
Europa 1348. Die Pest hat das Land fest im Griff, die hungernde Bevölkerung flüchtet in Aberglaube, die Kirche verliert an Einfluss. Nur ein Dorf und seine Bewohner sollen vom Schwarzen Tod verschont bleiben. Teufelswerk, glaubt der Bischof, und schickt den Ritter Ulric mit einem Söldnertrupp in die entlegene Provinz. Dort erwartet sie eine trügerische Idylle ohne Krankheit und Mangel. Ist in der eingeschworenen Gemeinschaft
um die schöne Heilerin Langiva das Böse zu Hause, bestimmen teuflische Todesrituale das Dorfleben? Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, wird im Namen der Wahrheit, des Glaubens oder Aberglaubens grausam gefoltert und gemordet. Ulric und der junge Novize Osmund suchen nach Antworten - und geraten mitten ins Herz der Finsternis.
Sony Pictures veröffentlicht den Film „Black Death“ in Deutschland auf Blu-ray Disc. Der hier vorliegende Transfer kann durch sehr gute Qualität punkten, die allerdings auch nicht frei von etwaigen Mankos ist. Die Schärfe ist die meiste Zeit über sehr gut, das Bild verfügt über viele Details. Dadurch kann der Transfer in vielen Szenen einen angenehm plastischen Eindruck erwecken. In anderen Szenen oder auch vereinzelten Einstellungen wiederum ist die Detailzeichnung deutlich schwächer und das Bild erscheint in Ausnahmesituationen sogar leicht weich. Dies ist allerdings nicht auf den hier verwendeten HD Transfer zurückzuführen sondern auf die Produktion des Films. Auch die Intensität des Rauschens schwankt stark. Viele Sequenzen bieten bestenfalls leichtes Rauschen, das den meisten wohl kaum auffallen wird. Andere Szenen bieten allerdings sehr starkes, auffälliges Rauschen, von dem sich viele wohl oder übel gestört fühlen werden. Die Farben machen als Stilmittel einen eher zurückhaltenden Eindruck, erscheinen aber trotzdem angenehm natürlich. Der Kontrast bietet eine durchaus dynamische Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen. Viele Szenen bieten sehr guten Schwarzwert, in anderen Momenten kann allerdings auch dieser nur bedingt überzeugen.
Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch der englische Originalton sind auf dieser Blu-ray in DTS HD Master Audio 5.1 anzutreffen. Beide Fassungen punkten durch hervorragend natürliche Dialogwiedergabe, die zu jeder Zeit des Films einwandfrei verständliche Stimmen liefert. Die Musik und die Soundeffekte wurden sehr gut abgemischt, erscheinen aufgrund des zumeist eher ruhigen Charakters des Films über weite Strecken auch etwas frontlastig. In diesen Momenten hätte dem Film ein etwas räumlicherer Soundtrack nicht geschadet, wenngleich die Musik auch in ruhigen Szenen gelegentlich in geringem Ausmaß auch auf den Rears anzutreffen ist. Die actionreicheren Momente des Films wurden sehr gut inszeniert und bieten räumliche, gut differenzierte und direktionale Abmischung. Soundeffekte werden hier oft auch über die Rears wiedergegeben, was dem Mix und den betroffenen Szenen einen angenehm dynamischen Charakter verleitet. Auch in ruhigen Szenen überzeugt der Ton dieser Blu-ray durch ausreichend Präzision und hervorragende Balance zwischen den einzelnen Soundelementen.
Überraschend – und das nicht im positiven Sinne – ist, dass das Bonusmaterial dieser aktuellen Sony Pictures Blu-ray nur in Standard Definition vorliegt. Die Featurettes sind zwar gelegentlich durchaus informativ, können einen gewissen PR Charakter allerdings auch nicht verleugnen. Ähnliches gilt auch für die Interviews, welche Regisseur Christopher Smith, zwei Produzenten und diverse Schauspieler allerdings oftmals nur recht kurz zu Wort kommen lassen. Die Deleted Scenes können mit optionalem Regiekommentar angewählt werden, ähnliches gilt auch für den Hauptfilm. Smith beleuchtet die Produktion von „Black Death“ auf interessante, unterhaltsame Art und Weise und versorgt den Zuhörer mit einigen Details. Trailermaterial und eine Slideshow runden das Bonusmaterial ab.
Christopher Smith ist einigen sicherlich bekannt als Regisseur der Films „Creep“ und „Severence“, bei „Black Death“ inszeniert er mit Sean Bean in der Hauptrolle die Zeit der Pest in England. Zwar kann der Film nicht so viel Atmosphäre aufbauen wie „Creep“ und bietet für Horrorfans weit weniger Schauwerte als „Severence“, trotzdem handelt es sich hier um einen gut inszenierten Film, der vor allem Pest-Interessierten zu empfehlen ist. Die deutsche Blu-ray von Sony Pictures bietet sehr gute Bild- und Tonqualität, wenngleich beim Bild die schwankende Qualität negativ auffällt. Die meiste Zeit über ist das Bild hervorragend, vereinzelte Momente sind allerdings recht weich ausgefallen und/oder rauschen sehr stark und/oder bieten schwachen Schwarzwert. Das Bonusmaterial ist komplett in SD gehalten und bieten durchaus einige wissenswerte Informationen über die Entstehung des Films. Am meisten Informationscharakter birgt sicherlich der Audiokommentar mit Christopher Smith, andere Specials sind gelegentlich etwas PR lastig ausgefallen.
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