
U.S. Marshal Teddy Daniels wird mit seinem neuen Partner Chuck Aule nach Shutter Island beordert. Dort sollen sie klären, wie es einer psychisch gestörten mehrfachen Mörderin gelingen konnte, aus dem absolut fluchtsicheren Ashecliffe Hospital zu entkommen und spurlos zu verschwinden. Im Zuge der Ermittlungen entdeckt Teddy immer mehr schockierende und beängstigende Wahrheiten über die abgelegene Insel und erfährt dabei, dass es Orte gibt, die einen nie mehr loslassen.
Der deutsche Blu-ray Transfer zu Martin Scorseses „Shutter Island“ ist hervorragend ausgefallen. Besonders gelungen ist hier die Schärfe sowie die Detailzeichnung des Bildes, sodass der Transfer nahezu durchgehend detailliert und plastisch erscheint. Der Kontrast schafft zudem eine nahezu perfekte Balance zwischen hellen und dunklen Szenen. Dunkle Momente werden mit sattem Schwarzwert aber immer noch klarer Durchzeichnung des Bildes ausgestattet, hellere Szenen weisen auch bei hellen Bildbereichen keine störenden Überstrahlungen auf, zudem kann die Farbpalette des Films hier richtig zur Geltung kommen. Da der Film stilistisch an den klassischen Film Noir angepasst wurde sind die Farben nicht allzu dynamisch gehalten und viele Szenen weisen eine bewusst monotone Farbpalette auf. Die Körnung des Filmmaterials zeigt sich durch leichte bis mittelstarke Unruhen, die aber nie Überhand nehmen. Insgesamt ist der HD Transfer von „Shutter Island“ nahe der Perfektion, weiß absolut zu überzeugen und bietet keinen Anlass zur Kritik.
Auch im akustischen Bereich hat „Shutter Island“ so einiges zu bieten. Zwar handelt es sich hierbei um keinen Actionfilm und brachiales Soundgewitter wird man ebenfalls nicht erwarte können, dennoch schafft der DTS HD Master Audio Track sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache etwas, das Filme dieses Genres kaum zu bieten haben. Während die Dialogwiedergabe durchgehend kristallklar bleibt und die Stimmen ohne Probleme zu verstehen sind wurde die Soundkulisse fein und detailliert abgemischt. Jedes einzelne Geräusch hat seinen Platz, durch die fein differenzierte Klangwiedergabe werden keine Soundelemente übertönt und Dialoge, Musik und Soundeffekte können auch gleichzeitig koexistieren. Die Rears werden zwar nicht so häufig eingesetzt wie in einer Actionfarce, durch die perfekte Positionierung jedes einzelnen Soundelements und Berücksichtigung der räumlichen Möglichkeiten bietet „Shutter Island“ nahezu durchgehend räumliches, atmosphärisches und vor allem direktionales Klangbild, das in diesem Genre seinesgleichen sucht.
Die Blu-ray von „Shutter Island“ bietet lediglich zwei Specials, diese sind mit einer Laufzeit von insgesamt ca. 40 Minuten aber durchaus sehenswert. Die Features beschäftigen sich einerseits mit der Umwandlung der Romanvorlage in einen Film und andererseits mit der Geschichte der Psychiatrie, sodass die grundlegendsten Fakten und Hintergründe abgedeckt sein sollten. Die Specials sind allerdings nicht besonders tiefgründig und von einem aktuellen Film hätte man vor allem mehr Hintergründe über die Entstehung des Films erwarten können. Positiv ist zu erwähnen, dass beide Specials in HD vorliegen. Abgesehen hiervon werden noch Trailer geboten.
Mit Rollen wie in James Camerons „Titanic“ hat Schauspieler Leonardo DiCaprio einige Fans gewonnen, aber auch genau das Gegenteil. Mit seinen letzten Filmen wie Martin Scorseses „The Departed“ und Edward Zwicks „Blood Diamond“ zeigte er eine gänzlich andere Seite seiner Schauspielkunst und kommt auch andere vormals zweifelnde von sich überzeugen. Auch in Scorseses „Shutter Island“ liefert DiCaprio eine hervorragende Performance ab, die die dichte Story hervorragend unterstützt und einen wertvollen Beitrag zur Wirkung dieses spannenden Thrillers leistet.
Die deutsche Blu-ray Präsentation von Concorde Home Entertainment weiß ebenfalls sehr zu gefallen. Die Bild- und Tonqualität befindet sich auf hohem Niveau und lässt die technische Seite des Films nahezu makellos erscheinen. Für einen aktuellen Release ist die Menge an verfügbarem Bonusmaterial allerdings schade. Die zwei Features sind zwar durchaus interessant, bieten aber keinesfalls das Ausmaß an Informationen, das man sich wünschen könnte.
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