
Das Forscher-Paar Clive und Elsa leistet bei der Züchtung von Tier-Hybriden Pionierarbeit. Als ihnen der Geldhahn abgedreht wird, arbeiten sie trotzdem heimlich weiter und erschaffen in ihrem Labor eine Kreuzung aus Mensch und Tier. Clive sieht das Kaulquappen-ähnliche Wesen als Fehlschlag, will es töten, doch in Elsa erwachen Mutterinstinkte. So wächst Dren bei ihnen fast wie das Kind einer Familie auf. Doch wird es immer schwieriger sie zu verstecken und als sie geschlechtsreif wird, wird sie zu einer Gefahr für alle.
Der hier vorliegende Transfer schafft es, die visuellen Intentionen von Regisseur und Kameramann zu wahren und bietet einen einzigartigen, passend sterilen Look. Während das Bild auf jeden Fall zu überzeugen weiß wird es kaum begeistern – vor allem, wenn man einen Hochglanz-HD-Transfer erwartet. Die Schärfe ist die meiste Zeit über hervorragend, auch Details sind in ansprechender Zahl vorhanden. Vereinzelte Momente sind allerdings deutlich weicher ausgefallen, Plastizität ist ebenfalls meist nur geringfügig feststellbar. Die Farben machen einen monotonen, sterilen Eindruck und lassen oftmals Blau-, Grün- oder Brauntöne dominieren. Auffällig ist bei diesem Transfer auch das deutliche Bildrauschen, das auf die Körnung des Filmmaterials zurückzuführen ist. Dessen Intensität variiert und zeigt sowohl ruhige als auch sehr stark rauschende Momente, die meiste Zeit über ist das Rauschen allerdings im oberen Mittelfeld anzusiedeln. Unter Berücksichtigung der bewusst gesetzten visuellen Stilmittel kann man mit dem hier vorliegenden Transfer insgesamt sehr zufrieden sein.
Auch in akustischer Hinsicht ist „Splice“ hervorragend. Der Mix schafft es, jede Szene – egal ob ruhig oder intensiv – ausreichend präsent erscheinen zu lassen und bietet zu jeder Zeit eine glaubwürdige, ansprechende Soundkulisse. Die Dialoge bleiben sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Synchro – beide Tonspuren liegen hier in DTS HD Master Audio 5.1 vor – zu jeder Zeit über das restliche Geschehen erhaben und klingen natürlich. Die Verständlichkeit ist dadurch immer exzellent. Die Musik wurde voluminös und dynamisch in den Mix eingebaut und verleiht mit ihrer durchgehend atmosphärischen Präsenz vielen Szenen ein sehr angenehmes Klangbild. Soundeffekte wurden angenehm räumlich abgemischt, sodass in vielen Szenen auch die Rears einiges zu tun bekommen. Diese schaffen durch ausreichende Differenzierung und Direktionalität, den räumlichen und atmosphärischen Charakter vieler Szenen noch zu verstärken und tragen viel zur Wirkung bestimmter Momente des Films bei. Klangtechnische Unterschiede zwischen den beiden Sprachfassungen machen sich bestenfalls marginal bemerkbar.
Das einzige Special dieser Blu-ray ist ein 33 Minuten langes Behind the Scenes Featurette, das leider seinen Weg auf die Disc nur in Standard Definition gefunden hat. Dieses Featurette weist einige Längen auf, bietet aber dennoch einen interessanten Einblick hinter die Kulissen dieses Films und zeigt einen zwar oberflächlichen aber trotzdem umfassenden Blick auf die Arbeit des Regisseurs. Neben diesem Special sind auf der Blu-ray nur Trailer und ein Zugang zu Universum Films BD Live Bereich enthalten.
Ende der 90er sorgte Regisseur Vincenzo Natali mit seinem Film „The Cube“ für einen spannenden, atmosphärischen Schocker, der zwei Fortsetzungen nach sich gezogen hat. Kurz darauf sollte Natalis zweite Horror-Vision „Splice“ umgesetzt werden, doch die Produktion dieses Films zog sich über insgesamt 10 Jahre hinweg. 2010 war es endlich soweit und der gelungene Film „Splice“ startete in den Kinos. Nun wird der Film von Universum Film in Deutschland auch auf Blu-ray Disc veröffentlicht. Der High Definition Release punktet mit sehr guter Bildqualität, die dem Transfer ausreichend Authentizität durch deutliches Grain verleihen. Das Bild erscheint zwar nicht besonders plastisch, bietet aber dennoch sehr gute Detailzeichnung und entsprechende Schärfe. Der Ton bietet in beiden Sprachfassungen atmosphärischen, dynamischen und kräftigen Klang sowie passende Dialogwiedergabe. Das Bonusmaterial ist mit lediglich einem Behind the Scenes Featurette recht knapp ausgefallen. Ein Wendecover ohne das große FSK Logo ist hier mit an Bord. Bei Interesse am Film kann man bei diesem Release bedenkenlos zuschlagen.
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