
Der billig produzierte Independent-Film "Driller Killer - Der Bohrmaschinenkiller" aus dem Jahre 1979 erscheint mit dieser DVD zum ersten Mal in Deutschland. Die Schärfe des hier vorliegenden Transfers ist unter Berücksichtigung der Produktionsumstände durchaus zufrieden stellend, wenngleich die Detailzeichnung für größere Betrachtungsflächen kaum als ausreichend bezeichnet werden kann. Die Farbwiedergabe ist weitestgehend natürlich, allerdings sind die Farben nicht allzu kräftig oder gar dynamisch. Der Kontrast ist etwas steil, sodass helle Bildbereiche überstrahlen und sich dunkle Bildbereiche nur schwach durchzeichnet präsentieren. Besonders auffällig ist bei diesem Transfer allerdings das einnehmende, sehr intensive Bildrauschen. Die Rauschintensität variiert den Film hindurch etwas zwischen deutlich und extrem, grainophobe Filmfreunde werden mit diesem Transfer somit keinesfalls glücklich. das starke Rauschen ist allerdings auf die Körnung des verwendeten Filmmaterials zurückzuführen. Die Kompression sorgt für Blockbildung zwischen den einzelnen Rauschelementen.
Die englischen Dialoge wurden live am Set aufgezeichnet, sodass sich der Klang etwas wechselhaft präsentiert. Über weite Strecken bieten die Stimmen annehmbare Natürlichkeit und sind auch gut zu verstehen, bei Szenen in großen Räumlichkeiten hallen die Stimmen allerdings leicht. Gelegentlich sind diese auch etwas leise bzw. weisen sehr dezente Übersteuerungen auf, was auf die Natürlichkeit logischerweise keine allzu positiven Auswirkungen hat. Die Verständlichkeit bleibt meist dennoch gewährleistet. Die Stimmen wurden trotzdem nicht von anderen Klangelementen übertönt. Die Balance und das Erscheinungsbild der Dialogwiedergabe ist in der deutschen Fassung dennoch klar besser. Die Musik und die Effekte klingen nahezu gleich, da die Synchro erst kürzlich angefertigt wurde machen die Stimmen einen natürlichen und einwandfrei verständlichen Eindruck. Hintergrundrauschen und andere störende Nebengeräusche machen sich bei keiner der beiden Tonspuren in auffälligem Ausmaß bemerkbar.
Als Bonusmaterial bietet die DVD einen Audiokommentar von Abel Ferrara, der durch seine langsame Sprechweise weder der spannendste noch unterhaltsamste Kommentar sein wird, den man je gehört hat, der aber dennoch einige wissenswerte Informationen über die Entstehung des Films liefern wird können. Abgesehen davon bietet die DVD einige Trailer.
Abel Ferraras "Driller Killer - Der Bohrmaschinenkiller" ist verantwortlich für die Einführung der Video Nasties in England - wenn man es genau nimmt nicht einmal der Film selbst sondern das Cover der alten britischen VHS. Das Bild, das auf der deutschen DVD klein auf dem Backcover zu sehen ist, wo dem Obdachlosen in den Kopf gebohrt wird, wurde formatfüllend als Frontcover verwendet und hat so starke Proteste hervorgerufen, dass diese darin geendet haben, dass der Film und viele andere auch in England verboten wurden. In Deutschland ist "Driller Killer" nie offiziell erschienen - erst jetzt wird der Film sogar mit deutscher Synchronfassung auf DVD angeboten. Der Bildqualität des hier vorliegenden Transfers merkt man das Alter des Films und sein geringes Produktionsbudget sehr deutlich an, die Schärfe ist durchschnittlich und die Rauschintensität sehr hoch. Die englischen Stimmen wurden live am Set aufgezeichnet und unterliegen entsprechenden Einschränkungen, die neue deutsche Studiosynchro klingt entsprechend frisch. Im Bonusmaterial der DVD findet man einen Audiokommentar von Abel Ferrara, wie vom Label gewohnt bietet die DVD ein Wendecover ohne das große FSK Logo auf der Front.
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