
Dre Parker (JADEN SMITH) war einer der beliebtesten Jungen in seiner Heimatstadt Detroit, aber als seine Mutter (TARAJI P. HENSON) einen neuen Job im Ausland antritt, verschlägt es den 12-Jährigen nach China – und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor. Kaum in Peking angekommen, verliebt sich Dre in seine Klassenkameradin Mei Ying, die auch für ihn zu schwärmen beginnt. Doch schon bald müssen die beiden die Erfahrung machen, dass ihre kulturellen Unterschiede eine solche Freundschaft unmöglich machen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, macht sich Dre durch seine Gefühle für Mei Ying auch noch den Klassenrüpel Cheng zum Feind. Mitten in der Heimat des Kung Fu und mit nur wenigen Karate-Kenntnissen, wird Dre von Cheng, der ein geübter Kung-Fu-Kämpfer ist, mit Leichtigkeit umgehauen.
Allein ohne Freunde in einem fremden Land, hat Dre niemanden, an den er sich wenden kann, außer dem Hausmeister der Schule, Mr. Han (JACKIE CHAN), der insgeheim ein berühmter Kung-Fu-Meister ist. Han bringt Dre bei, dass es beim Kung Fu nicht um das Austeilen von Schlägen und Abwehren von Angriffen geht, sondern um Reife und innere Ruhe. Und Dre erkennt, dass es der Kampf seines Lebens wird, wenn er sich gegenüber Rivalen wie Cheng künftig behaupten will …
Sony Pictures serviert mit „Karate Kid“ einen der besten Transfers des Jahres 2010. Sämtliche visuellen Intentionen des Regisseurs werden perfekt umgesetzt in einer plastischen, leinwandfüllenden Filmerfahrung. Der Transfer bietet durchgehend hervorragende Schärfe und ein Detailniveau, das dieses Bild ausreichend Plastizität verleiht, selbst über große Betrachtungsflächen. Schwankungen in der Detailwiedergabe fallen nicht auf, nahezu jede einzelne Einstellung bietet herausragende Detailzeichnung und entsprechend gelungene Plastizität. Das Farbspektrum ist oftmals als Stilmittel etwas reduziert, dennoch bietet der Transfer einige leuchtende Elemente wie gelb, rot oder blau, die dem Bild Leben einhauchen. Der dynamische Kontrast sorgt für hervorragende Schärfe und Farbgebung in hellen und dunklen Szenen. Das Bild bietet bedingt durch die Körnung des Filmmaterials leichtes Rauschen, was allerdings zur gewollten Optik des Films zählt. Insgesamt lässt sich an diesem hochklassigen Transfer nicht ein Störfaktor oder Manko feststellen, sodass sich Sony Pictures für diese hervorragende Leistung ohne Zweifel die volle Punktezahl verdient.
Auch in akustischer Hinsicht weiß diese Blu-ray zu gefallen. Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch die englische Originaltonspur werden von diesem Release in DTS HD Master Audio 5.1 präsentiert. Vergleicht man beide Versionen, machen sich kaum nennenswerte Unterschiede bemerkbar. Die Stimmen klingen zu jeder Zeit natürlich und sind ohne Probleme zu verstehen. Die Musik klingt dynamisch und voluminös und gewinnt in vielen Szenen das komplette Heimkino inklusive der Rears für sich. „Karate Kid“ ist zwar an sich ein dialoglastiger Film, dessen Soundkulisse auch entsprechend unspektakulär wirkt in vielen Szenen. Allerdings wurden alle Soundelemente derart hervorragend abgemischt, dass für den an sich ruhigen Film eine hohe Bewertung zu vergeben ist. In Massenszenen, vor allem beim Turnier gegen Ende des Films, wurden Publikumsreaktionen hervorragend differenziert und räumlich abgemischt, auch sonst macht der Mix einen durchweg dynamischen und gelungenen Eindruck.
Wie von Sony gewohnt bietet auch dieser Titel MovieIQ und BD Live Funktionalität. Das Special „Am Drehort: Karate Kids interaktive China-Landkarte“ zeigt eine Karte von China, bei der zu drei Orten nähere Details sowie ein vom Regisseur moderiertes Special zur Produktion des Films an diesem Ort. Das Produktionstagebuch umfasst neun Specials mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 30 Minuten, die zwar einige interessante Informationen zu bieten haben aber dennoch ziemlich oberflächlich bleiben. Ein 20 Minuten langes Making Of bietet einen recht guten Blick hinter die Kulissen des Films. Außerdem kann der Blu-ray Käufer kurze und einfache Chinesisch-Stunden besuchen. Ein Musikvideo von Justin Bieber und Jaden Smith, ein alternatives Ende zum Film und Trailer runden das Bonusmaterial ab.
Regisseur Howard Zwart ist vielen bekannt durch seine Filme „Eine Nacht bei McCools“, „Agent Cody Banks“ und „Der Rosarote Panther 2“ (2009). Mit „Karate Kid“ stellt er sich der schwierigen Aufgabe, ein Remake zu einem der beliebtesten Jugendfilme der 80er zu produzieren. Auch wenn Zwarts Zugang zur Materie etwas anders erscheint ist „Karate Kid“ (2010) ein sehenswerter, sehr gut gespielter und gelungen inszenierter Film für Jung und Alt. Sehenswert ist der Film nicht nur wegen Jackie Chan als Mr. Han sondern auch wegen Jaden Smith in der Hauptrolle. Sony Pictures wird diesen Film in Deutschland in zwei verschiedenen Fassungen auf Blu-ray Disc veröffentlichen. Neben der regulären Ausgabe im Keep Case wird nämlich auch ein limitiertes Steelbook erscheinen. Die enthaltene Blu-ray Disc ist allerdings identisch und punktet mit hervorragender Präsentation des Hauptfilms. Die Bildqualität ist phantastisch, der Ton kann zwar durch die eher ruhige Natur des Films nicht in derartigem Ausmaß begeistern, ist aber dennoch sehr gut ausgefallen. Das Bonusmaterial ist für einen aktuellen Film etwas mager und vermisst einen Audiokommentar, dennoch kann man über diese Specials einen guten Einblick in die Entstehung des Films bekommen.
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