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Der Tod sagt Amen

  • Informationen zum Film
  • Der Tod sagt Amen

  • Originaltitel:
    Arizona si scatenò... e li fece fuori tutti
    Genre:
    Western
    Produktionsländer:
    Italien, Spanien
    Produktionsjahr:
    1970
    Kinostart Deutschland:
    05.08.1971
  • Inhalt
  • Inhalt:
    Arizona der Revolverheld kann sich in letzter Sekunde vom Galgen befreien und macht sich auf die Jagd nach Chico und seiner Bande, die seine Geliebte ermordet haben.

Userkritik zu Der Tod sagt Amen

doobee
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Bewertung: 5/10 Punkte

Arizona (Anthony Steffen) erhält vom steinreichen Haciendero Moreno (José Manuel Martin) das Angebot, ihn gegen die Gage von 10‘000 Dollar gegen Chico (Aldo Sambrell) zu verteidigen. Dieser ist soeben aus dem Knast geflohen, wo ihn Moreno hingebracht hatte, und sinnt auf Rache. Auf Arizona seinerseits ist ein Kopfgeld von 1‘000 Dollar ausgesetzt worden, weil er eine Postkutsche überfallen und die Postkutschenstation niedergebrannt haben soll. Er begibt sich zusammen mit seinem Kumpel, dem trinkfesten „Zwei Flaschen Whiskey“ (Roberto Camardiel), nach Blackstone Hill und verlangt vom Sheriff 24 Stunden Zeit, um seine Unschuld zu beweisen. Die beiden Freunde geraten aber kurz darauf in eine Kneipenschlägerei mit Chico und landen im Knast. Arizona soll gehängt werden, ihm gelingt aber mit Hilfe seines Kumpels und eines trickreichen Täuschungsmanövers die Flucht. In der Zwischenzeit überfällt Chico mit seiner Bande die Hacienda von Moreno und klaut zwei Kisten voller Gold sowie Morenos Tochter Paloma (Rosalba Neri). Daraufhin erhöht Moreno sein Angebot an Arizona auf 50‘000 Dollar. Jetzt akzeptiert dieser, denn Chico hat sich in der Zwischenzeit auch „Zwei Flaschen Whiskey“ geschnappt und beinahe umgebracht. In Black Hill, dem Hauptquartier der Banditen, kommt es zum blutigen Showdown…

Anfangs der 70er-Jahre befand sich der Italo-Western im Umbruch. Regisseure wie Leone, Corbucci und Sollima hatten ihre Meisterwerke abgeliefert, Kult-Charaktere wie Django, Ringo und Sartana waren längst etabliert und jede nur erdenkliche interessante Story war längst erzählt worden. Also begann man, die einst harten und düsteren Dramen in seichte und alberne Komödien zu verwandeln und schuf damit eine peinliche Parodie dieses einstmals so stolzen und eindrücklichen Genres. Und just in dieser Zeit versuchte sich der ehemalige Dokumentarfilmer Sergio Martino mit seinem Spielfilmdebut. Es war dieser Western, welchen er unter seinem Pseudonym „Martin Dolman“ drehte. Martino macht seine Sache nicht schlecht, er liefert uns einen der wohl letzten Italo-Western der harten Welle mit hohem Bodycount. Er baut aber auch einige humoristische Einlagen ein, für welche grösstenteils „Zwei Flaschen Whiskey“ zuständig ist. Dieser bildet den perfekten Gegenpart zum wie immer finsteren und einsilbigen Anthony Steffen, der seinen Part gewohnt souverän und mit steinerner Miene runterspielt. Die beiden zusammen bilden ein wirklich orginelles „Best Buddies“-Paar, wobei man Anleihen an den 1966 entstandenen „Arizona Colt“ mit Giuliano Gemma nicht übersehen kann. Auch dort war Roberto Camardiel an der Seite von Gemma in einer ganz ähnlich gelagerten Rolle zu sehen. Auch die üblichen Schauspieler, allen voran Aldo Sambrell als diabolischer Chico, machen eine gute Figur. Hinzu kommt die sehr ansprechende Kameraarbeit von Miguel Mila und die äusserst stimmigen Locations in der Granitformation La Pedriza in der Nähe von Madrid, wo der Grossteil der Aussenaufnahmen entstand. Vervollständigt wird das allgemein positive Gesamtbild vom launigen Score von Maestro Bruno Nicolai, der mal gitarrenlastig, mal heiter beschwingt daherkommt. Vor allem bleibt aber der zynische Titel-Song „Arizona Gun“ in Erinnerung. Die Phrasen „I guess I gotta get a gun, I guess I gotta shoot someone“, gesungen von I Cantori Moderni di Alessandroni, haben Ohrwurm-Charakter. Was also hält mich davon ab, hier etwas mehr Euphorie zu zeigen? Es ist das unausgegorene Script, welches die Handlungsstränge nebeneinander hergaloppieren lässt anstatt sie zusammenzuführen. Und es ist letztendlich das Unvermögen von Martino, aus dieser nicht sehr berauschenden Vorlage einen Genrebeitrag zu basteln, welcher einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Fazit: Unterhaltsame und anspruchslose Dutzendware. Martinos zweiter und zugleich letzter Western „Mannaja – Das Beil des Todes“, war im Vergleich um Längen besser. 5/10

geschrieben am 03.03.2017 um 17:45

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