The Hillside Strangler

  • Informationen zum Film
  • The Hillside Strangler

  • Originaltitel:
    The Hillside Strangler
    Genre:
    Krimi, Thriller, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2004

Userkritik zu The Hillside Strangler

hudeley
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Bewertung: 4/10 Punkte

The Hillside Strangler

Manchmal gibt es Filme, bei denen man sich fragt, warum man eigentlich noch fast nichts von ihnen gehört hat. Bei meiner wöchentlichen "Videotheken Stöber-Tour" bin ich vor einigen Wochen auf den Film "The Hillside Strangler" gestoßen und habe mir genau diese Frage gestellt. Vorallem druch die harte Spio Freigabe angelockt, wollte ich ihn mir schließlich kaufen. Kaum stand ich an der Kasse meinte ich mich zu erinnern, das dieser Film sogar in der Fassung geschnitten sei und er sich somit in die Riege der "sogar zu hart für die harte Spio Filme", zusammen mit Wrong Turn 3, Scarce, Hell Ride und vielen anderen, einreiht. Aufjedenfall habe ich mir dann die DVD aus den USA importiert, welche ich eben anegschaut habe.
Nach der ersten halben Stunde konnte ich die eingangs erwähnte Frage beantworten: Manche Filme sind einfach viel zu schlecht, bzw. einfach nicht so gut, um ihnen auch nur 10 Minuten Aufmerksamkeit zu schenken.
Der Film handelt von den sogenannnten "Hillside Strangler" Mordfällen Ende der Siebziger Jahre in LA. Kenneth Bianchi und sein Cousin Angelo Buono ermordeten zusammen insgesamt 10 Frauen und legten sie in grotesken Posen in den Hügeln von Hollywood ab.
"Ah, Serienmörderfilm! Da war bestimmt Michael Feiffer am Werk" Ha! Dachte ich auch, aber Regie hat hier Chuck Parello geführt, welcher auch schon für Henry 2 und den Ed Gein Film ohne Kane Hodder verantwortlich war.
Die erste halbe Stunde ist abartige Langeweile par excellence. Wie "dürfen" zwei kaputten Typen bei ihren Nachtclub Aktivitäten über die Schulter schauen sprich: der Film besteht anfangs fast nur aus Softcore Szenen. Auffallend sind vorallem die merkwürdig gesetzen Schnitte und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten dass auch die amerikanische Fassung zensiert ist - ist sie aber nicht. Die ganze Szenerie wirkt sowas von belanglos und ist wahrscheinlich einzig dazu da, den Zuschauer mit nackten Frauen zu "erfreuen" und den Streifen auf Spielfilmlänge zu strecken.
Bis dahin ist der Film einfach nur öde und man ist wirklich versucht, die Disc möglichst schnell wieder aus dem Player zu entfernen. Sobald jedoch aber nach ca. 40 Minuten der erste Mord über den Bildschirm flimmert, fängt sich der Film und schafft es sogar, eine widerliche, perverse und bösartige Atmosphäre aufzubauen. Und hier sind wir auch schon beim einzigen, positiven Punkt angelangt: Die Morde - obwohl nirgends auch nur ein Tropfen Blut fließt - sind wirklich heftig. Sie beschränken sich lediglich auf stumpfe Gewalt, aber alleine schon die Reaktion der Opfer erzeugt beim Zuschauer ein flaues Gefühl im Magen.
Nach ca. einer Stunde sind die besten Momente des Filmes aber schon wieder vorbei und die Langeweile setzt wieder ein, welche bis zum Schluss anhält. Wie auch am Anfang fallen mir hier wieder völlig belanglose und nicht zusammenpassende Szenen auf. In einer Szene erklärt Mörder/ Hauptcharakter A (wer von beiden jetzt Buono oder Bianchi ist, hat sich mir nicht ganz erschlossen) seiner Freundin, dass er gestern beim Arzt war und dieser einen Lungentumor entdeckt hat. Diese Freundin hat ihn aber 20 Minuten vorher verlassen. Warum sind sie dann jetzt wieder zusammen? Abgesehen davon findet der Lungenkrebs, außer in einer Szene wo er die von ihm versäumte Geburt seines Sohnes damit erklärt, dass er Krebs hat (?), keinerlei Erwähnung mehr. Es scheint fast so, als sei der Film 2 Stunden lang gewesen und man hat ihn aus Straffungsgründen um eine halbe Stunde gekürzt. Im Prinzip hätte Parello alles rauskürzen können, außer die Morde - denn die sind wirklich 1A inszeniert. Die Geschichte rund um die beiden Täter ist in dieser Form einfach nur unnötig, da die beiden völlig austauschbar bleiben und sich mir ihre Beweggründe auch nicht ganz erschließen.
Abschließend kann ich sagen, dass der Film, außer dicht inszenierten Mordsequenzen, überhaupt nichts vorzuweisen hat und selbst diese rechtfertigen nicht eine gekürzte, harte Spio Freigabe. Vorallem deswegen, weil nicht alles gezeigt wurde (z.B wurden die beiden Vergewaltigungen nur angedeutet) und die Morde auch komplett blutleer abliefen - klar, es ist ja auch der Hillside "Strangler" und nicht The Hillside Butcher. Das Handeln der Charaktere bleibt mir ein Mysterium, genauso wie einige Figuren, deren Auftreten komplett sinnfrei war (z.B. die Mutter des einen Mörders). Außerdem wird der Filmfluss, durch offensichtliche Schnitte, welche wahrscheinlich aber noch aus den Produktionszeiten stammen, extrem gestört. Was bleibt ist ein belangloser Serienmörderfilm, der sich in eine Reihe mit anderen Gurken á la The Boston Strangler oder The Chicago Massacre stellen darf. Manche Filme, sollten besser nie gedreht werden.

3.5/10

geschrieben am 09.07.2012 um 00:56

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