Insgesamt fehlen 10,12 Sekunden, bei einer Gesamtzahl von 4 Schnitten.
Laufzeit der gekürzten Ausstrahlung auf ORF1 HD: 1:35.04 Min
Laufzeit der ungekürzten Ausstrahlung auf Premiere Direkt: 1:35.14 Min (1:40.14 Min inkl. Abspann)
Die Laufzeiten stammen von der gekürzten Ausstrahlung auf ORF1 HD.
* Der Abspann beginnt über laufendem Filmbild. Die Laufzeit ohne Abspann wurde bis zu dem Punkt gemessen, an dem die ORF-Ausstrahlung abgebrochen wurde.
Für diesen Schnittbericht wurde die gekürzte Ausstrahlung in ORF1 HD vom 16. Mai 2010 um 20.15 Uhr mit der ungekürzten Ausstrahlung auf Premiere Direkt vom 21. Mai 2008 um 18.30 Uhr verglichen.
"Das ist Reality ohne TV - da ist eine ganze Welt vor meinem Fenster!"
Wer auf Hitchcock-Klassiker steht, dem sollte die Story von "Disturbia" irgendwoher bekannt vorkommen. Ein unter Hausarrest stehender Teenie, der seinen Nachbarn beim Morden beobachtet - da war doch etwas...
Richtig: "Disturbia" beruht auf dem Hitchcock-Film "Das Fenster zum Hof" aus dem Jahre 1954. Im Gegensatz zu Shia LaBeouf, der Hausarrest mit einer elektronischen Fußfessel bekommt, weil er seinen Spanisch-Lehrer nach einer Provokation verprügelt hat ging es bei James Stewart etwas sanfter zu. Der hatte sich nämlich lediglich ein Bein gebrochen und war daher an den Rollstuhl gefesselt.
Für LaBeouf war "Disturbia" der große Durchbruch, doch auch sonst kommt der Film mit nicht gerade unbekannten Gesichtern daher: David Morse ("The Green Mile") gibt den mordlustigen Nachbarn, Jose Pablo Cantillo (der Fiesling aus "Crank") ist in der Rolle des genervten Polizisten zu sehen und Carrie-Anne Moss landet nach ihrem Ausflug in der "Matrix" hinterm Herd und spielt die Mutter des rebellischen Kale.
Für die Free-TV Premiere des physisch eher harmlosen Thrillers wurde von ProSieben und dem ORF ein Ausstrahlungstermin am Sonntag um 20.15 Uhr gewählt. Die ungekürzte Fassung ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Während ProSieben wie gewohnt ein wenig schneidefreudiger war hat der ORF nur ein paar der Gewaltspitzen entfernt. Da aber auch diese Handlungsstränge im Ansatz immer noch zu sehen sind gibt es für den Zuschauer keine Logiklücken. Und da der ORF sich mal wieder bemüht hat, die Kürzungen so gut wie möglich zu kaschieren dürften viele Zuschauer überhaupt nicht bemerkt haben, dass hier etwas fehlte.
Da scheinbar aber nur die gekürzte Fassung sendefertig gemacht wurde bekam man im ORF auch bei der Nachtwiederholung um 1.25 Uhr nur die minimal entschärfte Fassung zu sehen. ProSieben hatte diesmal überhaupt keine Nachtwiederholung eingeplant, sodass eine ungekürzte Ausstrahlung erst garnicht in Frage kam.
Sowohl der ORF als auch ProSieben zeigten ein HD-Master, vermutlich war das angelieferte Band sogar identisch. Da "Disturbia" aber grundsätzlich kein HD-Referenzfilm ist war das Bild auf beiden HD-Ablegern bestenfalls als "in Ordnung" abzustempeln. Jedoch sollte ProSieben HD eigentlich ein minimal besseres Bild als der ORF bieten können. Die Master werden nämlich in 1080i angeliefert und gehen auf ProSieben HD auch in diesem Format auf Sendung. Der ORF hingegen bietet seine HD-Sender nur in 720p an und muss das Material daher erst herunterskalieren. Uneigentlich hatte aber auch bei "Disturbia" der ORF beim Bild hauchdünn die Nase vorn. Der Unterschied bei "Disturbia" war im Gegensatz zu anderen Filmen allerdings wirklich nur hauchdünn - vermutlich weil ProSieben hier nicht zoomen "musste" wie es sonst bei Cinemascope-Filmen gehandhabt wird.
Bildvergleich:
Premiere:
ORF1 HD:
ProSieben HD:
So war also nicht nur die Schnittfassung im ORF die bessere Wahl für den Zuschauer, auch technisch war der ORF-Zuschauer minimal besser bedient als diejenigen, die gleichzeitig bei ProSieben zusahen.
Kommentare
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