
Eines gleich vorweg: dieser Transfer muss Situationen bewältigen, die selbst bei einer gegenwärtigen Produktion nicht immer zu einem zufrieden stellenden Ergebnis führen würden. Weite Strecken des Filmes wurden nämlich in dunklen und farblich verfremdeten Szenarien angesiedelt. So wird man gleich zu Beginn mit einer eigenwilligen, gelblichen Farbgebung konfrontiert, wodurch Bildrauschen und diverse Kratzer gleich doppelt so gut ins Auge stechen. Bei 'normalen' Szenen, wie z.B. auf dem Schiff, bekommt man dann allerdings wieder die gewohnte Qualität geboten: ein guter Kontrast, natürliche Farben, keinerlei Defekte und eine teilweise sehr gute Detailschärfe, die einem jede noch so kleine Schweißperle erkennen lässt. Sobald aber bei 'Caracas' Halt gemacht wird, verschlechtert sich die Bidlqualität wieder ein wenig. Dann bekommt man bei Dunkelheit und Nebel Bildrauschen zu sehen (z.B. Minute 45). Trotz allem kann man dem Bild aber dennoch drei Sterne bescheinigen.
Auch der Ton leistet sich keine groben Fehltritte. Entgegen dem typischen 'Hammer Edition-Trend' scheint allerdings diesmal die deutsche Synchronisation ein wenig frischer. Die Dialoge der Originalfassung wirken teilweise ein wenig dumpf. Da es sich um die restaurierte Originalfassung handelt, gibt es einige Passagen, die nicht synchronisiert wurden. Diese haben deutsche Untertitel.
Diesmal git es keine Folge der 'World of Hammer'-Doku-Reihe, dafür gibt es ein langes Interview mit Eddie Powell, zuständig für Stunts (siehe Link). Des weiteren gibt es noch diverse Trailer und Bildergalierien.
DVD Nummer 18 der 'Hammer Edition' führt uns nach Caracas, einem geheimnisvollen Land voller Riesenkrabben und wahnsinniger Spanier. Und genauso trashig wie sich das nun gelesen hat ist auch dieser Film - natürlich im positiven Sinne. Wenn riesige Plastikkrabben ihren Auftritt haben, bleibt kein Auge trocken - sei es aus Heiterkeit oder auch aus Sentimentalität als Huldigung an vergangene (Film-)Zeiten. Wie auch immer, auch diese DVD-Umsetzung ist wieder einmal gut gelungen. Zwar treten hier mehr Bildfehler(chen) in Erscheinung als man von Anolis gewohnt ist, das Ergebnis ist aber dennoch gut ausgefallen.
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