
Bei „Das Bourne Ultimatum“ fallen die selben deutlichen Stilmittel auf, die bereits das zweite Abenteuer von Matt Damon geprägt haben. Besonders auffällig ist hierbei die sehr wacklige Kameraführung. Auch der verstärkte Kontrast ist hier wieder vorhanden, der sich vor allem durch ein stellenweise recht dunkles Bild äußert. Hervorragend sind bei diesem Transfer die Schärfe und auch die Detailzeichnung, sodass das Bild zu jeder Zeit knackig, präzise und schlichtweg überragend. Hier kann dieser Transfer auf jeden Fall punkten und der Begriff „Referenz“ wird durch diese Schärfe nahezu definiert. Das Filmkorn sorgt für dezente Unruhen in homogenen Flächen, die allerdings nie zu wirklichem Rauschen mutieren. Durch den VC1-Codec arbeitet die Kompression zudem einwandfrei.
Selbst beim Oscar dieses Jahr hat „Das Bourne Ultimatum“ abgeräumt ... und zwar für den Ton. Jeder, der diese Tonspur schon mal gehört hat wird sagen: zurecht. Zwar ist diese schwer mit dem Effektgewitter eines „Transformers“ (ebenfalls in den selben Kategorien nominiert) zu vergleichen, bietet aber den kompletten Film über sowohl Musik als auch Umgebungsgeräusche, die in selber Lautstärke über alle Boxen präsentiert werden. Ein sehr positives Faktum, das bei diesem Ton auf jeden Fall erfreut. Zudem sind die Dialoge in allen Sprachfassungen problemlos zu verstehen. Hier kann jede Minute als „Highlight“ bezeichnet werden. Das Problem ist allerdings, dass dadurch die „echten“ Highlights wie beispielsweise Explosionen etwas untergehen und ihnen die Besonderheit genommen wird – nein, gerade diese Soundelemente greifen zwar auch auf die hinteren Boxen zurück, klingen aber alles in allem letztlich überraschend frontlastig. Somit kann man diesem Film den Referenzstatus leider nicht zusprechen, obwohl der Ton das Prädikat „sehr gut“ auf jeden Fall verdient.
Wie bei HD DVDs von Universal fast schon üblich enthält diese VÖ ein „U Control“-Feature, bei dem zusätzliche Informationen während dem Film eingespielt werden und auch noch ein verwandtes Feature unter dem Titel „Die Blackbria-Akten“, das allerdings lediglich Texttafeln zeigt. Interessant ist neben der U-Control vor allem der Audiokommentar von Regisseur Paul Greengrass sowie die Deleted Scenes. Die kurzen Featurettes sind teilweise etwas PR-lastig und eher oberflächlich, dennoch kann man insgesamt mit den hier gebotenen Extras sehr zufrieden sein.
Das Ultimatum macht Jason Bourne zur Trilogie ... nachdem dieser Spruch im Kino bereits seit Langem nicht mehr aktuell ist wurde er von Universal durch die Veröffentlichung des Films auf DVD und HD DVD wieder aus der Versenkung geholt. Die hier getestete High Definition Version des Films präsentiert sich in sehr guter Qualität, sodass man diese HD DVD auf jeden Fall als Vorzeige-Exemplar bezeichnen kann. Fans der Reihe sollten vor allem in Anbetracht des momentan sehr niedrigen Preises auf jeden Fall zuschlagen.
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