Zimmer 1408

  • Informationen zum Film
  • Zimmer 1408

  • Originaltitel:
    1408
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2007
    Kinostart Österreich:
    14.09.2007
    Kinostart Deutschland:
    13.09.2007
    Kinostart USA:
    22.06.2007
    Verleiher Österreich:
    Senator Film
    Verleiher Deutschland:
    Senator Film
  • Inhalt

  • Bereits mehrere fragwürdige Bestseller über Hotels, in denen es tatsächlich spuken soll, hat Autor Mike Enslin bis jetzt veröffentlicht. Viele Hotels prahlen förmlich mit übersinnlichen Geschehnissen hinter ihren Gemäuer. Doch meist erweisen sich diese Spukgeschichten als unspektakulär. Gegenwärtig beeindruckt ihn aber ein besonders rätselhafter Fall. Im New Yorker Dolphin Hotel verfügt ein Zimmer über eine überdimensionale Sterberate. Das ZIMMER 1408 hat, glaubt man den Angaben, bis dato 56 Menschenleben verschlungen. Und trotz aller Warnungen des Hotelmanagers drängt es Mike förmlich dazu in genau jener Räumlichkeit zu übernachten. Anfänglich bemerkt er keinerlei Sonderbarkeiten, nichts außergewöhnliches scheint hier vorzugehen. Aber schon sehr bald bewegen sich die Bilder und innerhalb dieser Wände gehen früher Verstorbene ein und aus. Plötzlich wird den Buchautor bewusst das nicht jede Sonderbarkeit vorgetäuscht wird, und beginnt zu glauben. Mike wird in tiefe Abgründe gezogen aus denen kein Entrinnen gibt. Auch seine erlebte Vergangenheit spielt dabei eine große Rolle.

  • Filmkritik

  • Für die Story zu ZIMMER 1408 nahm Regisseur Mikael Håfström eine Kurzgeschichte von Altmeister des Horror, Stephen King zur Hand. Hierbei werden für dieses Genre in Mode gekommene blutige Schlachtfeste ad acta gelegt, und die altmodische klaustrophobische Spukgeschichte erlebt ihre Renaisssauce. Keine Kettensäge und keine Leichenteile spielen die Hauptrolle, sondern lediglich ist es NUR die Angst die im Nacken sitzt. Statt Ekel erhält das Grauen Einzug in diese beklemmende Geschichte, die vor allem in der ersten Hälfte des Filmes zu überzeugen weiß. Hier versteht ZIMMER 1408 den Betrachter des öfteren in die Irre zu führen und darf als richtig spannend und interessant bezeichnet werden. Wer glaubt das Finale voraussehen zu können und denkt er kennt das Ende bereits nach zehn Minuten, der irrt gewaltig. Dieser Horror Thriller zieht in der ersten Stunde geschickt seine Bahnen und wiegt dabei den Zuseher in Sicherheit. Doch ändert er häufig den eingeschlagenen Weg und lenkt dabei gekonnt die Gedanken in die falsche Richtung. Leider, und das erweist sich zum Problem von ZIMMER 1408, werden diese Kehrtwendungen zu häufig angewandt und sukzessive wird das andauernde Abbiegen zu viel. Ein Übersättigungsgefühl mindert in Folge die Anfangs positive Stimmung. Ein Ende a la THE SIXTH SENSE oder THE RING hilft dabei wenig. Trotzdem darf ZIMMER 1408 insgesamt als solide gemachtes Geisterkarussell angesehen werden.

    Obwohl mehrere Charaktere mit namhaften Darsteller eingebunden sind, ist ZIMMER 1408 eine One Man Performance. John Cusack verkörpert den Schriftsteller Mike Enslin als verunsicherten, durch Schicksaalschläge gebeutelten Mann durchaus gekonnt. Man nimmt ihn den Typen der den Glauben verloren hat und von seinen eigenen Geister besessen ist, jederzeit ab. Fast im zynischen zerstörerischen Stil wandelt er in bizarren unrealen Szenerien und versprüht seine Angst glaubhaft. Seine Wandlung im Film, vom ungläubigen Professionellen der stets mit seiner Vergangenheit kämpft, zum ultimativen Albträumer ist bemerkenswert. In weiteren unwesentlichen Rollen gastieren Samuel L. Jackson und Monk Darsteller Tony Shalhoub.

    Die Kamera ist ständig in Bewegung ohne den neuen Trend des verwackelten Bildes zu folgen. Sie kreist um die agierende Person und verleiht dadurch dem Ambiente zusätzliche Atmosphäre. Die Musik bindet sich in das Visuelle ein, ohne aufdringlich zu wirken. Sie erzeugt nachhaltige Spannung und deren Toneffekte erzeugen den einen oder anderen Schrecken. Auch die Schnitte verleihen ZIMMER 1408 zusätzliche Stimmung in dem sie exakt im richtigen Moment passieren. Zu guter letzt muss die Location, das Hotel Dolphin in New York, gewürdigt werden. Es versprüht jenes Flair den der Film in seiner Intensivität benötigt. Es ist ein klassisches altes aber gepflegtes Gebäude das in seiner Beengtheit wunderbar in den Film passt.

    Fazit:
    Zimmer 1408 ist allein aus Andenken an ältere Klassiker seiner Art sehenswert. Leider verstrickt sich die Geschichte in bestimmten Situationen, so dass letztendlich eine bessere Bewertung nicht möglich ist. Aber für ein einmaliges “ Abgruseln “ im dunklen Kinosaal allemal gut genug !

  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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