
Eine hübsche Sommeridylle wird für eine Gruppe naiver Campleiter zu einem Albtraum reinen Schreckens. Den diese ignorieren das blutige Vermächtnis vom Camp Crystal Lake. Einer nach dem anderen fällt dem wahnsinnigen Jason zum Ofer, der ihnen hinter jeder Ecke auflauert.
„Und wieder ist Freitag der 13.“ – und diesmal ist er im Kino etwas ganz Besonderes. Paramount produzierte den Film nämlich in einem 3D-Verfahren und ließ Jason dadurch sprichwörtlich auf das Publikum los. Auf dieser Blu-ray ist zwar nur die normale 2D Version (die wir auch schon von der UK DVD mit deutschem Ton gewohnt sind). Leichte Auswirkungen dieses Produktionsverfahrens lassen sich am High Definition Transfer allerdings trotzdem erkennen, da das Ausgangsmaterial sehr starke Körnung aufweist und das Bild dadurch von sehr starkem Rauschen heimgesucht wird. Positiv ist allerdings zu erwähnen, dass im Gegensatz zu Teil 2 hier kein starker Rauschfilter zum Einsatz kam. Die Schärfe ist trotzdem nur im Durchschnitt anzusiedeln und vor allem im Detailbereich fallen deutliche Schwächen auf. Der Qualitätsgewinn gegenüber der alten DVD ist allerdings trotzdem sehr gut. Auch die Zahl der analogen Defekte konnte reduziert werden, sodass hier nur noch selten weiße Punkte, Haare oder Staubkörner auffallen. Die Farben sind in Ordnung, waren bei Teil 2 allerdings etwas kräftiger. Der Kontrast ist minimal steil, was vor allem an der mangelhaften Durchzeichnung dunkler Szenen auffällt. Gemessen am Alter des Films ist die Qualität des Blu-ray Transfers in Ordnung, wenngleich man auch aus den frühen 80ern schon deutlich besseres gesehen hat.
Der Ton ist in Ordnung und mit dem der Blu-ray von Teil 2 vergleichbar. Das größte Problem beider Sprachfassungen ist, dass der Ton insgesamt zu leise ist, wobei dies bei der englischen Fassung noch deutlicher auffällt. Erst bei höherer Lautstärke ist der Ton problemlos verständlich, wirklich dynamisch oder räumlich ist die Abmischung aber trotzdem nicht. Jason hält sich hauptsächlich in der Front auf, die hinteren Boxen werden nur selten eingesetzt. Zudem klingt der Ton altersbedingt etwas flach. Dies ist bei der deutschen Fassung noch etwas stärker, die Dialogverständlichkeit ist allerdings in beiden Fassungen sehr gut. Der Klang der Stimmen ist in der deutschen Version sogar etwas besser als im Originalton. Besonders positiv fällt auf, dass trotz des hohen Alters des Films kein Rauschen vorhanden ist.
Das Bonusmaterial ist von der Gesamtlaufzeit her sogar etwas umfangreicher als auf der Blu-ray des zweiten Teils und liegt komplett in High Definition Auflösung vor. Inhaltlich schlagen die Extras in die selbe Kerbe und beschränken sich auf Diskussionen und Retrospektiven, da kein Original-Material der Dreharbeiten mehr verfügbar war. Die insgesamt fünf verschiedenen Features geben einen umfangreichen und informativen Einblick in die Produktion des Films und sind sowohl für Genre-Neulinge als auch für Jason-Fans sehenswert. Wer sich über die bereits eingangs erwähnte 3D-Technik informieren möchte kommt hier genau so auf seine Kosten wie jemand, der auf der Suche nach Informationen zur Entstehung des Films selbst ist.
„Und wieder ist Freitag der 13.“ ist in Deutschland offiziell nur auf VHS erschienen. Nach der Beschlagnahmung folgten einige Bootleg-Tapes sowie eine Bootleg-DVD. Paramount veröffentlichte den Film aufgrund der Beschlagnahmung nicht in Deutschland, bot die europäische DVD-Auflage allerdings trotzdem mit deutschem Ton an. Auf diesem Weg konnte man den Film ungeschnitten, legal und mit deutschem Ton sehen. Das Wort „ungeschnitten“ wird von der Filmreihe auch im dritten Teil herausgefordert, da der Film um in Amerika das R-Rating zu bekommen nahezu bei jedem Mord etwas verkürzt werden musste. Leider merkt man diese Schnitte teilweise recht deutlich. Die ursprüngliche Unrated-Fassung bekam man bis dato weltweit nicht zu Gesicht. Diese Blu-ray Disc ändert daran zwar nicht, zeigt dem interessierten Horrorfreund den Film allerdings in High Definition. Die Qualität ist keinesfalls eine neue Referenz, präsentiert sich aber insgesamt durchaus annehmbar. Den Gesamteindruck verbessert vor allem das interessante Bonusmaterial, das nicht nur informativ ist sondern auch komplett in High Definition vorliegt – die Veröffentlichung trägt die Bezeichnung „Special Edition“ somit zu Recht.
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