Black Emanuelle 2

  • Informationen zum Film
  • Black Emanuelle 2

  • Originaltitel:
    Emanuelle nera: Orient reportage
    Genre:
    Drama
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1976
    Kinostart USA:
    05.03.1982
  • Inhalt
  • Emanuelle (Laura Gemser) ist die schöne und berühmte Fotoreporterin, immer auf Achse und ständig an exotischen Orten dieser Welt um die Leser einer namentlich nicht näher genannten amerikanischen Zeitschrift mit ihren exklusiven Bildreportagen zu erfreuen. Per Schiff verschlägt es sie und ihren Dauerfreund Roberto nach Bangkok, wo sie eine Fotoreportage über einen Prinzen machen soll. Doch zunächst läuft alles über einen Mittelsmann (Ivan Rassimov) ab, der sie wiederum mit der Masseuse Gee bekannt macht. Die verfügt über ganz spezielle Kenntnisse der Körpermassage! Während sich Emanuelle in der Stadt die Zeit mit dem Hotelboy vertreibt, bringt Roberto ebenfalls zwei neue Freunde aus der Pampa mit: Jimmy (Giacomo Rossi Stuart) und Francis (Ely Galleani) – ein amerikanisches Ehepaar. Höhepunkt des beschaulichen Zusammenseins ist eine Miniorgie nach dem berauschenden Genuss irgendwelcher Drogen.
    Roberto muss Bangkok bereits verlassen und begibt sich nach Casablanca, Emanuelle versucht weiterhin den Prinzen zu erreichen. Doch sie erfährt lediglich, dass es einen Putsch gegeben hat, wird von fünf deutschen (!!!) Männern vergewaltigt und zudem noch ausgeraubt. Nix wie weg aus Thailand – selbst ohne Pass überzeugt sie mit ihren Argumenten den Sicherheitsbeamten am Flughafen, ihr ein Visum für Marokko auszustellen. Dort lernt sie die leicht frustrierte Diplomatentochter Debra (Debra Berger) kennen und lieben, trifft Roberto, der inzwischen mit einer anderen verlobt ist, wieder und bringt noch so manche kaputte Beziehung ins Lot! „Sweet living thing“ kann man da nur sagen!
  • Filmkritik
  • BLACK EMANUELLE IN BANGKOK stellt Teil 2 einer beispiellosen Filmreihe der 70er Jahre dar und markiert nicht nur den zweiten Teil, in dem Laura Gemser die Hauptrolle übernehmen durfte, sondern auch die zweite Zusammenarbeit (nach „Nackte Eva“) zwischen ihr und Joe D’Amato, der nach dem Auftakt von Bitto Albertini gewissermaßen das Szepter in die Hand nimmt, und die Reihe dazu macht, wofür sie bekannt wurde. Der deutsche Titel – schlicht „Black Emanuelle 2“ ist dabei noch recht in Ordnung, sowohl die Bezeichnungen „in Bangkok“ als auch „Orient Reportage“ führen nicht wirklich ans Ziel. Denn mit „Orient“ hat weder Bangkok noch Casablanca streng genommen zu tun, noch spielt der gesamte Film in Bangkok (vom Standpunkt der Location aus betrachtet, teilt der Wechsel den Film in seine beiden Hauptbestandteile). Untertitel wie „Ein Hauch exotischer Sinnlichkeit“ oder „Im Teufelskreis der Leidenschaft“ sollten aber mindestens genau so abschreckend wirken.
    Diesem Teil der Erotikreihe merkt man sein durchaus hohes Produktionsbudget an: Gedreht wurde an exotischen Originalschauplätzen, welche auch sehr passend in den Film eingebunden wurden. Hier sind vor allem die Spaziergänge und Bootsfahrten durch Bangkok zu erwähnen, die dank Nico Fidencos Ohrwurmsoundtrack gleich noch einmal so schön wirken. Die Nummern „Sweet living thing“ und der Titelsong sind absolute Knüller im Oeuvre des Black Emanuelle Kanons. Nicht weiter verwunderlich, Nico Fidenco ist schließlich immer noch ein gefragter Songwriter, Arrangeur und Komponist, der in Italien sogar einige Chart-Erfolge verbuchen konnte.
    BLACK EMANUELLE 2 gibt storymäßig nicht sehr viel her – hauptsächlich dient sie dazu, unsere Protagonistin – eine Laura Gemser, die hier schöner ist, als in ausnahmslos allen ihren anderen Filmen – von einem Bett ins nächste zu jagen. Dass sie hierbei nicht sonderlich wählerisch ist, ist für jeden, der sich bereits mit der Materie beschäftigt hat, nichts Neues: Mit Dauerfreund Roberto macht sie zuerst an Bord eines Luxus-Kreuzschiffs rum (wie D’Amato zu dieser Sexszene die Bewegungen im riesigen Schiffsmotor quasi als Kontrastpunkt schneidet, ist einfach hübsch anzusehen), später ist sie auch Sex in engen Flugzeugtoiletten oder Badewannen nicht abgeneigt. Eine mehr als unsinnige Vergewaltigungsszene findet sich leider ebenfalls im Film: Sie ist zwar besonders lustig, da fünf deutsch sprechende Herren (die gern mal Grammatikfehler etc. machen) auch in der italienischen Fassung über Frau Gemser herfallen, ihr das aber schon nach kurzer Zeit egal zu sein scheint. D’Amato-Filme sind halt auch immer chauvinistisch.
    Im Vergleich zu anderen Filmen der Reihe positioniert sich dieser im guten Mittelfeld: Wer natürlich mehr „Action“ sucht, ist mit „Nackt unter Kannibalen“ besser beraten, wer es noch verruchter mag, sollte „Emanuelle in America“ sehen. Langeweile tritt bei BLACK EMANUELLE IN BANGKOK erst ab der zweiten Hälfte auf, wenn man(n) sich halt doch schon an der Gemse satt gesehen hat, und das wenn auch noch so schöne „Sweet living thing“ bis zum Gehtnichtmehr angespielt wird. Hier hätte man durchaus mehr Abwechslung verlangen können. Insgesamt also passable, überdurchschnittlich interessante Kost für Fans!
  • Wertungen
  • Story
    1,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    0,5
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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