
Die größte Schwachstelle des Filmes ist das teilweise körnige Bild, das sich vor allem in der Kerkerszene der ersten Minuten bemerkbar macht. Der zu hohe Schwarzwert deutet auf ein Mastering Problem der Scheibe hin. Hier empfiehlt sich, den Schwarzwert des Zuspielers etwas zu reduzieren. Lange muss man sich jedoch nicht gedulden, um mit einem sehr hohem Schärfe- und Detailgrad belohnt zu werden, die vor allem bei closeup Aufnahmen ihre Stärken zeigt. Stellenweise wird sogar Referenzniveau erreicht. Auf Grund des Szenarios wird Paris in kühlen, sehr gut abgestimmten grün-blau Farben sauber und glaubwürdig dargestellt. Man kann förmlich den Dreck und den Gestank der Gossen riechen. Demnach leistet die VC-1 Komprimierung exzellente Arbeit, die bis zum Ende des Filmes kaum auffällt.
Die DTS-HD 5.1 Tonspur lässt auf einen voluminösen und dynamischen Sourround Mix hoffen. Leider entspricht dies nicht der Realität, da die Rear-Boxen den Film durchgehend kaum etwas zu tun bekommen. Überzeugen kann jedoch vor allem die tolle musikalische Untermalung bei dramatischen Szenen und die Umgebungsgeräusche der Pariser Großstadt. Überraschenderweise besteht der Film aus ungewöhnlich wenig Dialogen die jedoch in einer sehr hohen, klar verständlichen, Qualität konstant wiedergegeben werden. Da es sich bei ‚Das Parfum’ um keinen Action Titel sondern um ein Drama handelt, kann man den Ton durchaus als gelungen und stimmungsvoll bezeichnen. Auch wenn die Rear Speaker ruhig etwas mehr zu tun bekommen hätten können.
Die Extras fallen eher Unspektakulär aus. Neben einige Audiokommentaren befindet sich noch ein 12min Making of, einge Interviews und Biographien der Hauptdarsteller auf der DVD. Lediglich das Making of wird in HD wiedergegeben.
Dem Buchautor Patrick Süsskind ist es zu verdanken, dass die grandiose Geschichte, die von ‚Jean-Baptiste Grenouille’ handelt, auf die Leinwand gebracht wurde. ‚Das Parfum’ kann man zu Recht als Blockbuster bezeichnen, dessen Story von Beginn an zu fesseln versteht. Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt die oft übertriebene Darstellung mancher Szenen (zb. Die Hinrichtung am Ende).
Jeder der sich mit dem Medium HD-DVD auseinander setzt weiß, dass ein Vergleich zur DVD in den meisten Fällen kaum Sinn macht. Sowohl Ton- als auch Bildtechnisch ist die HD-DVD der handelsüblichen DVD weit überlegen. Auch wenn der Ton einige Schwächen aufweist, ist „Das Parfum“ ein Grund mehr auf das neue Medium umzusteigen.
Kommentare
Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.