The Prestige - Meister der Magie

  • Informationen zum Film
  • The Prestige - Meister der Magie

  • Originaltitel:
    The Prestige
    Genre:
    Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    05.01.2007
    Kinostart Deutschland:
    11.01.2007
    Kinostart USA:
    20.10.2006
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt
  • Einst waren die beiden Zauberer Robert Angier ( Hugh Jackman ) und Alfred Borden ( Christian Bale ) gute Freunde und gemeinsam auf der Bühne einer Aufführung. Doch als ein Fesseltrick wegen des Ehrgeizes nicht funktioniert und Roberts Freundin ums Leben kommt, wird Alfred dafür verantwortlich gemacht und aus Angiers Leben verbannt. Nicht genug damit, der Trauernde versucht von nun an Alfreds Zaubertricks zu sabotieren. Und da Dieser an seine Unschuld glaubt schlägt auch er zurück und hintertreibt ebenfalls Illusionen des Kontrahenten. Dieses miese Spiel wird immer intensiver geführt und auch andere Personen, wie der Trickingenieur Cutter ( Michael Caine ) und die Bühnengehilfin Olivia Wenscombe ( Scarlett Johansson ) werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Es werden Intrigen geschmiedet und imaginäre Geheimnisse gestohlen. Dieser ewige Wettstreit eskaliert und es stellt sich das Rätsel wer in Zukunft dieser beiden Protagonisten, die wahre Magie, oder die perfekte Täuschung gelingt.
  • Filmkritik
  • “ Are you watching closely ? - Sehen Sie genau hin ? “

    Mit diesen einleitenden Satz verführt Regisseur Christopher Nolan ( Memento, Batman Begins ) das faszinierte Publikum in eine Welt der Magie. Wobei die Frage zu welchen Anteil es sich tatsächlich um wahre Magie, eine perfekte Illusion oder doch nur um einen simplen Betrug handelt, erst im letzten Moment offenbart wird. Nolan versteht sein Handwerk in dem er sachlich, fein und sorgfältig jede Szene erschafft. Er versteht wie kaum ein Anderer, einzelne Sequenzen seriös und eindringlich zu vermitteln. Es entsteht eine Atmosphäre die vom tollen Score untermalt, eine wunderbare Symbiose ergeben und einen Film mit Stil kreieren lässt. Christopher hat zwar nicht den Wiedererkennungswert den ein David Lynch oder ein Peter Greenaway besitzt, aber im Bereich Ausdruck und Stil steht er den “ Göttern des Films “ um nichts nach. Sein Umgang mit den einzelnen Charakteren ermöglicht ein Herz höher zu schlagen und es ist ihm ein Leichtes seine Protagonisten glänzen zu lassen. Er versteht es die Stärken hervorzuheben und kleine Schwächen wegzuzaubern. Er geht auf Sie ein, stellt sie ins Licht und verpackt sie im perfekten Gewand, sei es die Beleuchtung, der Schnitt oder die Kamera. Und so passieren sonderliche Dinge, das auch ein bedingt talentierter Hugh Jackman plötzlich in jedem Dialog und jeder dramatischen Szene glaubhaft seine Begabung vermittelt. Christopher setzt auch Miss Johansson, die man zuletzt mehr in talentfreie Werke gesehen hat, unter authentische Scheinwerfer. Und lässt Michael Caine und Christian Bale das beweisen was sie am besten können; Agieren ! Weiter demonstriert er mit den Besetzungen der sogenannten kleinen Rollen sein besonderes Gespür. Andy Serkis, David Bowie und Coyote Ugly Star Piper Perabo komplettieren das rundum avancierte Ensemble. Nur schade das für die Endcredits kein Bowie Song gewählt wurde. Es hätte sich angeboten.

    Kenner und Bewunderer von Nolans früheren Werken werden erahnen das sich THE PRESTIGE natürlich nicht mit einer Zeitebene zufrieden gibt. Zwar wird die Geschichte nicht in die entgegengesetzte Richtung strukturiert, trotzdem spielen die Ebenen Vergangenheit und Gegenwart eine wichtige Rolle. Denn erst durch das Zusammenflechten einzelner Bereiche eröffnen sich dem Betrachter nach und nach Geheimnisse und Schlussfolgerungen. Durch die Erzählweise der Vorgeschichte offenbart sich Schritt für Schritt jene Rätsels Lösung die zur großen Schlusspointe zielt. Und wenn der einleitende Satz zu Beginn des Films “ Sehen Sie genau hin ? “ konzentriert eingehalten wird, wird dieses Ziel schon weit früher bewusst. Nicht das Christopher Nolan es für ungemein wichtig gehalten hätte, sein Ende so spät wie möglich zu enthüllen, doch ist das Finale als Überraschung konzipiert, Antizipierartisten und Filmkenner mit logischen Verstand werden auf Tricks und Kniffs die Teile des Endes verraten schon wesentlich früher erkennen. Aber diese Vorsehbarkeit schadet in keiner Weise, im Gegenteil. Entdecker dieser Lösungen werden das Gefühl entwickeln einem Zaubertrick auf die Schliche gekommen zu sein. THE PRESTIGE ist in seiner qualitativen Art ein Genuss für das Auge und dem Geist.
    Novellist Christopher Priest, der das Buch veröffentlichte, zeigte sich mit dem Skript das auf das Erwähnenswerte reduziert wurde, nicht begeistert. Viele Irrwege, viele Handlungen und andere Charaktere wurden einfach gestrichen um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Christopher und sein Bruder Jonathan Nolan vertraten die Ansicht das zu viele Verstrebungen den Film geschadet hätten und strichen alles was nicht in direkter Verbindung zu den beiden Magier stand. Diese Umsetzung darf getrost als kluger Schachzug verstanden werden, denn nur dieser Umstand erlaubt ein ungetrübtes Filmerlebnis und gebraucht keinen Genie IQ um der Handlung zu folgen.

    Fazit:

    128 Minuten großes Kino und einer außerordentlichen Regie. Ein Film ohne Laster, es sei denn man bewertet die Vorhersehbarkeit als ein Solches.


  • Wertungen
  • Story
    4,5
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
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Der erbitterte Kampf zweier Magier ist das was wir hier zu sehen bekommen in "The Prestige", doch es geht noch um viel. Denn Christopher Nolan erschafft hier einen Kampf zweier Männer und das ist nicht einfach aufgebaut. Es ist eine verschachtelte G...

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geschrieben am 08.01.2013 um 15:05

Christopher Nolan ist wohl der größte aufgehende Regiestern am Hollywoodhimmel was die letzten Jahre betrifft. Sein Erstlingswerk Following habe ich bisher noch nie gesehen und auch wenn der Kritiken zufolge gut sein sollte geriet er aufgrund seine...

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geschrieben am 19.08.2011 um 09:38

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ø Wertung: 9,1/10 | Wertungen: 19 | Kritiken: 2

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