der das ganze Land Kopf steht und ausgelassen feiert. Midsummer Madness erzählt fünf Geschichten, die sich in dieser Nacht ereignen: Der junge Amerikaner Curt (Orlando Wells) ist nach Lettland gekommen, um dort seine Halbschwester Maia (Birgit Minichmayr) zu suchen. Erst die Begegnung mit dem lebenslustigen Taxifahrer Oskars (Gundars Abolins) taut den schüchternen jungen Mann auf…
    Livia (Maria de Madeiros) ist eine verwitwete französische Dichterin, die ihren verstorbenen Ehemann in Litauen begraben will. Dumm nur, dass sie mit ihrem Bodyguard Tony (Dominique Pinon) im falschen Land gelandet ist. Aber Bestattungsunternehmer und Chauffeur Peteris (Tobias Moretti) ist gerne bereit, den weiten Weg auf sich zu nehmen.
    Lewis und Mike (Victor McGuire, James William Watts) sind zwei Feuerwehrmänner aus Liverpool, die ihre Partnerstadt in Lettland besuchen und im Laufe der Nacht eine intensive Freundschaft zueinander entwickeln.
    Die Nymphomanin Aida (Chulpan Khamatova) und ihr japanischer Freund Yuki (Benito Sambo) haben derweil andere Probleme: Ihre Eltern sind ausländerfeindlich und wissen noch nichts davon, dass Yuki zur Familienfeier kommt.
    Karl (Detlev Buck) und Axel (Roland Düringer) sind indessen geschäftlich unterwegs und wollen ein großes Aalgeschäft mit dem ebenfalls aalglatten Leonid (Jevgeni Sitochin) abschließen. Dabei stellt Karl Leonids Freundin nach und Axel isst „Zauberpilze“.
    Am nächsten Tag sollten alle im Krankenhaus zusammenkommen…
  • Filmkritik
  • Europäische Filmprojekte sind eine schöne Sache, vor allem wenn es schaffen auf unterhaltsame Weise skurrile Charaktere zueinander zu führen und so für ein „Wir“-Gefühl sorgen. Skurrile Charaktere bietet Midsummer Madness zwar zuhauf, doch sind sie mindestens so abgefahren wie stereotyp. Wir hätten die nimmersatte Russin, den am Schluss doch von Fesselspielchen faszinierten Japaner, den abgebrühten deutschen Geschäftsmann im pastellfarbenen Anzug, den Amerikaner, der Angst hat vor Europa (vor allem im Osten), die melancholischen wie mürrischen Franzosen und überhaupt die geldgierigen Russen. Bis auf den quirligen Taxifahrer Oskars also eigentlich alle nicht besonders sympathisch. Und so sieht man sich auch ganz schnell satt, an dem was, ganz unterhaltsam beginnt.
    In bester Robert Altman Tradition versucht Regisseur Alexander Hahn, einen Ensemblefilm zu gestalten, der seine fünf Geschichten nebeneinander erzählt und sie am Schluss räumlich – aber nicht inhaltlich – zusammenführt. Und das stellt auch das Hauptproblem des Films dar: Er erreicht weder satirische Tiefe noch Authentizität. Die Darsteller spielen sich in gewissem Maße auch selbst. Zugegeben, es macht Spaß, Roland Düringer mit gekonntem Wiener-Schmäh in Hinterholz 8 Manier agierend zu sehen, oder den griesgrämigen Dominique Pinon – doch schnell erkennt man, dass es um die Tiefe der Charakterzeichnung schlecht bestellt ist.
    Am Schluss geht dem Film sogar so weit die Puste aus, dass er nur Curts Geschichte zu einem filmischen Abschluss bringt – der Rest wird mal eben mit Fotomontagen und Off-Kommentar zu Ende erzählt.

    Fazit: Midsummer Madness ist ein leicht überladen wirkender Ensemblefilm, der aufgrund der oberflächlichen Charaktere das große Potential seines erlesenen Casts verschenkt und somit nur durchschnittlich unterhält. Als Appetithappen vermag der Film zu funktionieren, doch satt wird man davon leider nicht.

    Update vom 19.09.: Ein exklusives Interview mit Regisseur Alexander Hahn ist gibt es ebenfalls zum Nachlesen.
  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
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