
„Baby’s Room“:
Ein junges Ehepaar zieht in ein neues Heim. Das alte Gebäude scheint ideal für die Familie, die vor kurzem erst Nachwuchs bekommen hat. Das Baby bekommt dabei sogar einen eigenen Raum. Über einen Monitor können die Eltern das Kind beim Schlafen überwachen. Alles scheint perfekt. Doch eines Nachts erscheint plötzlich noch etwas anderes auf dem Monitor...
„Hell’s Resident“:
Ein junges Paar sucht eine geeignete größere Wohnung, denn sie erwarten Nachwuchs. Sie scheinen eine passende Wohnung gefunden zu haben. Doch die anfängliche Freude verfliegt schnell. Das Haus entpuppt sich als tödliche Falle, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint.
Auf DVD wurden die sechs Teile der „Horror Anthology“ noch einzeln veröffentlicht, die erste Blu-ray aus dieser Serie enthält zwei Filme, „The Baby’s Room“ und „Hell’s Resident“. Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Bildqualität beider Filme recht stark, dies liegt aber zum Großteil an den farb- und kontrasttechnischen Stilmitteln beider Regisseure. Während „Hell’s Resident“ über weite Strecken sehr farbarm gehalten ist bietet „The Baby’s Room“ über weite Strecken zu kräftige und daher stellenweise auch unnatürliche Farben. Als Fehler ist dies nicht zu werten, da es vom Regisseur in dieser Form gewünscht war. Sehr wohl als Fehler werten kann man allerdings die die meiste Zeit über nur durchschnittliche Detailzeichnung. Das Bild wirkt dadurch zwar scharf, da die Kanten klar gezogen werden, ist allerdings nur bedingt detailliert und daher nur selten wirklich plastisch. Kurze Teile des Films „Hell’s Resident“ sind auch sehr weich, wobei dies eher als Stilmittel zu verstehen ist. Ebenfalls bei „Hell’s Resident“ fallen auch stellenweise Bildfehler auch. Gleich zu Beginn, als das Paar mit dem Auto vom Krankenhaus weg fährt ist das Bild für einen Frame sehr stark verpixelt und zeigt riesige Artefakte. In diesem Beitrag ist das noch an ein paar (an einer Hand abzählbar) anderen Stellen, dennoch ist das ein Fehler, der auf einer Blu-ray nicht hätte passieren sollen. Bei „The Baby’s Room“ fällt hingegen nichts vergleichbares auf.
Während das Bild eher enttäuscht weiß der Ton zu gefallen. Sowohl die deutsche Synchro als auch der spanische Originalton wurden von e-m-s im Format DTS HD Master Audio encodiert und klingen sehr gut. Neben einer konstant natürlichen und einwandfrei verständlichen Stimmwiedergabe werden die klaren und druckvollen Soundeffekte sehr gut aus allen im Raum verteilten Boxen wiedergegeben. Die Abmischung ist hier sehr gut gelungen und greift in wichtigen Szenen auch auf die Rears zurück um einige Schockmomente zu verstärken. Auch der Subwoofer leistet ganze Arbeit, sodass man neben der sehr räumlichen und atmosphärischen Abmischung auch mit dem Ton dieser Blu-ray und dessen sehr guten Encoding zufrieden sein kann.
Neben einer kleinen Trailershow enthält die Blu-ray Making Of Dokumentationen zu beiden Filmen. Diese sind auf jeden Fall sehenswert und durchaus interessant ausgefallen, da sie einen recht guten Einblick in die Entstehung der Filme bieten. Dieser bleibt zwar aufgrund der kurzen Laufzeit eher oberflächlich, die wichtigsten Fragen werden aber dennoch beantwortet.
Auf dem Cover wird in großen Lettern geworben „Von den Macher von [REC] und Perdita Durango“ [sic]. Dies ist auch korrekt. „Baby’s Room“ wurde von Alex de la Iglesia inszeniert, der mit „Perdita Durango“ bekannt wurde und vor kurzem den ebenfalls sehr empfehlenswerten Film „800 Bullets“ gedreht hat. Auf dem Regiestuhl bei „Hell’s Resident“ saß Jaume Balagueró, der ein Jahr nach diesem Film „[REC]“ inszenierte. Beide Filme wurden von e-m-s auf DVD unter dem Titel „The Horror Anthology“ veröffentlicht und stellen eine Filmreihe dar, die man lose mit der amerikanischen „Masters of Horror“-Reihe vergleichen kann. Namhafte Regisseure inszenieren unabhängig von einander einen Film, die gesammelten Werke werden dann als Serie veröffentlicht. Die Idee hinter der Serie ist gut und beide Titel wissen auch bei entsprechendem Publikum durchaus zu fruchten, die Bildqualität der deutschen Blu-ray ist allerdings eher wenig überzeugend. Dafür enthält die Blu-ray Making Ofs zu beiden Teilen, die auf den Einzel-DVDs nicht zu finden waren sondern lediglich in der Komplettbox.
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