Postal

  • Informationen zum Film
  • Postal

  • Originaltitel:
    Postal
    Genre:
    Komödie, Action, Thriller
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland, Kanada
    Produktionsjahr:
    2007

BODYCOUNTS

Abwechslung muss sein! Da wir noch keine Komödie hatten, die einen Montags-Bodycount rechtfertigt, fiel die Wahl auf Postal. Um das Paket etwas abzurunden, findet Ihr unter dem Bodycount noch 2 kleine Specials. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen - doch bevor es so weit ist, gibt es noch ein Vorwort des Regisseurs:

Hallo, hier ist Uwe Boll und Ihr lest DVD Forum.at ...den Bodycount .... reichlich schwer bei POSTAL, denn am Ende regnet es Atomraketen und auch sonst wird so einiges zersiebt.
POSTAL ist von all meinen Filmen - mein Lieblingsfilm. Alle um mich herum wollten mich immer wieder drosseln und sagten während der Dreharbeiten: "Das kannste doch nicht machen ....du kannst doch keine Kinder erschießen etc. etc. etc. !" Und ich bin stolz hart geblieben zu sein und POSTAL genau so gemacht zu haben wie ich ihn mir vorgestellt habe. POSTAL ist wie die Welt - dreckig, kriminell, versaut ...und zum Glück witzig!




1. Die beiden Terroristen grübeln, ob es sich lohnt, die Anschläge vom 11. September auszuführen, da sie nicht wissen, wie viele Jungfrauen sie dafür im Jenseits bekommen. Als sie Osama bin Laden anrufen und erfahren, dass sie viel zu wenige Jungfrauen bekommen, wird auch klar, warum: Es haben sich schon zu viele Gotteskrieger umgebracht und die Jungfrauen werden rar.



2. Nachdem man von einer unbekannten Anzahl an Selbstmordattentätern erfahren hat, beschließen die beiden Terroristen, dass sie den Kurs wechseln wollen. Das neue Ziel (Bahamas) werden sie jedoch nie erreichen, da ein paar Amerikaner die Cockpittür aufbrechen und die Piloten angreifen. Deswegen kracht das Flugzeug in einen der zwei Türme. Bevor das Flugzeug einschlägt, erwischt es noch einen Fensterputzer. Die 3015 Opfer des realen Anschlags werden hier selbstverständlich nicht gezählt.



3. Der Postal Dude hat ein Vorstellungsgespräch und sieht in einer Nische 5 Köpfe. Der Chef beruhigt ihn, dass diese nur aus Pappe sind. Dass an einem Stiel Blut gen Boden läuft, macht diese Aussage unglaubwürdig. Es sind die Köpfe, die rollen mussten, damit der Mann zum Chef werden konnte.



4. Der Chef meint, dass es ein total geiles Gefühl ist, 15 Schädel an die Wand zu hämmern. Da bereits 5 zu sehen waren, hat er zumindest noch mehr umgebracht. Der Mann ist übrigens der Folterer aus Hostel 1, der die Asiatin mit dem Bunsenbrenner gequält hat.



5. Eine Ausländerin ist offensichtlich mit dem Autofahren überfordert und bleibt bei einer grünen Ampel einfach stehen. Ihr Pech ist, dass ein korrupter Polizist hinter ihr steht. Nach diversen – extrem ausländerfeindlichen – Kommentaren steigt er aus dem Wagen, um der Frau zu sagen, dass sie endlich fahren soll. Als sie in ihrer Muttersprache redet, dreht der Mann völlig durch und schießt 5 Mal auf die wehrlose Frau. Seine spätere Rechtfertigung ist, dass „Schlitzi“ ihn Neger nannte. Dass das gelogen ist, versteht sich von allein.




6. Der Postal Dude sucht seinen Onkel Dave. Dieser hat sich zum Anführer eine Sekte gemacht und zahlreiche Idioten um sich versammelt. Die beiden schwatzen über die Vergangenheit und es fällt der Satz: Mich würde einmal interessieren, ob der Esel die Feier überlebt hat (so in etwa).
Was auch immer dort passiert ist – der Esel wird wohl tot sein.



7. Wer kennt es nicht: Ämter sind einfach nervig. Ein Schein für dies, eine Nummer für das – schrecklich! Wen wundert es, dass ein Mann einen Anfall bekommt, als er den falschen Schein ausgefüllt hat. Er beginnt eine Schießerei im Sozialamt.



8. Wie im Spiel sind irgendwie alle Menschen in der Stadt des Postal Dudes bewaffnet. Man sieht, wie ein Mann zu Boden geht.



9. Es wird fleißig geschossen und es erwischt den nächsten Unschuldigen.



10. Ein Mann muss als Schutzschild dienen und wird erschossen. Später sieht man seine Leiche auf dem Boden liegen und im Hintergrund liegen zwei weitere Leichen.



11. Eine weitere Leiche ist ansatzweise zu sehen.



12. Ein Todesschütze wird erwischt.



13. Wieder liegt eine neue Leiche auf dem Boden (der Arm).



14. Neben der Leiche, die hier offensichtlich im Vordergrund liegt, kann man eine weitere Leiche auf einem Stuhl sehen.



15. Eine urkomische Kleinigkeit, die völlig im Hintergrund abläuft: Ein Polizist kann den Auslöser für das Blutbad auf den Boden schmeißen und verprügelt den Mann. Dass der sich schon gar nicht mehr wehren kann, spielt keine Rolle – es wird nach Verstärkung gerufen. In einer späteren Einstellung sieht man, dass bereits zwei Polizisten auf den Mann einprügeln. Den beiden Beamten scheint das nicht zu reichen und sie rufen nach weiterer Verstärkung. Es wäre durchaus denkbar, dass diese Prügelwut tödlich ist. Wenn das mal nicht an die Nachrichten erinnert, die immer wieder real auftauchen – er hat sich ja „gewehrt“.



16. Ein Mann bettelt wiederholt beim Postal Dude und wird aufdringlich. In einem Handgemenge löst sich ein Schuss, der den Mann tödlich trifft.



17. Herrlich bescheuert: Onkel Dave berichtet, dass ein Schiff mit Kinderspielzeug gesunken ist (die Puppen sehen aus wie ein Penis) – die Mannschaft des Schiffs hat nicht überlebt. Die Puppen sind das begehrte Objekt der Terroristen. Warum, wird hier nicht verraten.



18. Der Postal Dude betritt ein kleines Geschäft, das gerade von einem Selbstmordattentäter verlassen wird. Während unser Held des Films Gummitiere isst, umarmt der Gotteskrieger einen Mann und sprengt sich in die Luft. Beide sterben.



19. Daves Mädchen lenken in „Little Germany“ (kleines Volksfest, wo die restlichen, begehrten Puppen verkauft werden sollen) 5 Sicherheitsleute ab, die die wertvollen Puppen beschützen. Später erfährt man, dass sie sie wohl getötet haben.



20. Der Postalerfinder will Uwe Boll erschießen, da er Postal total versaut hat. Der Postal Dude lenkt den Schuss in letzter Sekunde ab. Unglücklicherweise trifft die Kugel den Behinderten des Polizisten, der die Ausländerin an der Ampel erschossen hat. Er hatte den Behinderten betteln geschickt und das Geld dafür kassiert. Irgendwie kommt die Polizei in dem Film nicht gut weg…



21. Uwe Boll, der zugibt, seine Filme mit Nazigold zu finanzieren, erschießt den Postalerfinder. Dass sich der Postalerfinder nicht zu ernst nimmt, könnt Ihr auch noch weiter unten in dem Spielspecial sehen. Das Kostüm des Erfinders ist übrigens ein Abbild der Puppe. Es fehlt nur das „Köpfchen“ (hat er schon in einer vorigen Szene abgesetzt).



22. Die Terroristen schlagen zu – und erschießen ein Kind…



23. Da darf Herr Boll nicht hinten anstehen und macht ebenfalls ein Kind kalt. Die Bratwurst wird es wohl nicht mehr aufessen.



24. Und weil sie so selten in anderen Filmen erschossen werden, werden noch zwei andere Kinder durchlöchert.



25. Zwei Männer werden erschossen. Im Spiel meint der Postal Dude immer: Man sollte Frauen, Kinder und andere Minderheiten zuerst erschießen – welch Stilbruch!



26. Ein Mann wird vor laufender Kamera getroffen.



27. Uwe kassiert einen Schuss in die Kronjuwelen. Er verabschiedet sich mit dem Satz: Ich hasse Videogames.



28. Auch die Terroristen bekommen ihr Fett weg: Einer ist zu doof, seine Waffe festzuhalten. Ihm fällt das gute Stück herunter und der Schuss löst sich. Als die Rakete durch die Massen fliegt, kann man eine Leiche sehen. Ob die Explosionen noch jemanden getroffen hat, bleibt unklar.



29. Der korrupte Polizist ist gewaltig angepisst, dass er seinen Behinderten verloren hat. Er fordert seinen Kollegen auf, aus dem Wagen zu feuern, um den Postal Dude zu treffen. So bescheuert, wie die beiden sind, könnten die Kugeln Unschuldige getroffen haben.



30. Die Frau im Sozialamt hätte dem Postal Dude nicht das „geschlossen“ Schild vor die Nase halten sollen. Er fährt sie mit Vollgas an und ihre Leiche wird noch von weiteren Fahrzeugen erfasst. Herrliche Szene!



31. Eine verlogene Reporterin bewässert sich die Wangen, damit sie betroffener wirkt und liefert die Show ihres Lebens. Dabei sind mindestens 66 Kinderleichen zu sehen. Wenn man die Kleidung der Getöteten vergleicht, die bereits vorher erwähnt wurden, muss man feststellen, dass alle 66 zählen, da die Kinder hier nicht zu sehen sind.



32. Der Postal Dude soll verhaftet werden, wehrt sich aber. Ob er den Polizist dabei tötet, ist unklar und wird nicht gezählt.



33. Ein Terrorist macht ein tödliches Mittagsschläfchen. Der Postal Dude schnappt sich die Katze, steckt seine Waffe in eben diese und erschießt den Terrorist. Der Katze geht’s gut und er setzt sie wieder ab. Als er danach an der Waffe riecht, legt er sie angewidert weg.



34. Es sind 4 Leichen zu sehen. Der Terrorist hält übrigens eine von diesen Puppen in der Hand.



35. Daves Helferin sperrt einen Zwerg in eine gigantische Halle mit gewalttätigen Affen, die den Kleinen sofort vergewaltigen. Was das soll, ist mir auch nicht so ganz klar – da muss der Audiokommentar her.



36. Ein fanatischer Sektenanhänger dreht durch und erschießt Dave. Auch der etwas freche Griff an den Busen der Dame kann daran nichts ändert. Er scheint zumindest glücklich zu sterben…



37. Daves Betthüpferle hat etwas Vergiftetes gegessen.



38. Es werden 6 Terroristen erschossen (wann welche Tötung beginnt, ist oben rechts mit Zahlen markiert – leider leidet die Bildqualität der markierten Bilder etwas dabei).



39. Drei Leichen sind zu sehen.



40. Es sind 2 Schüsse und ein Schrei zu hören.



41. Auf diesem Grundstück liegen 8 Leichen.



42. Der Postal Dude wird von Mitbürgern gejagt. Als er in einer Gasse eingesperrt ist, muss er handeln und erschießt 19 Menschen.



43. Der Postal Dude verliebt sich. Er erklärt ihr, was gerade passiert, doch sie glaubt ihm kein Wort, das er über Terroristen und andere Dinge verliert. Als 2 Wildgewordene die Bühne betreten, erschießt er die 2 Männer. Da sie die beiden Männer mitbekommen hat, glaubt sie ihm und bietet ihre Hilfe an.



44. Der Postal Dude überrascht eine Mutter auf der Straße. Sie lässt den Kinderwagen los und der Wagen tötet das Baby darin.



45. Postal Dudes Frau ist gerade mit 2 Männern beschäftigt, als 4 Schüsse zu hören sind. Ob dabei jemand getroffen wird, ist unklar.



46. Eine gigantische Schießerei beginnt. Dabei werden 27 Menschen erschossen (siehe Markierungen).



47. Osama telefoniert mit seinem Freund George W. Bush. Dabei sind Schüsse im Hintergrund zu hören.




48. Der Postal Dude erschlägt einen Mann (vermutlich nicht tödlich).



49. Ein Terrorist macht Bekanntschaft mit einer Tür eines Wagens (vermutlich nicht tödlich).



50. Der Postal Dude bricht einem Mann das Genick.



51. Ein Mann wird verprügelt (vermutlich nicht tödlich).



52. Dito…



53. Ein Behinderter bekommt einen Schlag mit dem Kopf verpasst und wird dann auf das Auto geworfen (vermutlich nicht tödlich).



54. Ein zurückgebliebener Terrorist umarmt einen Mann und will sich in die Luft sprengen. Der passende Gürtel dazu liegt allerdings in einem Wagen. Ein anderer Terrorist überprüft die Flugeigenschaften des Wagens.



55. Der fliegende Wagen erschlägt den Chef des Vorstellungsgespräches.



56. Es sind 4 Leichen zu sehen.



57. Ein Gotteskrieger verbrennt.



58. Der Mörder von Onkel Dave wird erschossen.



59. Es sind unzählige Leichen der Schießerei zu sehen. Es ist unmöglich, hier etwas zuzuordnen. Da man auf diesem Platz jedoch erst 32 Tötungen gezählt hat und man mit einem späteren Bild (Explosion) 37 Leichen zählen kann, kommen mindestens 5 Leichen dazu (Anschlussfehler werden hier ignoriert – siehe Filmfehler-Special).



60. Bush meldet sich im Radio: China und Indien sind für die Anschläge verantwortlich. Da China alle Warnungen ignoriert und weiterhin T-Shirts für unter 1 Dollar produziert, muss ein Atomangriff gestartet werden. Die jeweiligen Bevölkerungszahlen werden natürlich nicht gezählt.



61. China konnte 30 Atomraketen auf die USA abfeuern. Die Anzahl der Opfer muss gigantisch sein.



62. Der Postal Dude jagt seine Frau in die Luft. Wenn sie nicht so fett gewesen wäre, hätte sie den Wohnwagen verlassen können. Sie blockiert des Weiteren auch den Ausgang für die 2 Polizisten. Alle 3 werden getötet.



63. Es regnet Fett und Fleisch von Postal Dudes Frau. Als ein Passant eine getroffene Frau auslacht, trifft ihn eine Metallstange. Bei der Geschwindigkeit dürfte das tödlich gewesen sein. Die Hand der Frau landet auf dem Auto des Postal Dudes. Er verfüttert sie an seinen Hund.



64. Osama und George hüpfen glücklich über eine Wiese, während die Atombomben einschlagen. Beide werden getroffen. Der Autor dieses Berichts weigert sich, den Postal Dude, seine Freundin und den Hund zu zählen, weil er ein „Happy End“ möchte…




Gesamtanzahl der Toten: 220 ( + eine gigantische Anzahl)

Hinweis: DVD-Forum.at distanziert sich ausdrücklich von rechtsradikalen Ansichten und anderen Einstellungen, die Ausländer, religiöse Menschen oder Behinderte als weniger lebenswerte Menschen betrachten. Die hier in diesem Bericht dokumentierten Ausländerfeindlichkeiten und Symboliken dienen nur dem Nachweis der Tötungen.







Kleines Filmfehler-Special

Postal ist ein Film mit vielen Actionszenen, die auch zum Teil sehr chaotisch werden, weil über 20 Leute beteiligt sind – Anschlussfehler vorprogrammiert. Beim Erstellen eines Bodycounts sieht man natürlich Fehler, die man sonst nicht mitbekommt. Spaß muss sein – also her damit:

Beispiel 1: Bei Tötung 46 sterben viele Menschen und einer scheint besondere Fähigkeiten zu haben, denn er stirbt gleich doppelt. Der zweite Mann, der erschossen wird (Klick), stirbt als 20. noch mal (Klick). Der Beweis dafür ist denkbar einfach:

Hier wird der Mann das erste Mal erschossen:



Später sieht man die Tötung aus einer anderen Perspektive:



Wenn man hier das Nummernschild des Wagens vergrößert, entdeckt man folgendes:



„862-IRP“ – das gleiche Nummernschild. Somit ist dies nachweislich der gleiche Wagen und dort hätte bereits eine Leiche liegen müssen. Des Weiteren sieht man, dass der Mann in beiden Einstellungen gleich fällt. An dieser Stelle sollte ich mich vielleicht bei C.S.I. bewerben (Gruß an Playzocker).

Beispiel 2: CGI-Blut ist wahrlich eine feine Sache, wenn es gut gemacht ist. Es kann durchaus echt wirken und hervorragende Splattereffekte ermöglichen. Der Nachteil ist, dass es im Gegensatz zum Make-up nicht einfach bleibt. Diese Frau hat offensichtlich eine besondere Heilungskraft, denn die Wunde ist schon weg, als sie erst 2 Sekunden liegt:



Doch nun genug Kleinigkeiten, wir wollen lebende Tote!

Beispiel 3: Und wieder wird ein Mann getroffen. Bei den Haaren und dem Kopfschmuck wäre ich zwar freiwillig gestorben, doch dieser Mann steht wieder auf:

Bei Tötung 46 wird er hier zweifelsfrei erwischt:



Das hindert ihn jedoch nicht daran, in einer späteren Szene voll dabei zu sein:



Beispiel 4: Mit den Leichen ist es immer so ein Problem: Wenn man den Drehort für einen Tag verlässt, kann da schon etwas schiefgehen. Man sollte hier besonders darauf achten, dass die Leichen zum Teil gänzlich andere Kleidung tragen. Jede Wette, dass sie sich für Euch etwas Frisches angezogen haben…



Beispiel 5: Und wir bleiben den lebenden Toten treu:

Auf diesem Bild sieht man die Leichen, als sie das erste Mal im Film zu sehen waren:



In einer späteren Szene haben sie sich schon ein paar Meter bewegt:



Solche Fehler sind natürlich nicht weiter tragisch und lassen sich in jedem Film finden. Das soll jetzt auch an Beispielen reichen. Ab zum zweiten Special...






Postal als Film und Spiel – ein kleiner Vergleich

Das Spiel, auf das ich mich hier konkret beziehe, nennt sich Postal 2. Die Parallelen zwischen dem Film und dem Spiel sind kaum zu übersehen. Um dies zu zeigen, müssen ein paar kleine Vergleiche reichen, die einen ersten Eindruck vermitteln:


Das Spiel erzählt (eigentlich erzählt es gar nichts) die Geschichte des Postal Dudes, der eigentlich kein übler Typ ist. Seine Umgebung ist da schon eher bedenklich. Es wird geschossen, es wird verprügelt und es wird wild beschimpft. Er lebt zusammen mit seiner Frau in einem Wohnwagen und wie es das natürliche Rollenverhältnis so will, hat die Frau die Hosen an. Sie schickt ihn auf völlig schwachsinnige Missionen a la „Hol die Milch“ (Kein Scherz), die irgendwie immer in Katastrophen enden. Im Gegensatz zum Film wird uns die Frau jedoch vorenthalten. Es ist also der Phantasie überlassen, wie man sich die Dame vorstellt. Während der Wohnwagen im Film in einer süffigen, dreckigen Gegend steht, ist die Gegend des Spiels eigentlich noch recht okay.

Der Wohnwagen des Spiels:



Der Wohnwagen des Films steht zwischen großen Schrottbergen und ist weniger groß (rechts im Bild). Dass er gesprengt wird, ist wahrlich kein Verlust:



Der Postal Dude ist im Spiel nie wirklich zu sehen. Da das Spiel ein Ego-Shooter (ein Spiel, bei dem man alle Aktionen aus der Ich-Perspektive ausführt) ist, hat man keine Möglichkeit, den Dude genauer zu sehen. Da muss schon ein Spiegel gefunden werden. Beide haben rötliche Haare, eine Sonnenbrille und ein markantes Gesicht. Auch wenn der Vergleich gerade wegen der eher schwachen Grafik des Spiels hinkt, passt es doch zumindest ganz gut:



Der Postal Dude hat natürlich auch einen Hund. Stimmt nicht ganz, aber ist doch noch recht ähnlich:



Gerade das Verhalten der Bürger ähnelt sich jedoch sehr stark: Alle sind irgendwie bewaffnet und schnell zu reizen. Besonders ähnlich ist das Verhalten der Polizei. Da werden schon durchaus mal Passanten angegriffen. Nur mit dem Unterschied, dass sie sich im Spiel wehren:



Eine Sache fällt gerade beim Verhalten der Figuren immer wieder auf: Ihr Verhalten ist mehr Schein als Sein. So kommt es im Spiel durchaus vor, dass Leute „Gegen Gewalt“ T-Shirts tragen und genüsslich Leichen durch die Gegend treten:



Auf diesem Bild hatte eine Gruppe mit „Ich liebe Vegetarier“ T-Shirts zugeschlagen und einen Mann getötet. Da ich prinzipiell gegen Gewalt bin, habe ich die 3 direkt dafür erschossen:



Beide Umsetzungen spielen natürlich auch mit diversen Klischees – da dürfen böse Terroristen in Standardoptik natürlich nicht fehlen:



Die „bösen“ Inder dürfen natürlich auch im Spiel nicht fehlen:



Eine viel größere Bedrohung sind hingegen brennende Menschen. Sie rennen auf den Spieler zu und wollen ihn mit entzünden. So eine Szene hat es auch in den Film geschafft:



Bevor es zu diversen Witzchen geht, darf man natürlich die virtuellen Grausamkeiten nicht vergessen. Der Film ist ja auch nicht gerade zimperlich:



Besonders makaber bzw. eklig und auch nicht im Film enthalten: Man kann Leute anpinkeln. Wenn sie noch leben, kann es passieren, dass sie sich übergeben oder die Waffe zücken. Des Weiteren kann man so brennende Leichen wunderbar löschen, wenn man vorbei will. Sollte man Feuer fangen, kann man sich auch selbst löschen – Würgegeräusche der Figur inklusive.



Sollte man einer Spielfigur den Kopf vor einem Hund abgeschlagen haben, bietet sich folgendes an:

Man kann einen Spaten nehmen und den Kopf durch die Gegend schlagen. Der Hund wird ihn zurückbringen und darauf warten, dass man mit ihm spielt. Ein etwas merkwürdiger Ball, aber wenn es Spaß macht. Man tut doch alles für den besten Freund des Menschen:



Der Humor des Spiels:

Uwe Bolls Postal ist eine politisch völlig inkorrekte Komödie, die sich nicht zu ernst nimmt. Das Spiel ist dort kein bisschen anders. Erwähnenswert ist, dass auch die Spielentwickler wissen, was sie dort machen und das Ganze mit einem Augenzwinkern präsentieren. Da kann schon mal eine Gruppe von Demonstranten gegen Spiele wie eben Postal demonstrieren und ein Schild des Postalerfinders tragen:



Dass diese Leute wenige Minuten später mit Schusswaffen auf den Spieler losgehen, muss man hier wohl nicht weiter ausführen…

Neben solchen Details gibt es natürlich auch viele platte Witzchen. Man kann eine Elefantenfarm entdecken, die damit wirbt, die größten Steaks zu grillen,…



… es gibt Meldungen über Bigfoot,…



… es regnet Katzen, die auf dem Boden platzen,…



…oder man kann einen Katzenschalldämpfer benutzen. Im Spiel endet das jedoch für die Katze tödlich (zerplatzt). Im Film wird die Katze gesund wieder abgesetzt:








Es gibt natürlich noch viel mehr zu berichten, doch irgendwo muss ein Schlussstrich gezogen werden. Um einen runden Abschluss zu finden, präsentiert der Verfasser dieses Bodycounts seinen Lieblingsgag des Films:

Als auf dem Sozialamt die Schießerei losgeht, hat der Postal Dude nur ein Problem: Seine Wartenummer ist so verdammt hoch. Also krabbelt er auf dem Boden durch den Raum und guckt, welche Leiche die beste Nummer hat. Einfach herrlich!







Verfasst von am 24.03.2008

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