The Fountain

  • Informationen zum Film
  • The Fountain

  • Originaltitel:
    The Fountain
    Genre:
    Romanze, Sci-Fi, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Deutschland:
    18.01.2007
    Kinostart USA:
    22.11.2006
    Verleiher Österreich:
    Luna Filmverleih
    Verleiher Deutschland:
    Kinowelt
  • Inhalt
  • Für Wissenschaftler Tommy Creo beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit. Er versucht gemeinsam mit seinem Forschungsteam eine wirksame Heilmethode gegen Krebs zu finden. Tagtäglich werden Versuchstiere geopfert um zeitgerecht ein Serum zu entwickeln, mit dem seine erkrankte Frau Izzy gerettet werden könnte. Izzy leidet an einem rasch wachsenden Tumor im Gehirn. Ihr Stadium scheint fortgeschritten, denn seit geraumer Zeit hat sie jegliches Gefühl für Wärme und Kälte verloren. Doch dieser lebensbedrohliche Umstand scheint sie nicht sonderlich zu tangieren. Vielmehr ist sie an ihren Manuskript “ THE FOUNTAIN “ interessiert in dem nur noch das finale Kapitel fehlt. Ihre Geschichte basiert aus dem 16. Jahrhundert und handelt vom Inquistador Thomas, der für seine Königin im südamerikanischen Dschungel den Quell des ewigen Leben finden will. Dabei handelt es sich um einen Baum der von wilden Krieger bewacht ein Maya Heiligtum darstellt. Außerdem widmet die todkranke Izzy ihre Aufmerksamkeit oft den Himmel. Mit Begeisterung beobachtet sie den Sternennebel Xibalba, in dem sich zu folge einer Maya Mythologie die Unterwelt befinden soll. Eine Reise durch Gezeiten beginnt, und Tommy von drei Handlungsebenen versponnen, begibt sich auf die Suche nach Liebe, dem Tod, und das ewige Leben ...

  • Filmkritik
  • Der Grundgedanke zu THE FOUNTAIN widerfuhr Regisseur Darren Aronofsky als er selbst die ersten drei Jahrzehnte überschritt. In jener Zeit erkrankten in seiner unmittelbarer Umgebung Freunde und Bekannte schwer und immer öfter stellte sich Darren die eXistenZ Frage. Das Leben mit dem Tod, beziehungsweise den Umgang mit dem Sterben. Die ersten Skizzen zum Skript wurden durch diese Idee geboren. Gemeinsam mit seinem Co. Autor Ari Handel entwickelte Darren jene mehrschichtige Struktur, die mit nur einen Hauptcharakter funktionieren soll. Dieser Protagonist, auf der Suche nach Unendlichkeit, muss sich auf verschiedenen Zeitebenen behaupten. Eine Person, drei Geschichten, in differenzierten Zeitfenster. Schon 2000 wurde das Drehbuch fertig geschrieben und bis vor zwei Jahre immer wieder überarbeitet. Es fand sich auch schnell ein Geldgeber der 70 Millionen Dollar zur Verfügung stellt. Allerdings knüpfte die Produktion jene Bedingung das Brad Pitt die Titelrolle übernehmen muss. Und als Dieser aus seinen bereits bestehenden Vertrag ausstieg, und auch der weibliche Star Cate Blanchett vertraglich anders gebunden war, schien dieses Projekt zu kippen. Doch Darren hielt an seinem ambitionierten Expose fest und fand letztendlich Warner Brothers, die immerhin 40 Millionen Dollar zur Verfügung stellt und der Realisierung somit in freie Bahnen lenkte.

    DARREN ARONOFSKY erhebt mit seinem neuesten Werk Anspruch auf einen endlosen Klassiker. Die Inszenierung unterliegt einer Farbenpracht die in seiner Ästhetik vergeblich nach Vergleiche sucht. Gold, das stellvertretend für Irrtümer steht, und Weiß dominieren den bildlichen Rahmen. Unschuld, der Tod und die Wahrheit wird von der Helligkeit repräsentiert. Die beiden Farben jedoch bieten nur einen Aspekt der Bildgewalt des Darren Aronofsky. Diverse Effekte, eine behutsame Kamera, und unterschiedlich temporäre Schnitte vervollständigen einen optisch außerordentlichen Film. Unterstützend wirken einprägsame Melodien die eine sichtbare Opulenz wohltuend verstärken. THE FOUNTAIN stellt sich visuell als unbedingtes Highlight des heurigen Kinojahres vor. Er offenbart sich als Illusion die es zu durchdringen gilt. Er schafft Allegorien für das Auge und bietet dem gesunden Gehirn genügend Substanz und Impulse um in Aufruhr zu kommen. Vergleichbare Werke gibt es kaum. Ansatzweise und von der Thematik könnte Stanley Kubricks “ 2001 “ als Ansatz in Frage kommen. Fernblickend wäre eventuell ein Peter Greenaway zu erwähnen, der ebenfalls sein Gefühl für Farbkompositionen einsetzt.

    Schwächen sind durch gescheiterten Verhandlungen in der Besetzungsfrage zu suchen. Durch die Absagen von Brad Pitt und Cate Blanchett wurde nicht gründlich genug versucht einen würdigen Ersatz zu schaffen. Zwar kann der weiblichen Part eine Oscar Gewinnerin ( Rachel Weisz ) aufweisen, aber die männliche Partie kommt einer Fehlbesetzung schon sehr nahe. High Jackman, der nur in romantische Komödien gekonnt agiert, weist wesentliche Unsicherheiten auf wenn seine Rolle eine Ausdruckskräftige und Seriöse ist. Schon in Christopher Nolans “ THE PRESTIGE “ war Hugh das mit Abstand schwächste Glied der Kette. Er wirkt, je gewichtiger sein Charakter, um so problematischer sein Operieren. Und das geht schlussendlich auf Kosten der Glaubwürdigkeit und schadet dem Gesamtwerk beträchtlich.
    Als zweites, allerdings wesentlich kleineres Übel, kann das hin und her jonglieren der Gezeiten angesehen werden. Darren spielt sich mit seinen drei Schichten derart, das ein Betrachten mit Verlauf volle Konzentration und die gesamte Aufmerksamkeit erfordert. Auf Dauer bedarf es einer enormen Anstrengung, der Geschichte und das Wahrgenommene zu verarbeiten, und deshalb folge zu leisten. Nicht das es als Fehler betrachtet wird, das ein Film einen exorbitanten Anspruch besitzt. Nur zu diffizil darf es selbst für den Genre Liebhaber nicht erscheinen. Dann würde THE FOUNTAIN sein Ziel verfehlen und mehr Fragezeichen offen lassen als den Film wirklich genießen zu können. Und dieser Grenze ist Darren sehr nahe gekommen.

    Fazit:

    THE FOUNTAIN ist nicht einfach ein Werk. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine Art Wissenschaft. Es gelten Handlungsebenen durch durchforschen und das Ergebnis gleicht einer Doktorarbeit. Vielleicht ist das Publikum danach nicht schlauer, aber allein THE FOUNTAIN gesehen zu haben ist sicherlich diese Erfahrung wert !

  • Wertungen
  • Story
    4,5
    Musik:
    4,5
    Anspruch:
    5,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
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