Fantom Killer 3

  • Informationen zum Film
  • Fantom Killer 3

  • Originaltitel:
    Fantom kiler 3
    Genre:
    Krimi, Thriller, Mystery, Horror, Drama
    Produktionsland:
    Polen
    Produktionsjahr:
    2003

BODYCOUNTS



Fantom Killer 3 ist eine Hirngrütze, wie man sie selten sieht. Selbst für eine Amateurproduktion ist dieser Film so schlecht, dass sich der Zuschauer ständig nur an den Kopf fassen kann. Der einzige Zweck bleibt die Zurschaustellung von nacktem Fleisch, ohne jeglichen Zusammenhang. Aber selbst dieses Ziel wird meilenweit verfehlt, da die Darsteller so plump durch die Handlung poltern und ihre Bewegungen so unästhetisch sind, dass jeder Anflug von Voyeurismus schnell verflogen sein wird.


1. Der Film beginnt mit einer jungen Frau, die in einen abgelegenen Wald fährt, sich dort auszieht und lasziv vor einer Kamera posiert. Natürlich darf ein bisschen Öl bei dieser Prozedur nicht fehlen, und auch die obligatorischen Handschellen sind mit von der Partie.



Plötzlich hört die holde Dame ein seltsames Geräusch und sieht sich um. Es nähert sich eine vermummte Gestalt und lässt den Schlüssel der Handschellen vor ihr baumeln. Die Nackte versucht, eine geschockte Mine aufzusetzen und flieht zum Auto. Der Killer trottet seelenruhig auf die Frau zu und kurbelt das Fenster hoch, so dass ihre Arme eingeklemmt sein sollen (allerdings wollte die Dame wohl keine Druckstellen von der Scheibe, daher ließen die Macher ihren Armen sehr viel Platz).



Jetzt beginnt die erste groteske und peinliche Szene dieses Films. Der Killer sticht mehrere Minuten auf die wehrlose Frau ein, und man sieht wie er sein Messer mehrere Male bis zum Anschlag in ihrem Körper versenkt (schönes Theatermesser). Als er von ihr ablässt, würde der normale Betrachter ein Blutbad erwarten, aber ganz falsch. Bis auf ein paar Blutflecken ist die Frau unversehrt (Kunstblut oder Ketchup scheinen in Polen sehr teuer zu sein).



Nach der Tat posiert der Killer in einer selten dämlichen Pose, um dem Film den letzten Hauch von Seriosität zu nehmen.



2. Es wird ein weiterer Höhepunkt an Lächerlichkeit erreicht: Eine Frau (mit dem erotischen Namen Ursula) will ihr Auto reparieren lassen und hat ihr Geld vergessen. Man braucht nicht zu erwähnen, dass die Dialoge eines durchschnittlichen Pornos gegen diese hier preisverdächtig sind. Die beiden Mechaniker drohen der Frau mit der Polizei und überreden sie, mit einem Striptease die Rechnung zu begleichen. Der Polizeikommissar erwähnt noch, dass er seinen Wagen von den beiden Lustmolchen in Kürze abholen will. Während sie also auf den Kommissar warten, beginnt die junge Frau mit ihrer „Performance“.



Die Darbietung reicht den Herren allerdings nicht - also was tun, bis der Kommissar auftaucht? Richtig, man könnte die Frau ja vergewaltigen. Mit einer Zange kommt einer der Mechaniker auf die Frau zu, aber diese ist recht wehrhaft und sticht einem der Beiden einen Schraubenzieher ins Bein.



Mit einem armseligen Sidekick befreit sich Ursula, und die beiden Mechaniker versuchen, die Frau mit Eisenstangen zu vermöbeln. Nach diversen Zeitlupenschlägen greift sich Ursula eine Kettensäge und dreht den Spieß um. Sie sägt einem der Mechaniker den Bauch auf.



Gleich darauf wendet sie sich dem zweiten Mechaniker zu und sägt ihm einen Arm ab. Warum sich der Mann nicht wehrt, fällt bei diesem grenzenlosen Humbug kaum mehr auf.



Anschließend fesselt Ursula die beiden Mechaniker (man könnte auch sagen, sie wirft ein Tau über die Beiden) und greift sich einen Benzinkanister. Sie übergießt die wimmernden Gestalten mit dem Inhalt und entzündet das Benzin mit einer Zigarette (ihr vorher blutverschmierter Körper ist ebenfalls schon wieder sauber). Da offenes Feuer am Drehort wohl verboten war, kommt hier ein selten billiger Effekt zum Tragen. Wenig später trifft der Kommissar ein und findet die Leichen der Mechaniker.



3. Ursula fährt derweil gemütlich unbekleidet (kann man ja mal vergessen) in ihrem Auto herum. Der Killer hält ihren Wagen an und befragt sie wie ein Verkehrspolizist. Ursula schöpft natürlich keinen Verdacht und folgt brav den Anweisungen der vermummten Gestalt. Sie soll sich über die Motorhaube beugen (als wenn hier eine Leibesvisitation notwendig wäre) und geduldig warten, bis der Killer sein Messer geholt hat.



Der Killer sticht ein paar Mal auf Ursula ein, verfehlt sie aber jedes Mal, und die Frau kann sich mit einem sanften Kick befreien. Sie spaziert gemütlich davon und irrt durch einen seltsam ausgeleuchteten Kulissenwald. Auf einmal befinden sich vor ihr ein paar weiße Säulen, die jeder aus griechischen Restaurants kennen sollte, und versteckt sich dort. Nach einer kleinen Odyssee landet sie wieder im Auto und fährt davon. Der Killer befindet sich allerdings auf der Rückbank und tötet Ursula im Off. Später sieht man ihre (mit leichten Kratzern übersäte) Leiche.



4. Die Polizisten vergnügen sich in einer Striptease-Bar und hören einen Schrei aus den Umkleideräumen. Als sie dort eintreffen, finden sie die Leiche einer weiteren Tänzerin. Anzumerken ist hier der "authentische" Gesichtsausdruck, den die talentfreie Darstellerin aufgesetzt hat.



5. Der Fantom Killer entpuppt sich als Striptease-Tänzerin, welche unliebsame Konkurrenz aus dem Weg räumen will. Sie erinnert sich an eine weitere Tat, die schemenhaft angedeutet wird.



6. Als wenn der Film nicht schon dämlich und lächerlich genug wäre, taucht nun der sauschlecht animierte Geist des echten Killers auf und bestraft die blonde Fälschung, indem er sie erst befummelt und sie dann mit Benzin übergießt. Anschließend muss sie eine Schnur im Mund halten, an deren Ende eine Kerze befestigt ist (Jigsaw würde sich schlapp lachen). Bevor man sieht, was passiert, ist der Film zu Ende. Wahrscheinlich soll sie Frau verbrannt sein, auch wenn die Konstruktion an Stümperhaftigkeit kaum zu überbieten ist.



7. Am Ende sieht man eine nackte Motorradfahrerin (jetzt reicht’s), die ebenfalls wahrscheinlich von dem Killer im Off getötet wird.



Gesamtanzahl der Toten: 8 (+ mein Verstand)


Verfasst von am 13.09.2008

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