´

Eine Stadt sucht einen Mörder

Userkritik zu Eine Stadt sucht einen Mörder

doobee
Weitere Kritiken des Users

Bewertung: 7/10 Punkte

London 1888; die Stadt befindet sich im Würgegriff von Jack The Ripper, welcher unter Prostituierten und Strassenmädchen blutige Ernte hält. Inspektor O’Neill (Eddie Byrne) ist heillos überfordert, denn der Ripper ist ein Phantom der Nacht welches keine Spuren hinterlässt. Unterstützung erhält O’Neill von seinem amerikanischen Berufskollegen Sam Lowry (Lee Patterson), der von der New Yorker Polizei nach London geschickt wurde um die Auswirkungen der Ripper-Morde auf die Bevölkerung zu untersuchen. Tatsächlich wird der Strassenmob, unter der Führung des schmierigen Simes (Denis Shaw), immer gewalttätiger und schreckt auch vor Lynchjustiz nicht zurück. Der einzige Hinweis auf die Identität des Killers ist die Tatsache, dass er über anatomische Kenntnisse verfügt. Dies schränkt den Kreis der möglichen Verdächtigen etwas ein und führt ans Mercy Hospital, ein Krankenhaus für Bedürftige unter Leitung von Sir David Rogers (Ewen Solon). Dort arbeitet auch Dr. Tranter (John le Mesurier) und der verkrüppelte Spitalgehilfe Louis Benz (Endre Muller), der gerne mal mit dem Skalpell spielt. Viele Verdächtige, aber keine wirkliche Spur. Sam Lowry lernt Anne Ford (Betty McDowell), die hübsche Nichte von Dr. Tranter kennen und lässt sich von ihr ins Londoner Nachtleben einführen. Als sie sich in einem Amüsierbetrieb befinden geschieht gleich vor der Tür der nächste Mord. Dieses Mal gibt es einen Zeugen der aussagt, der Mörder hätte nach einer „Mary Clarke“ gefragt. Diese ist eine ehemalige Hure und lebt nun unter dem Namen Kitty Knowles (Barbara Burke). Sie war im Spital von Dr. Tranter behandelt worden. Aus einem bestimmten Grund hat der Schlitzer Mary ins Visier genommen. O’Neill und Lowry müssen sie finden bevor es zu spät ist…..

Jack the Ripper ist längst zur Legende geworden. Unzählige Bücher und Filme haben sich seinem Treiben gewidmet. Dieser Film hier gehört zu den besseren Vertretern seiner Zunft. In atmosphärischen schwarz-weissen Bildern zeichnet er ein düsteres und trostloses Bild vom Elendsviertel East End im viktorianischen London. Die Regisseure Robert S. Baker und Monty Berman haben das Drehbuch von Genregrösse Jimmy Sangster sehr authentisch und spannend umgesetzt. Trotz des offensichtlich geringen Budgets gelingt es ihnen eine stimmige Atmosphäre zu schaffen, wo das Grauen immer präsent ist und die Verdächtigen geschickt präsentiert werden. Die Musik von Stanley Black ist sehr passend und wunderschön orchestriert. Die Schauspieler machen allesamt eine sehr gute Figur, allen voran Ewen Solon als genialer und arroganter Sir David. Nur der Part von Lee Patterson als Sam Lowry passt irgendwie nicht ins Bild. Der fadenscheinige Grund weshalb er sich in London aufhält dient wohl nur dazu, eine seichte Liebesgeschichte zwischen ihm und Anne zu fabrizieren, denn ansonsten bleibt er fad und wirkt deplatziert.

Im England der 50er-Jahre war die Zensurbehörde bekanntlich eine Macht. Dies ist der Grund, weshalb der Film in England in einer sehr braven Fassung zu sehen war. In der Export-Version für Frankreich sind die Morde expliziter dargestellt und es gibt auch viel nackten Busen zu sehen. Eine deutsche Veröffentlichung der kompletten Fassung wäre schon lange überfällig.

Fazit: Spannender Ripper-Streifen mit authentischer Atmosphäre. Sehr empfehlenswert! 7/10

geschrieben am 24.03.2017 um 18:34

Kommentare (0)

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

 

Weitere Diskussionen zu diesem und vielen anderen Themen findest du im Forum von DVD-Forum.at.

Rechtliche Hinweise:
Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Ansichten der User wieder, von denen sie gepostet wurden. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion von DVD-Forum.at sowie deren Partnern decken. Wir behalten uns vor, Kommentare die gegen unsere Nutzungsbedingungen oder gegen straf- oder zivilrechtliche Normen verstoßen bzw. dem Ansehen von DVD-Forum.at schaden können auch ohne Angabe von Gründen zu löschen. Gegen diese Schritte können keine Ansprüche geltend gemacht werden. Bei wiederholten Verstößen ist mit einem Ausschluss aus unserer Community zu rechnen, weiters behält sich DVD-Forum.at bei schwerwiegenden Verstößen wie strafrechtlich relevanten Tatbeständen vor Anzeige zu erstatten und/oder Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 7/10 | Wertungen: 1 | Kritiken: 1