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Das Blutbiest

  • Informationen zum Film
  • Das Blutbiest

  • Originaltitel:
    The Blood Beast Terror
    Produktionsjahr:
    1968

Userkritik zu Das Blutbiest

doobee
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Bewertung: 4/10 Punkte

Schon sechs junge Männer sind auf die gleiche bestialische Weise ermordet worden: sie weisen schwere Kopfverletzungen auf, ihr Brustkorb ist eingedrückt, ihre Kehlen zerfetzt und sie haben keinen Tropfen Blut mehr in sich. Ein überlebender Kutscher landet im Irrenhaus und faselt wirres Zeug über eine gigantische, geflügelte Kreatur. Ist es ein besonders agressiver Raubvogel? Inspektor Quennell (Peter Cushing) sucht sich Rat beim bekannten Zoologen Dr. Mallinger (Robert Flemyng). Dieser benimmt sich ziemlich abweisend und desinteressiert, obwohl es sich bei den getöteten Männern teilweise um seine Studenten handelt. Auch seine Tochter, die wunderschöne Clare (Wanda Ventham), kann oder will nichts zu dem Fall sagen. Quennell schöpft Verdacht dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, denn Dr. Mallinger hält sich einen riesigen Adler als Haustier und sein Hausdiener Granger (Kevin Stone) sieht so aus, als ob er bereits Bekanntschaft mit dessen scharfen Klauen gemacht hätte. Quennell ist auf der richtigen Spur, und doch könnte er nicht weiter von der schrecklichen Wahrheit entfernt sein. Ein Geheimnis, so grässlich und unaussprechlich dass es nicht nur Quennell, sondern auch dessen bezaubernde Tochter Meg (Vanessa Howard) in tödliche Gefahr bringt…

Produziert wurde dieser Grusler von Tigon British Film Productions, der dritten Kraft im britischen Horrorkino, nach Hammer und Amicus. Tigon haben wir z.B. den grandiosen „Der Hexenjäger“ zu verdanken, oder auch den schwächeren, aber immer noch ziemlich unterhaltsamen „In den Krallen des Hexenjägers“. In Sachen opulenter Ausstattung und stimmiger Kulissen brauchte sich Tigon durchaus nicht hinter Hammer oder Amicus zu verstecken. Dies ist auch in diesem Film der Fall: die Farben sind satt, das Kunstblut grellrot, die Kulissen und Requisiten authentisch, sodass man sich ins viktorianische England zurückversetzt fühlt. Aber ansonsten haben wir es hier mit einem echten Murks zu tun. Gemäss Peter Cushing der schlechteste Film, in welchem er je mitgewirkt habe. Da kann ich ihm nur bedingt zustimmen, da war z.B. „Brennender Tod“ noch um Klassen schlechter. Aber Recht hatte der gute Peter insofern dass es sich hier um einen hanebüchenen Zwitter von Tier-Horror- und Mad-Scientist-Streifen handelt, welcher vor Logiklöchern und sonderbaren Zufällen nur so strotzt. Regisseur Vernon Sewell wusste ganz offensichtlich nicht was er mit dem teilweise abstrusen Script von Peter Bryan anfangen sollte, welcher auch schon bessere Arbeit abgeliefert hatte, z.B. mit dem Drehbuch zu „Der Hund von Baskerville“ aus dem Jahre 1959. Auch Komponist Paul Ferris, dem wir u.a. den fantastischen Score zu „Der Hexenjäger“ zu verdanken haben, kommt hier nicht auf Touren. Seine Musik ist lediglich neutrales Beiwerk ohne Erinnerungswert. Der Einzige der einmal mehr zu Topform aufläuft ist Peter Cushing. Hier mal nicht in der Rolle des Mad Scientist sondern des pragmatischen, charismatischen Inspektors brilliert er in gewohnter Manier. Er war ein ausserordentlich eleganter Darsteller, der jeder noch so belanglosen Rolle die nötige Würde verleihen konnte. Er folgte auch nicht immer stur dem Drehbuch sondern liess seine eigenen Interpretationen einfliessen, was für seine Genialität spricht. Cushing alleine ist in der Lage, einen Film zu retten. Hier ist es nicht viel anders, obwohl die anderen Schauspieler ebenfalls einen durchaus brauchbaren Job machen.

Fazit: Weder gut- noch schlecht genug um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Einzig Peter Cushing ist wie immer einen Blick wert! 4/10

geschrieben am 25.03.2017 um 11:47

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